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E-Commerce: so läuft das große Geschäft mit betrunkenen Onlineshoppern

Betrunken neigt man besonders schnell zu Spontankäufen im Internet. (Bild: wavebreakmedia/ Shutterstock)

Betrunken shoppt es sich leichter. Eine Umfrage zeigt, dass Alkohol die Hürden für Spontankäufe im Internet senkt – und dabei werden ziemlich verrückte Sachen bestellt.

Ein paar Klicks und schon ist die Bestellung abgeschickt – die Kauf-Hürden beim Onlineshopping sind sowieso schon gering. Wenn dann noch Alkohol im Spiel ist, sinken sie offenbar noch weiter. Wie eine Umfrage des Tech- und Businessnewsletters The Hustle unter 2.000 Amerikanern zeigt, geben Erwachsene im Jahr rund 444 US-Dollar beim betrunkenen Onlineshoppen aus.

Amazon profitiert von betrunkenen Käufern

Fast acht von zehn Befragten haben demnach schon mindestens einmal betrunken etwas im Internet bestellt. Auf die amerikanische Bevölkerung hochgerechnet geben Betrunkene im Jahr 48 Milliarden Dollar für Onlineshopping aus. Am meisten profitiert davon Amazon – die Plattform wurde mit Abstand am häufigsten für Einkäufe von Betrunkenen benutzt.

Bestellt wird dabei alles von 15 Pfund Kartoffeln bis hin zum lebensgroßen Papp-Aufsteller von Kim Jong-un. Am liebsten kaufen Betrunkene aber Kleidung und Schuhe. Je höher das Einkommen, desto eher neigten die Befragten zum betrunkenen Shoppen. Zu den kuriosesten Einkäufen gehören 100 Kilo frischer, drei Meter hoher Bambus, ein Nachtsichtgerät für 2.200 Dollar und eine Hüpfburg fürs Wohnzimmer.

Ein Leser hat The Hustle erzählt, wie es bei ihm zu so einem Kauf gekommen ist: Er schaute in einer Kneipe den Super Bowl, hatte schon ein paar Bier getrunken, in der Halbzeitpause sang Justin Timberlake. Auf der Toilette googelte er die nächsten Konzerttermine von Timberlake – und kaufte kurzerhand zwei Tickets für je 165 Dollar. Am nächsten Tag wachte er auf und fand im Mail-Postfach die Bestätigung.

Von Reue keine Spur

Obwohl 85 Prozent der Befragten zugaben, dass sie aufgrund von Alkohol eher zu Spontankäufen im Internet neigen und fünf von zehn Befragten angaben, ihre Bestellungen hinterher wieder zurückzuschicken, bereuten nur sechs Prozent dieses Verhalten. „Ehrlich gesagt sind es fast immer dumme Einkäufe, aber der Spaßfaktor wiegt die Dummheit auf“, wird ein Umfrageteilnehmer im Artikel zitiert.

Zur Umfrage: The Hustle hatte Mitte März gut 2.000 Leser zu ihrem Onlineshopping-Verhalten im Zusammenhang mit dem Konsum von Alkohol befragt. Im Schnitt waren die Befragten 36 Jahre alt und hatten ein überdurchschnittliches Einkommen.

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2 Kommentare
RK Müller
RK Müller

„Fast acht von zehn Befragten haben demnach schon mindestens einmal betrunken etwas im Internet bestellt.“
So viele? Kann ich gar nicht glauben. Betrunken! Ein Menschenvolk von Trinkern….

Antworten
Philipp
Philipp

„Eine Umfrage zeigt, dass Alkohol die Hürden für Spontankäufe im Internet senkt.“

Wow. Alkohol senkt die Impulskontrolle. Die 70er Jahre haben angerufen. Die wollen ihre News zurück.

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