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E-Mails gehören der Vergangenheit an, sagt Atos Origin

Der IT-Dienstleister Atos Origin hat als Ziel ausgegeben, die Unternehmenskommunikation voll auf Social Media Instrumente umzustellen. In den kommenden drei Jahren soll der interne E-Mail Verkehr demnach komplett eingestellt werden. Als Ersatz plant das Unternehmen, Social Media Anwendungen zur Kommunikation unter den Mitarbeitern zu nutzen. E-Mails seien, was die Nutzung im Unternehmen und insbesondere im Business Sektor angeht, auf dem absteigenden Ast.

Atos Origin will E-Mails abschaffen

„Wir produzieren Daten in einem so gewaltigen Maßstab, das unser Arbeitsumfeld schnell belastet wird und das sogar ins private Umfeld übergreift“, stellt Thierry Breton, Chef von Atos Origin, fest. Eigenen Angaben zufolge brächten Manager bei Atos Origin fünf bis zwanzig Stunden pro Woche damit zu, E-Mails zu lesen, beziehungsweise zu schreiben. Zweihundert E-Mails erhalte ein Mitarbeiter pro Tag, davon seien 18% Spam-Mails. Die Menge an E-Mails, die das Unternehmen erhalte sei unhaltbar, erklärt Breton. Deshalb hat sich Atos Origin zum Ziel gesetzt, die unternehmensinterne Kommunikation über E-Mails in drei Jahren komplett abzustellen.

Thierry Breton, CEO bei Atos Origin, will in drei Jahren den E-Mail Verkehr im Unternehmen abgebaut haben. (Foto von Nicolas Esposito auf flickr.com. Lizenz: CC BY 2.0)

Social Media soll bei Atos Origin E-Mails ersetzen

Als Alternative zum E-Mail Verkehr zwischen Mitarbeitern setzt Atos zunehmend auf andere Kommunikationswege. Schon jetzt setzt das Unternehmen vermehrt auf Communication-Applications, Social Media Plattformen und Collaboration-Tools. Das soll zukünftig noch weiter ausgebaut werden, mit dem Ziel, dass in drei Jahren der gesamte interne E-mail Verkehr ersetzt werden kann. Breton bezeichnet die E-Mail Nutzung im Unternehmen und besonders im Business Bereich als überholt. Im Gegensatz dazu seien Communication-Applications, Social Media Plattformen und Collaboration-Tools  die wahren Methoden, mit denen das Arbeiten im 21. Jahrhundert zu realisieren sei. Die neuen Ansätze seien persönlicher, schneller und verursachten weniger Kosten.

Link zur Pressemitteilung von Atos:

Bildnachweis für die Newsübersicht: Steve 2.0, Flickr.com. Lizenz: CC BY-SA 2.0

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4 Reaktionen
Norman

Das Dümmste was ich seit Langem mal wieder gehört habe.. man sollte lieber daran Arbeiten, wie man den Verkehr minimieren und effizienter machen kann. Eine Umsattlung auf Social Media bringt 0, wenn die Leute dann dort genauso viel - wenn nicht mehr - Zeit damit verbringen.
Für interne Kommunikation ist eventuell ist ein einfacher Chat (Jabber/IRC) sinnvoller.

Andreas (@zumpe)

Aha. Die senden sich intern 200 Emails gegenseitig zu und davon sind 18% Spam? Haha. Die internen Mails sind doch selten das Problem. Hier soll ein Problem an falscher Stelle gelöst werden denke ich.

Axel von Leitner

Hallo Bianca,

der Herr Breton meint die interne Kommunikation via E-Mails. Also zum Großteil wahrscheinlich die schlimmste Erfindung "E-Mail Verteiler". Aus lauter Angst, dass sich jemand ausgegrenzt fühlt werden lieber zu viele als zu wenige Leute in CC gesetzt und am Ende kommt man auf riesige Zeiten mit E-Mails lesen und beantworten.

Extern ist das natürlich ein anderes Thema ;)

Gruß aus Köln!

Bianca Gade

Für mich klingt das ein bisschen sehr utopisch, E-Mails abzuschaffen. Aus ideologischer Sicht ist das Ziel völlig in Ordnung - doch realistisch steht es meiner Meinung nach auf gleicher Ebene wie das papierlose Büro. Die Gründe dafür sind für mich:

1. Es gibt mittlerweile gesetzliche Regeln, die Mails vorschreiben (z.B. Dopple-Opt-In-Verfahren)
2. Es gibt auch Nachrichten, die nur eine definierte Leserschaft lesen soll
3. benötige ich für so ziemlich alle Webtools eine Mail-Adresse (Registrierung, Login, Benachrichtigungen etc.)
4. müssen alle mitmachen, nicht nur die Mitarbeiter bei Atos

Bin gespannt, ob sie es trotzdem packen :)

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