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E-Tron: Erster Elektro-SUV von Audi ist jetzt offiziell enthüllt

Audi E-Tron. (Foto:Audi)

Audi hat sein erstes rein elektrisches Auto offiziell enthüllt. Der Oberklasse-SUV Audi E-Tron bietet 300 Kilowatt und soll 400 Kilometer nach WLTP weit mit einer Batterie-Ladung fahren können.

Nur wenige Wochen nachdem Daimler seinen Mercedes EQC vorgestellt hat, ist Audi an der Reihe: Mit dem Serienmodell des E-Tron bringen die Ingolstädter ihren ersten reinen Stromer ins Rennen, der wie der EQC in der Klasse der Premium-SUV angesiedelt ist.

Audi E-Tron: Elektro-SUV mit 95-Kilowattunden-Batterie

Seit Monaten teasert Audi seinen E-Tron an, der ursprünglich schon im August gezeigt werden sollte. Jetzt ist er mit einer kleinen Verzögerung in San Francisco offiziell der Weltöffentlichkeit präsentiert worden und wird bereits in Serie produziert, ehe er Ende 2018 in den Handel gehen wird. Damit erfolgt der Marktstart des Elektroaudis etwa ein halbes Jahr vor dem EQC, der in Europa ab Mitte 2019 zu kaufen sein soll.

Audi E-Tron. (Foto:Audi)
Audi E-Tron. (Foto:Audi)

Der Audi E-Tron wird vom Hersteller als ein „Elektro-SUV für Sport, Familie und Freizeit“ beschrieben. Er ist 4,90 Meter lang, 1,93 Meter breit und 1,61 Meter hoch – zum Vergleich: Der EQC misst 4,76 x 1,88 x 1,62 Meter. Sowohl Raumangebot als auch Komfort entsprechen laut Audi dem eines „typischen Oberklasse-Modells der Marke“. Für fünf Personen böte das Fahrzeug mit seinem Radstand von 2,92 Metern ausreichend Platz, das Gesamtladevolumen beträgt 660 Liter, mit umgeklappten Fondlehnen passen in den E-Tron bis zu 1.725 Liter. (In den EQC-Kofferraum passen 500 Liter.)

Unter der Haube des E-Tron steckt ein Dual-Motor mit bis zu 300 Kilowatt Leistung im Allradantrieb mit einem Drehmoment von 660 Newtonmetern. Die Hochvolt-Batterie besitzt eine Nennleistung von 95 Kilowattstunden (nutzbar sind 83,6 Kilowattstunden) und soll eine Reichweite von mehr als 400 Kilometern im realitätsnahen WLTP-Fahrzyklus liefern. Im EQC steckt ein 80-Kilowattstunden-Akku, mit dem 450 Kilometer (nach NEFZ) weit gefahren werden soll. Es wird gemutmaßt, dass der Mercedes um die 400 Kilometer nach WLTP schaffen könnte. Binnen 5,7 Sekunden schafft es der E-Tron von null auf 100 km/h, der EQC kann auf 100 Stundenkilometer in 5,1 Sekunden beschleunigen. Die Höchstgeschwindigkeit des Audis beträgt 200 km/h, beim EQC wird bei 180 km/h abgeriegelt.

Audi E-Tron. (Foto:Audi)

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Audi E-Tron: Es ist ein Audi

Optisch ist der E-Tron klar als ein Audi zu erkennen, weist jedoch einige Designelemente auf, durch die er sich von der klassischen Audi-Linie unterscheidet. Typisch für einen Audi-SUV besitzt er einen Singleframe im Oktagon-Design mit vertikalen Streben, der überwiegend verschlossene Korpus in hellem Platinumgrau soll ihn als Stromer erkennbar machen. Eines der zentrale Gestaltungsmerkmale sind die Lichtelemente. Dazu gehören etwa die serienmäßigen LED-Scheinwerfer mit vier horizontalen Stegen und die E-Tron-typische Tagfahrlicht-Signatur. Auch die umlaufende Schulterlinie gilt als relevantes Gestaltungs-Element.

Audi E-Tron. (Foto:Audi)
Der Audi E-Tron soll eine Reichweite von über 400 Kilometer besitzen. (Foto:Audi)

Wie beim EQC arbeiten die beiden Motoren asynchron (ASM) und werden abhängig von der Fahrweise aktiviert. Bei moderater Fahrweise arbeitet aus Gründen der Effizienz vornehmlich die hintere E-Maschine. Bei der Rekuperation werden Audi zufolge beide Maschinen einbezogen, um die Energieeffizienz zu erhöhen – sie sollen zu etwa 30 Prozent zur Reichweite beitragen. Um die Reichweite zu erhöhen, setzt Audi auf einen Effizienzassistenten: Der weist den Fahrer darauf hin, wenn er den Fuss vom rechten Pedal nehmen sollte. Der Assistent setzt dafür auf Streckendaten der Navigation, Radarinformationen, sowie Kamerabilder und der Car-to-X-Informationen. Auf diesem Wege soll der E-Tron „vorrausschauend verzögern und rekuperieren“.

Die Charakteristik des SUV kann per „Fahrdynamiksystem Audi Drive Select“ kann je nach Fahrsituation, dem Zustand der Straße und den Bedürfnisse der Insassen aus sieben Profilen ausgewählt werden. Sie reicht von „betont komfortabel“ bis hin zu „sportlich“.

Batterie des Audi E-Tron kann mit bis zu 150 Kilowatt geladen werden

Die 700 Kilogramm (inklusive Gehäusewanne) schwere Batterie ist, wie bei Stromern üblich, unter der Fahrgastzelle untergebracht und ist 2,28 Meter lang, 1,63 Meter breit und 34 Zentimeter hoch. Sie besteht aus insgesamt 36 Zellmodulen und arbeitet mit einer Nominalspannung von 396 Volt. Ein integriertes Kühlsystem aus flachen Aluminium-Strangpressprofilen sorgt laut Audi für einen konstanten Hochleistungsbetrieb.

Mit dem Audi e-tron Charging Service kann der Stromer bequem wiederbefüllt werden. (Foto: Audi)
Mit dem Audi e-tron Charging Service kann der Stromer bequem wiederbefüllt werden. (Foto: Audi)

Aufgeladen werden kann der E-Tron per europäischem Ladestandard „Combined-Charging–System“ (CCS). Unter idealen Bedingungen kann der Stromer mit bis zu 150 Kilowatt in weniger als einer halben Stunde für die nächste Langstrecke befüllt werden. Bis Ende 2018 soll es im Ionity-Netz europaweit fast 200 dieser „High Power Charging“-Stationen (HPC) geben. Bis 2020 seien bis zu 400 Standorte an Autobahnen und Hauptverkehrsachsen in Abständen von je 120 Kilometern geplant.

Nicht nur mit Gleich-, sondern auch mit Wechselstrom kann der Stromer geladen werden. Standardmäßig werden bis zu elf Kilowatt unterstützt, optional mit zweitem Gleichrichter kann der Audi mit 22 Kilowatt betankt werden. Mithilfe von Audis eigenem Ladedienst können Kunden auf 72.000 Ladepunkte von Partnern in 16 EU-Märkten zugreifen und mit einer Karte oder der „My Audi“-App bezahlen. Mit der 2019 startenden Funktion „Plug & Charge“ soll das Aufladen noch bequemer werden: Das Auto wird sich Audi zufolge selbst an der Ladesäule autorisieren und freischalten. Auch zu Hause kann der Audi-Stromer geladen werden: Entweder per üblicher 230-Volt-Steckdose mit bis zu 2,3 Kilowatt oder an einer 400 Volt-Drehstromsteckdose mit bis zu 11 Kilowatt Ladeleistung.

Die Ladevorgänge und die Vorklimatisierung des Elektro-Autos lassen sich über die „My Audi“-App planen, fernsteuern und überwachen. Ähnlich wie beim Mercedes EQC könnt ihr den E-Tron also auch aus der Ferne überwachen und Timer für Abfahrtszeiten und mehr anlegen.

Der Innenraum des Audi E-Tron

Einen ersten Blick auf das Interieur des E-Tron konnten wir schon vor wenigen Wochen erhaschen. Wie zu erwarten war, entspricht es einem Oberklasse-Fahrzeug. Das Cockpit ist noch stark auf den Fahrer fokussiert, sodass etwa die zwei Touch-Displays mit 10,1- und 8,6-Zoll-Diagonalen zu ihm geneigt sind. Die Bedienelemente auf den Displays sollen nahezu alle konventionellen Schalter und Regler ersetzen. Zahlreiche Einstellungen lassen sich per Sprachbedienung aktivieren – einen regelrechten Sprachassistenten, wie etwa BMW und Mercedes ihn anbieten, scheint Audi indes noch nicht integriert zu haben.

Der Innenraum des Audi E-Tron
Der Innenraum des Audi E-Tron. (Foto:Audi)

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Dafür hat Audi immerhin einen virtuellen Außenspiegel in den Fahrzeugtüren und ein 3D-Soundsystem an Bord. Es sind verschiedene Einstellungen per Touch-Display möglich, wie etwa das Verschieben des Bildausschnitts. Außerdem lässt sich das Bild ein- und auszoomen. Voreingestellt sind drei Ansichtsmodi für verschiedene Situationen: Autobahn, Abbiegen und Parken. Das Soundsystem stammt von Bang and Olufsen und besitzt insgesamt 16 Lautsprecher und einen Verstärker mit 705 Watt Leistung.

Hilfe während der (Langstrecken-)Fahrt und beim Einparken und anderen Situationen bietet das Fahrerassistenzsystem des E-Tron. So soll der adaptive Fahrassistent die „Längs- und Querführung im gesamten Geschwindigkeitsbereich komfortabel“ regeln, erklärt Audi. Er unterstützt beim Beschleunigen und Bremsen, beim Halten von Geschwindigkeit und Abstand als auch in Stausituationen. Darüber hinaus sind ein Kreuzungsassistent, ein Querverkehrassistent hinten sowie Spurwechsel- und Ausstiegswarnung für eine erhöhte Sicherheit an Bord.

Virtueller Seitenspiegel in der Fahrzeugtür des Audi E-Tron. (Bild: Audi AG)

Laut Audi werden ein „(Remote) Parkpilot“ und ein „Remote Garagenpilot“ zu einem späteren Zeitpunkt eingeführt. Mit ihnen steuert der E-Tron selbsttätig in eine Parklücke respektive in eine Garage – und wieder heraus.

Audi E-Tron: Ab Ende 2018 geht’s los

Der Audi E-Tron fährt im Ideallfall nicht nur CO2-neutral, sondern wird im Audi-Werk in Brüssel gefertigt. Ab Ende 2018 soll er in Europa erhältlich sein. Der Basispreis für den E-SUV für den deutschen Markt beträgt etwa 80.000 Euro. Reservieren lässt er sich schon.

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