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Rechtliche Hürden beim E-Mail-Newsletter: Das musst du bei Mailchimp und Co. beachten

(Foto: Shutterstock)

Wer E-Mail-Newsletter versendet und dabei auf einen Dienstleister setzt, muss nicht nur auf Einwilligung und Double-Opt-In achten. Rechtsanwalt Thomas Schwenke weist auf weitere rechtliche Hürden hin.

E-Mail-Newsletter: Diese rechtlichen Hürden lauern

Wer einen E-Mail-Newsletter versendet, weiß meist, dass dazu die Einwilligung der Empfänger eingeholt werden muss – und zwar per Double-Opt-In, also mit Hilfe einer Bestätigungsmail. Wer allerdings einen Versanddienstleister einsetzt, etwa aus den USA, und/oder das Leseverhalten statistisch erfasst, muss auch dafür eine Einwilligung einholen, wie Rechtsanwalt Thomas Schwenke in einem ausführlichen Blogbeitrag erklärt. Anhand des US-Dienstleisters Mailchimp zeigt Schwenke dort, welche rechtlichen Hürden lauern und wie sich der Einsatz beim E-Mail-Newsletter rechtlich sicher umsetzen lässt.

E-Mail-Newsletter: Es gibt einiges zu beachten. (Foto: <a href="http://www.shutterstock.com/pic-379573105/stock-photo-hand-holding-smartphone-with-receive-newsletter-form-screen-on-cafe-background.html?language=de&src=L6HJFcjQiregyULrWBf2kA-1-0">Shutterstock</a>)

E-Mail-Newsletter: Es gibt viele Dinge zu beachten. (Foto: Shutterstock)

Der Hintergrund dieser besonderen rechtlichen Hürde: Wer beim beim E-Mail-Newsletter auf einen Dienstleister setzt, räumt diesem den Zugriff auf die E-Mail-Adressen seiner Abonnenten ein. Damit liegt laut Schwenke eine Übermittlung vor, die nur dann zulässig sei, „wenn sie gesetzlich erlaubt oder durch eine Einwilligung gedeckt wird“. Eine gesetzliche Erlaubnis wird im Normalfall nicht gewährt, daher müssen Unternehmer, Website- oder Blogbetreiber eine Einwilligung einholen, wenn sie auf Mailchimp und Co. setzen. Am sichersten sei es zudem, die meist gleich miterhobenen statistischen Daten wie Öffnungsrate und Klickverhalten in die Einwilligung aufzunehmen, rät Schwenke.

E-Mail-Newsletter: Nutzer um Einwilligung bitten

Bei US-Dienstleistern wie Mailchimp gilt es zudem zu beachten, dass diese aus einem „datenschutzrechtlich unsicheren Drittstaat“ kommen. US-Anbieter müssen besonders hohe Anforderungen erfüllen. Datenschutzabkommen wie Privacy Shield oder den von Mailchimp angebotenen Vertrag über die Datenverarbeitung im Auftrag lassen laut Rechtsanwalt Schwenke aber einige Unwägbarkeiten offen, die derzeit nur ausgeräumt werden könnten, wenn der Nutzer auch hierzu um eine Einwilligung gebeten wird.

Weitere Hintergründe zu den möglichen rechtlichen Hürden beim E-Mail-Newsletter-Versand gibt es im Blogpost von Rechtsanwalt Thomas Schwenke, inklusive einem Muster für die Einwilligung und Datenschutzerklärung sowie einer Checkliste zum Einsatz von Mailchimp.

Interessant in diesem Zusammenhang: Die wichtigsten deutschen und US-Anbieter fürs E-Mail-Marketing und E-Mail-Marketing: Der ultimative Guide zur Rechtslage in Deutschland und im Ausland

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4 Kommentare
Onlinemarketing-Sonntag

Wird bei uns und unseren Kunden dann gleich mal umgesetzt. Vielen Dank für diesen aufklärenden Artikel, Jörn

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Heike
Heike

Was bestehen denn für Alternativen? Wie sieht die Rechtslage aus, wenn Mails über den eigenen Server versendet werden und die links über google analytics ausgewertet werden?

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Denny Weber

Ich nutze Klick-Tipp ( http://bit.ly/2fipo1j ). Das ist dein Deutscher Anbieter, der sich an Deutsche/EU-Richtlinien hält. Meiner Meinung nach von den Marketing Features her, der beste Anbieter. Jedoch gibt es ein ganz großes ABER; Klick-Tipp hat leider keinen total einfach zu bedienenden E-Mail Editor.

Man muss sich mühselig eigene HTML-Templates erstellen (lassen) und kann diese nicht locker flockig nach belieben anpassen wie zum Beispiel bei GetResponse.

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Dirk
Dirk

Gilt das auch für DHL Pakete? DHL ist ja auch aus USA und die Adressen der Empfänger werden elektronisch erfasst.

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