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E-Mobilität: Forscher suchen die besten Standorten für E-Ladesäulen

(Foto: Imfoto / Shutterstock)

Die Akzeptanz von E-Autos steht und fällt auch mit verfügbarer Ladeinfrastruktur. Doch an welchen Standorten sind öffentliche Ladesäulen am sinnvollsten? Magdeburger Forscher wollen bei der Suche neue Wege gehen.

Forscher der Universität Magdeburg wollen die besten Standorte von Ladesäulen für Elektroautos ermitteln. Erstmals sollen dabei die Anforderungen von Strom- und Verkehrsnetzen bei der Auswahl kombiniert werden, wie Julius Brinken vom Lehrstuhl für Logistische Systeme sagte. Aus verkehrstechnischer Sicht ergebe eine Ladesäule vor allem dort Sinn, wo Autos für längere Zeit parken, etwa am Arbeitsplatz. Aus Sicht von Netzspezialisten dagegen stehe im Vordergrund, wo sich ein Ladepunkt gut ans bestehende Stromnetz anschließen lasse und das Netz bereits entsprechend stark genug dimensioniert sei, erklärte Brinken.

Für ein Projekt in Burg bei Magdeburg wollen die Wissenschaftler diese beiden Perspektiven kombinieren. Nach der Auftaktveranstaltung am Samstag sollen in Simulationen die besten Standorte ermittelt werden. An fünf bis sieben Plätzen in der Stadt sollen dann Ladestationen errichtet werden. Brinken rechnet damit, dass das Anfang kommenden Jahres passiert. Das Projekt hat eine Laufzeit bis Ende 2020. „Wir wollen dann schon erste Ergebnisse aus dem Betrieb der Säulen auswerten“, sagte der Ingenieur.

Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln verbessern

Die mangelnde Verfügbarkeit von Ladepunkten sei ein Haupthindernis beim Ausbau der Elektromobilität, begründete Brinken die Motivation für das Forschungsprojekt. Bei der Platzierung der Ladesäulen gehe es auch darum, die Verknüpfung mit anderen Verkehrsmitteln zu verbessern. Dazu könnten die Säulen etwa an Bushaltestellen, Fahrrad-Verleihstationen oder Park-and-Ride-Parkplätzen aufgestellt werden. Die Umsetzung des Projekts vor Ort übernehmen die Stadtwerke Burg als Kooperationspartner der Magdeburger Wissenschaftler.

Pro Ladepunkt, der in Burg errichtet werden soll, rechnen die Wissenschaftler mit Kosten zwischen 10.000 und 20.000 Euro. Für das Projekt stehen insgesamt 375.000 Euro zur Verfügung, 50.000 davon sind zunächst für den Aufbau der Ladesäulen reserviert. Verwendet werden sollen keine Schnellladesäulen, die leere Akkus innerhalb einer halben Stunde fast vollständig laden können, sondern sogenannte Normalladesäulen, an denen das Laden drei bis fünf Stunden dauert. „Das reicht für den Betrieb in der Stadt“, sagte Brinken.

Die Säulen sollen aber mehr können, als nur das Auto zu laden. „Ein Reservierungssystem soll mit installiert werden“, sagte Brinken. Geplant sei eine App, mit der Nutzer ihre Ladesäule vorbestellen können. Auch die Bezahlung soll darüber abgewickelt werden. dpa

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