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E-Message versus iMessage – Berliner Firma scheitert mit der Klage gegen Apple

iMessage oder E-Message? Angeblich kommen einige Kunden durcheinander. (Foto: ImYanis/Shutterstock)

Der Berliner Pager-Mobilfunkbetreiber E-Message ist mit seiner Klage gegen Apples iMessage gescheitert. Ein Gericht sah keine Verwechslungsgefahr.

Der Pager-Mobilfunkbetreiber E-Message ist vor dem Braunschweiger Landgericht mit seiner Klage gegen drei Apple-Töchter abgeblitzt. E-Message hatte Apple wegen des aus seiner Sicht zu ähnlichen Namens iMessage verklagt. Die Richter sahen keine Verwechslungsgefahr zwischen E-Message und Apples Dienst iMessage.

Zuvor hatte es geheißen, E-Message-Chef Dietmar Gollnick könnte mit seiner Klage Recht bekommen. E-Message sei älter als iMessage und habe damit auch die älteren Rechte. Die Richter am Landgericht Braunschweig urteilten jetzt aber, dass die Tätigkeitsfelder, in denen die beiden Dienste und ihre Namen verwendet werden, nur gering ähnlich seien.

„Während sich das Unternehmenskennzeichen der Klägerin und auch deren Endgeräte an ein Fachpublikum wie Ärzte, Feuerwehrleute etc. richte, wende sich das angegriffene Zeichen, welches eine Software (App) auf einem Smartphone bezeichne, an Endverbraucher“, teilte das Braunschweiger Landgericht mit. Gegen das Urteil kann Berufung eingelegt werden.

E-Message und iMessage: Ähnliche Zielgruppen?

E-Message bietet über ein eigenes Funknetz mit 800 Sendestationen Alarme per Smartphone an, etwa für Feuerwehrleute oder Ärzte. Sie werden per Smartphone über aktuelle Notfälle benachrichtigt. Auch Schulen oder Energieversorger nutzen den Dienst. Gollnick hatte im Oktober gegenüber dem Spiegel argumentiert, dass sich die Zielgruppen der beiden Nachrichtendienste überschneiden würden, da freiwillige Feuerwehrleute schließlich auch andere Berufe hätten und deshalb manchmal beide Dienste nutzen würden. Dieser Argumentation folgten die Richter nicht.

Die Marke E-Message ist seit dem Jahr 2000 auf dem Markt, Apples iMessage erst seit 2011. „Die Verwechslungen machen unsere Kunden verrückt“, wurde Gollnick im Spiegel-Bericht zitiert. Bei der Hotline von E-Message riefen immer wieder iMessage-Nutzer an, hieß es. Gollnick wollte erreichen, dass Apple den Namen iMessage nicht mehr für professionelle Anwendungen benutzt.

Der Originalartikel vom 20. Oktober wurde am 21. November 2018 upgedatet.

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