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News

Ebay verkauft Afterbuy und Via Ebay an ehemaligen Afterbuy-CEO

Der ehemalige CEO Valentin Schütt übernimmt sein altes Unternehmen Via-Online wieder von Ebay. (Foto: Valentin Schütt)

Ebay verkauft Via-Online, den Betreiber der Tools Afterbuy und Via Ebay, an den ehemaligen Geschäftsführer. Ein exklusives t3n-Interview mit Valentin Schütt und alle Hintergrund-Details zum Deal.

Nach dem Verkauf von Ebay Enterprise und dem damit verbundenen Verkauf von Magento verkauft der Onlinemarktplatz Ebay jetzt überraschend die Via Online GmbH zurück an den ehemaligen CEO Valentin Schütt, wie der Branchendienst Wortfilter.de vermeldet. Damit trennt sich Ebay von der weit verbreiteten  Versandhandelssoftware Afterbuy und der Enterprise-Lösung Via Ebay.

Ebay verkauft Via-Online GmbH mit Afterbuy an Nexec

Ebay verkauft Via-Online und damit Afterbuy und Via Ebay. (Foto: eBay)

Der bisherige Inhaber Ebay verkauft für einen nicht näher genannten Preis an die Beteiligungsgesellschaft des langjährigen ehemaligen Via-Online-CEOs Valentin Schütt. Nexec gibt allerdings an, dass die Investitionen der Beteiligungsgesellschaft insgesamt einen zweistelligen Millionenbereich umfassen sollen. Der Kaufpreis kann sich also maximal in zweistelliger Millionenhöhe bewegen – oder darunter.

Afterbuy und Via Ebay werden wie gewohnt weitergeführt

Im Gespräch mit Mark Steier vom Branchendienst Wortfilter.de hat Schütt zugesichert, das komplette Team beizubehalten und massiv in die Via-Online zu investieren. Der Firmensitz bleibt unverändert in Krefeld.

Wie Steier schreibt, sehe Schütt ein starkes Wachstumspotential und habe betont, dass Ebay selbst massiv in Infrastruktur und Architektur der Software investiert hätte, um die Lösung extrem stabil und sicher zu machen.

Die Softwarelösungen Afterbuy und Via Ebay werden also weitergeführt und weiterhin ausgebaut.

Via-Online-Übernahme wird positiv betrachtet

Steier beurteilt die Übernahme in seinem Artikel sehr positiv: „Am Ende werden alle profitieren: Die Afterbuy-Kunden, die wohl viele Verbesserungen sehen werden, aber auch die Kunden der anderen Tools, denn Konkurrenz belebt das Geschäft. Am Ende profitiert also der gesamte E-Commerce.

Die Übernahme kann auch definitiv positiv betrachtet werden. Zum Einen übernimmt mit Valentin Schütt ein E-Commerce-erfahrener Manager das Ruder, der das Unternehmen bis ins letzte Detail einschätzen kann.

Zum Anderen zeigt sich bei Ebay rückblickend, dass in den letzten Jahren eingekaufte externe Software nie vollständig den Weg in die Ebay-Plattform gefunden hat. Keine der Lösungen konnte von Ebay, trotz teilweise massiver Investitionen, strategisch sinnvoll vorangetrieben werden. Eine Lösung wie Afterbuy wird unabhängig von Ebay zukunftsorientierter und freier agieren können.

Interview mit Valentin Schütt: Wie geht es weiter mit Via-Online

Im Gespräch mit t3n äußert sich Valentin Schütt zu seinen Plänen für die Softwarelösungen Afterbuy und Via Ebay.

t3n: Wie sehen deine Pläne für die Weiterentwicklung eurer Software-Lösungen konkret aus?

Schütt: Wir wollen die Entwicklungen auf dem Markt der Sellertools, auch hinsichtlich der eingesetzten Technologien, perspektivisch auf ein neues Level bringen. Durch Themen wie beispielsweise künstliche Intelligenz.

t3n: Das ist gerade ein sehr beliebtes Schlagwort und kann alles und nichts heißen. Was können wir uns konkret für Einsatzmöglichkeiten in euren Tools vorstellen?

Schütt: Ein gutes Beispiel für eine Einsatzmöglichkeit von künstlicher Intelligenz wäre die Beschleunigung von Händleraufgaben, die von menschlichen Entscheidungen abhängen.

Es gibt erste Tools wie Repricer, die einzelne Aufgaben automatisieren, aber noch keine integrierte Lösungen mit einem breiteren Funktionsumfang.

Welche Produkte verkaufe ich auf welchen Kanälen, zu welchem Preis, welches Werbebudget setze ich in welchem Kanal ein. Oder nehmen wir an, es häufen sich Kundenbeschwerden bei einem Produkt. Das überwachen Händler heute immer noch selbst manuell.

Das ist tiefste Steinzeit, als würde ich zwei Steine gegeneinander schlagen um einen Funken zu erzeugen, statt bequem in einem elektrischen Kamin ein Feuer auf Knopfdruck anzuzünden.

t3n: Wo siehst du denn konkrete Wachstumsperspektiven für Via-Online?

Schütt: Nun, neben dem vertikalen Wachstumspotential sehe ich auch sehr große Chancen in der Internationalisierung. Der grenzüberschreitende Handel gewinnt ja immer mehr an Bedeutung.  Die Händler aus Deutschland begleiten wir ja bereits sehr erfolgreich beim Verkaufen ins Ausland. Warum sollten wir mit unseren Lösungen nicht auch Händlern in anderen Märkten helfen?

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