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E-Commerce soll schneller werden: Viele Händler wollen zukünftig am selben Tag liefern

Schnelle Lieferung, glücklicher Kunde. (Foto: EHI)

Die Liefergeschwindigkeit im deutschen Online-Handel ist hoch. Retouren bewegen sich im Rahmen. Click-and-Collect-Anbieter wollen jetzt in die Datensynchronisation investieren.

Die Achillessehne im E-Commerce ist die Logistik. Erstens müssen die Händler schnell liefern. Zweitens müssen Sie Online und Offline verwalten, ohne den Überblick über Warenbestände und Lagerorte zu verlieren. Und drittens darf die Retourenquote nicht zu hoch werden. Im Dezember 2016 will das EHI Retail Institut seine neue Studie „Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2016“ vorstellen und über Status Quo und Zukunftspläne der Online- und Cross-Channel-Händler berichten. Ein Überblick über die ersten Erkenntnisse.

EHI-Studie Versand- und Retourenmanagement 2016

Geht es um E-Commerce, geht der Blick immer erst zu Amazon. Amazon proklamiert ja schon länger die 1-Day-Delivery und auch die deutschen E-Commerce-Händler wollen angeblich schneller werden. Wie die EHI-Studie „Versand- und Retourenmanagement im E-Commerce 2016“ feststellt, ist bei der Liefergeschwindigkeit das aktuelle Niveau recht hoch, in Zukunft wollen die Händler aber eine noch schnellere Lieferung anbieten. 36 Prozent möchten innerhalb der nächsten drei Jahre die Lieferung am selben Tag der Bestellung (Same Day Delivery) anbieten, aktuell ist dies erst bei zehn Prozent der Händler möglich. Die Belieferung innerhalb von ein bis zwei Stunden streben zukünftig zwölf Prozent an (aktuell drei Prozent).

Lieferung in einer Stunde: es soll kein Traum bleiben (Grafik: EHI)
Lieferung in einer Stunde: Es soll kein Traum bleiben. (Grafik: EHI)

Als Voraussetzung für eine hohe Liefergeschwindigkeit sehen fast drei Viertel (72 Prozent) der Befragten ein geeignetes Warenwirtschaftssystem, das mit dem des Onlineshops eng verknüpft ist. Das allein dürfte aber nicht ausreichen. Details, wie die Liefermodalitäten in Zukunft sein sollen, ohne die Kosten weiter zu pushen, verrät hoffentlich die ganze Studie.

Schnelles Versand-Management: Weniger Retouren

Doch auch wenn das Paket noch so schnell  beim Kunden ist, werden viele Pakete rasch wieder zurückgeschickt. 65 Prozent der in der EHI-Studie zu Versand- und Retourenmanagement befragten Händler müssen mit einer Retourenquote von bis zu zehn Prozent leben. Drei Prozent der Online-Händler bekommen sogar erschreckende 60 Prozent ihrer Waren zurückgeschickt. Kleidung ist dabei anfälliger für Retouren als andere Sortimente.

Im Durchschnitt fallen für jeden zurückgesandten Artikel Kosten von rund zehn Euro an – das drückt auf die Marge. Bei wenigen Händlern liegen die durchschnittlichen Rücksendungskosten sogar bei mehr als 50 Euro pro Artikel. Um Retouren langfristig zu vermeiden, plant ein Großteil der Händler (80 Prozent) als wichtigste Maßnahme noch detailliertere Produktinformationen im Online-Shop.

Versand-Management  und Cross-/ Omnichannel-Handel

Doch wie die Logistik steuern? 72 Prozent der befragten Händler bevorzugen ein zentrales Verteilerzentrum, von dem aus sie alle Online-Artikel sowie alle Artikel für die stationären Ladengeschäfte verschicken. Bestände werden also weder separat nach Kanal eingelagert noch im Warenwirtschaftssystem getrennt geführt. Im Gegenteil:  Der gesamte Bestand wird für eine bestmögliche Versorgung aller Vertriebskanäle genutzt. Dadurch können Bestände verringert und die Artikelverfügbarkeit erhöht werden. Kein Wunder also, dass die Beliebtheit von Zentrallagern um zehn Prozentpunkte im Vergleich zum Vorjahr gestiegen ist. Die Händler versprechen sich vor allem Synergieeffekte, Flexibilität, Effizienz und Kostenvorteile.

Auch im Hinblick auf Click and Collect, also der Online-Bestellung und -Bezahlung bei stationärer Abholung sowie bei der Rückgabe online bestellter Artikel im Store, sind nach Ansicht von immerhin mehr als der Hälfte der befragten Cross- bzw. Omnichannel-Händler Online-Shop und Warenwirtschaft bereits gut verknüpft. 20 Prozent der Händler wollen die Click-and-Collect-Prozesse dennoch optimieren. Das heißt insbesondere, dass die einzelnen IT-Infrastrukturen und die verschiedenen Systemschnittstellen in Echtzeit und fehlerfrei synchronisiert werden müssen.

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Eine Reaktion
Retouren lauern überall

Die sollen erst mal am selben Tag verschicken....

Und Amazon-Points an ultrabilligen A-Lagen (Autobahn-Ausfahrt oder wo sonst jeder vorbei töglich kommt) die mehrmals täglich wie vom A-Team vom A-Truck Amazon-Truck beliefert werden und post-befreit Pakete bringen und wieder abholen, sind ja wohl selbstverständlich.
Aber für den schon unter rot-grün 2000 möglichen Lieferdienst hat der HOCHBEGABTE Jeff Bezos ja nur 16 Jahre gebraucht...

Retouren gibts auch bei Kleidung im offline-Handel und wie bei Löwen sichtbar, sind bei Kleidung MEHRERE Hundert Prozent Marge. Das man keine A-Mieten bezahlt und bis 20 oder 22 Uhr im Einkaufs-Zentrum offen haben muss usw. macht den Betrieb VIEL billiger weil man zwischen Flughafen oder Fracht-Hafen und Post-Zentrum seine Lagerhalle hat und kein Höchstpreis-Mietmafiamästungs-Cashburner-Holding-Ketten-Briefkasten-Firmen-"Startup"-aka-Steuerspar-Abschreibungs-"Projekt" ist.

Und schon Otto-Versand hatte Retouren seit dem Krieg.

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