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E-Privacy-Verordnung: Massive Einbrüche bei Online-Werbung drohen

(Bild: Shutterstock)

Die geplante E-Privacy-Verordnung der EU-Kommission könnte dem deutschen Online-Werbemarkt Einbußen von 30 Prozent bescheren. Das hat eine Simulationsrechnung ergeben.

E-Privacy-Verordnung: 30 Prozent weniger Umsatz

Im Mai soll die neue EU-Datenschutzgrundverordnung (DSGVO) in Kraft treten, die Individuen mehr Kontrolle über ihre persönlichen Daten bringen soll. Für die digitale Werbebranche deutlich einschneidender dürfte aber die Umsetzung der E-Privacy-Verordnung sein, die der EU-DSGVO folgen soll. Einer Simulationsrechnung der Organisation der Mediaagenturen (OMG) zufolge drohen dem deutschen Online-Werbemarkt Umsatzeinbußen von rund 30 Prozent, wie W&V berichtet.

E-Privacy-Verordnung schaltet Cookies weitgehend aus. (Foto: Shutterstock)

Die Berechnung beruht auf den wahrscheinlichen Veränderungen der Werbebudgets von vier Kunden aus verschiedenen Branchen, einem Automobilhersteller, einem E-Commerce-Anbieter, einem Modehersteller und einer Bank. Alle vier Unternehmen würden demnach ihre Online-Ausgaben deutlich kürzen – teils um bis zu 43 Prozent. Besonders drastisch fällt der Rückgang beim sogenannten Display- und Mobile-Banner-Advertising aus. Die Ausgaben für Werbung auf Google, Youtube und Facebook sollen dagegen zum Teil stark ansteigen.

Das Problem: Die geplante EU-Verordnung würde Cookies und Tracking weitgehend ausschalten und damit zielgerichtete Werbung unmöglich machen. Statt relevanter Botschaften drohe Werbung nach dem Gießkannenprinzip, erklärte OMG-Geschäftsführer Klaus-Peter Schulz. Werbetreibende Unternehmen würden in die Arme von Google, Facebook oder Amazon getrieben, die über geschlossene Login-Systeme verfügten und damit zielgerichtete Werbung weiterhin anbieten könnten.

Kein Tracking und Targeting mehr: Kritik an E-Privacy-Verordnung

Die EU sei bei der E-Privacy-Verordnung „weit über das Ziel hinausgeschossen“, zitiert W&V den OMG-Geschäftsführer, der eine Änderung oder Streichung konkret der Artikel acht und zehn fordert. In diesen beiden Artikeln der E-Privacy-Verordnung geht es um die Verschärfung der Datenschutzregeln, die laut führenden Wirtschaftsverbänden ein Tracking und Targeting der Internetnutzer unmöglich machen würde.

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Eine Reaktion
TobyM

Ähm, die Lobby hatte sich bei der DSGVO schon weitgehend durchgesetzt, siehe diverse Anhänge, die es erst kurz vor Schluss in's Papier schafften.

Wo treten denn Einbrüche im Onlinewerbemarkt auf, wenn nur das Budget neu verteilt wird?

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