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Dyson killt sein Elektroauto-Projekt

James Dyson. (Foto: dpa)

Der Staubsaugerkonzern Dyson wird doch kein Elektroauto auf den Markt bringen. Firmengründer James Dyson hat das Projekt gestoppt, weil es wirtschaftlich nicht tragfähig sei.

Vor etwas mehr als zwei Jahren machte der bis dahin vor allem für Staubsauger, Ventilatoren und Haartrockner bekannte britische Konzern Dyson offiziell, dass er an einem Elektroauto arbeitet. Bei dem ersten geplanten Fahrzeug soll es sich Designskizzen zufolge um einen E-SUV im Stil eines Range Rovers gehandelt haben – mit anderen Proportionen als bei der Konkurrenz. Dyson hatte ein radikal anderes E-Auto in Aussicht gestellt. Jetzt hat Firmengründer James Dyson in einem auf der Website des Unternehmens veröffentlichten Schreiben an seine Angestellten erklärt, dass das Projekt gescheitert sei.

Dyson: „Fantastisches Auto“ wirtschaftlich nicht tragbar

Dabei habe das Team ein „fantastisches Auto“ entwickelt. Die Leistungen der Mitarbeiter seien angesichts der enormen Ausmaße und der Komplexität des Projekts immens gewesen. Allerdings habe es Dyson trotz aller Anstrengungen nicht geschafft, das Projekt wirtschaftlich tragfähig zu machen, gestand der Firmenchef ein. Ursprünglich sollte das Dyson-Elektroauto im Jahr 2020 auf den Markt kommen. Später war der Marktstart auf 2021 verschoben worden.

Im vergangenen Jahr hatte Dyson noch angekündigt, ein Werk in Singapur errichten zu wollen, in dem ab 2020 das erste einer ganzen Reihe von angeblich geplanten Elektroautos hätte hergestellt werden sollen. Nach dem teureren E-SUV hätte es Medienberichten nach zwei weitere, weniger teure Dyson Elektroautos für den Massenmarkt geben sollen.

Für die fast 600 Angestellten, die an dem Elektroauto-Projekt beteiligt waren, sollen jetzt möglichst viele alternative Stellen im Konzern geschaffen werden, wie The Verge schreibt. Wer keine neue Stelle bei Dyson finde oder wolle, soll fair unterstützt werden, versprach Dyson. Die gemeinsam mit dem Verwaltungsrat getroffene Entscheidung dürfte für die betroffenen Mitarbeiter relativ überraschend gekommen sein. Dyson will jetzt zumindest an der Akkutechnologie (Feststoffakkus) sowie weiteren für den Einsatz in Autos gedachten Technologien, darunter Sensoren, Machine-Learning und Kamerasystemen, arbeiten.

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