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E-Scooter: Lime gibt Bußgelder zukünftig an Kunden weiter

Lime E-Scooter. (Foto: t3n.de)

Der E-Scooter-Vermieter Lime wird Bußgelder zukünftig an die Nutzerinnen und Nutzer des Dienstes weitergeben. Bei groben Verstößen gegen die Straßenverkehrsordnung droht außerdem der Ausschluss von der Plattform. Damit reagiert der Anbieter auf die anhaltende Kritik an der Branche.

In den vergangenen drei Wochen hat das Ordnungsamt des Berliner Bezirks Mitte mehr als 1.200 Anzeigen wegen unsachgemäß abgestellter Eletro-Tretroller aufgenommen. In fast allen Fällen soll es sich um Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung gehandelt haben. Abhängig von den jeweiligen Nutzungsbedingungen steht es den E-Scooter-Vermietern frei, die Bußgelder an die Verursacher weiterzugeben. Genau das wird Lime als erster in Deutschland aktiver E-Tretroller-Verleiher jetzt auch tun.

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Laut Lime sollen alle Verwarn-, Buß- oder Strafgelder zukünftig an die dafür verantwortlichen Nutzerinnen und Nutzer weitergereicht werden. Wer mehrmals oder auf besonders grobe Weise auf beziehungsweise mit den Rollern des Anbieters gegen die Straßenverkehrsordnung verstößt, soll darüber hinaus auch ganz von dem Angebot ausgeschlossen werden können. Außerdem muss nach der Fahrt ein Foto des sachgemäß abgestellten E-Scooters gemacht werden.

Bildergalerie: E-Scooter von Lime in Berlin
Lime E-Scooter. (Foto: t3n.de)

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Lime: Nur sehr wenige Menschen stellen ihre E-Tretroller falsch ab

Laut Lime ist es nur eine Minderheit der Nutzerinnen und Nutzer, die sich nicht an die Vorschriften zum Fahren und Abstellen von E-Scootern hält. „Es freut uns sehr, dass nach nur wenigen Monaten bereits 98 Prozent unserer Kunden in Deutschland mit den Regeln vertraut sind und korrekt parken“, erklärt Limes Deutschlandmanager Jashar Seyfi. „Um den verbleibenden Anteil an falsch abgestellten E-Scootern und Verstöße gegen die Straßenverkehrsordnung zu minimieren, haben wir uns entschlossen, unsere Kunden für Verwarn- und Bußgelder haftbar zu machen.“

Aber auch die Kosten dürften eine Rolle spielen. Aufgrund der großen Konkurrenz und der hohen Betriebskosten sind die E-Scooter-Verleiher nach wie vor von millionenschweren Investments abhängig. Wenn Ordnungsämter, wie in Berlin-Mitte, gezielt Jagd auf falsch abgestellte Tretroller machen, entstehen den Anbietern zusätzliche Kosten. Durch die könnte die angestrebte Profitabilität in weite Ferne rücken.

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2 Kommentare
ist egal
ist egal

Das ist grober Unfug. Selbst wenn ich das Ding richtig abgestellt habe – jeder kann die ja an-/hochheben und einfach irgendwo anders hinstellen. Hier Bußgelder durchzusetzen ist daher ein Ding der Unmöglichkeit , denn es gibt keinerlei rechtliche Handhabe, da schlicht der Beweis fehlt, dass der letzte Nutzer auch der Verursacher der Ordnungswidrigkeit ist. Das würde lediglich dann greifen, wenn die Dinger fest angekettet werden. Oder wenn man in flagranti erwischt wird.

Antworten
Titus von Unhold
Titus von Unhold

Natürlich kann man die Bußgelder weitergeben, das ist einfach per Vertrag möglich.

Antworten

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