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Startups

Exit für Amorelie? ProSiebenSat.1 schnappt sich das E-Commerce-Startup

Amorelie. (Foto: Amorelie)

Das Startup Amorelie könnte kurz vor dem Exit stehen. Die Sendergruppe ProSiebenSat.1 plant, ihre Anteile von 23 auf 75 Prozent aufzustocken – das verrät ein Eintrag beim Kartellamt.

In Berlin bahnt sich mit Amorelie zur Zeit ein neuer Startup-Exit an, den wir aus gutem Grund gespannt verfolgen: Immerhin ziert CEO Lea-Sophie Cramer das Cover der aktuellen Ausgabe des t3n Magazins.

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Amorelie: ProSiebenSat.1 erhöht auf 75 Prozent

Der Mediengigant ProSiebenSat.1 will seine Anteile an der Sonoma Internet GmbH, die hinter dem E-Commerce-Startup Amorelie steht, von 25 auf 75 Prozent erhöhen. Das ist einem Eintrag beim Bundeskartellamt zu entnehmen, auf den Exiting Commerce gestoßen ist. Für die Amorelie-Betreibergesellschaft bedeutet das vermutlich den Exit. Bildschirmfoto 2015-03-06 um 09.47.00

Das Startup ist seit Anfang 2013 mit einem Online-Shop rund um das Thema Erotik online. Es richtet sein Angebot insbesondere an Frauen und Paare. Aus einem vormals schwierigen, mit Tabus belegten Marktsegment hat Amorelie einen „ganz normalen Online-Shop“ gemacht und ist damit sehr erfolgreich. Das Unternehmen wird von Lea-Sophie Cramer und Sebastian Pollok geführt. Unter den Investoren bei der Seedfinanzierung befinden sich Otto Capital und Paua Ventures.

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Das Amorelie-Gründerduo: Sebastian Pollok und Lea-Sophie Cramer. (Foto: amorelie.de)

Bei der ersten großen Finanzierungsrunde im Januar 2014 ist unter anderem auch ProSiebenSat.1 mit 23 Prozent bei Amorelie eingestiegen. Von der Partnerschaft profitierte Amorelie nicht nur in finanzieller Hinsicht, sondern auch durch eine TV-Kooperation in Form von Werbung und einer eigenen Sendung auf Sixx. ProSiebenSat.1 scheint sich vermehrt für die E-Commerce-Sparte Beauty und Lifestyle zu interessieren: Die Media AG hält außerdem 21 Prozent an Brille24.de, 47 Prozent an Flaconi und 51 Prozent an Valmano.

Sollte die Kartellamtsprüfung positiv verlaufen, dürfte einer Mehrheitseignerschaft der Sendergruppe wohl nichts mehr im Wege stehen. Amorelie selbst will die Entwicklungen derzeit nicht kommentieren und hat nur die Einreichung des Antrags bestätigt.

Übrigens: Hier geht's zum Making-Of des aktuellen t3n-Covers!

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Eine Reaktion
Investigativer Data-Journalismus

Seit einem Jahr sind m.E. vermehrt TV-Werbung von Internet-Versendern usw. zu sehen und nicht mehr wie früher fast nur für Online-Games (vermutlich Freemium). Die Normalos mit Tabletts und SmarTVs sind vielleicht als Zielgruppe groß genug geworden um per TV-Werbung angesprochen zu werden.

Seit neuestem sind auch andere Erotik-Bedarf-Versender im TV. Früher vielleicht überwiegend Beate Uhse und noch z.B. die ganzen Dating-Portale die aber keine Versender sind. Vielleicht muss die TV-Werbung wegen der erhöhten Konkurrenz hochgefahren werden wodurch Pro7 vielleicht mehr Anteile erhält. Der Wettbewerb heizt die Werbekosten vielleicht an.

Es wird oft gesagt das Media4Equity mit TV-Werbung bezahlt. Wenn man die offiziellen Listenpreise nimmt, kriegt man vielleicht weniger Sendeminuten und schlechtere Werbe-Plätze als Große Marken-Werbe-Kunden die vielleicht sehr gute Rabatte bekommen. Nachts laufen z.B. oft Werbung für Fremium-Games. Die Sender schaffen sich so ihre eigenen Werbekunden und können freie Werbeplätze maximal auslasten.

Sowas ist mal endlich ein schönes Beispiel für Public-Data-Journalismus. Manche Startup-Journalisten haben vielleicht nur Google-Alerts auf ein paar interessante Firmen.
Aber wie ich schon lange gefordert habe, wurden endlich mal Infos aus dem Handelsregister bzw. öffentlichen Informationen erkannt und berichtet. Solches Eigenständiges Handeln sollte viel öfter passieren. Ein anonymes (nicht nur pseudonymes) Meldeformular für öffentliche Daten wäre der Burner: Insolvenz-Anmeldungen, die im Bericht genannten Kartell-Amts-Meldungen, Geschäftsführer Änderungen. Das der Name eines Top-Boni-Managers von der Webseite oder den Türschildern in den Fluren und sein Schild vom Parkplatz verschwunden ist usw. sind ja keine Firmen-Interna sondern im Handelsregister oder sonstwo öffentlich nachzulesen. M.W. ist bisher keine Startup-Website an so etwas interessiert. Der Name des Informanten ist anscheinend leider wichtiger als die Quelle wo man die Wahrheit offen nachlesen kann: Handelsregister, Webseite, Zeitungs-Anzeige, Job-Börsen-Profil des entlassenen Managers,... .

Dafür das es in der Summe um Milliarden und die Ersparnisse der Kleinanleger geht, ist die Berichterstattung oft sehr Eigenbericht/PR-Lastig. Das ist wohl nicht nennenswert besser als die Firmen-Berichte in der Lokalpresse wo oft auch der Firmenchef rezitiert wird. Onlineberichte sollten systematischer, vollständiger und besser sein als die platzbeschränkten Berichte auf Papier-Zeitungen und Papier-Zeitschriften.

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