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In nahezu Echtzeit nutzbar: Microsoft stellt neue KI-Plattform vor

Microsoft setzt mit seinem Brainwave-Projekt auf dem Intel Stratix 10 auf. (Foto: Volodymyr Kyrylyuk / Shutterstock)

Künstliche Intelligenz in der Cloud ist ein schwieriges Unterfangen, wenn die Latenz gering sein soll. Microsoft will das mit seinem neuen Projekt Brainwave meistern.

Systeme, die mit einer künstlichen Intelligenz arbeiten, brauchen Rechenleistung am besten sofort. Egal ob Roboter oder smartes Gadget, geht es um das Ausführen der nächsten Aktion, ist Schnelligkeit gefragt. Mit einem neuen Projekt mit dem Codenamen Brainwave will Microsoft Entwickler unterstützen und eine Cloud-Infrastruktur für KI mit nahezu keiner Latenz bereitstellen.

Möglich machen soll das der neue Field-Programmable-Gate-Array-Chip von Intel. Der Stratix 10 kommt auf eine Geschwindigkeit von 39,5 Teraflops. Die Architektur ist so konzipiert, dass ein neuronales Netzwerk mehreren FPGAs zugeordnet ist. Das soll die Latenzzeiten verringern.

Microsoft Brainwave: Auch Unterstützung für Googles Tensorflow an Bord

So soll Microsofts Board aussehen, das unter der Haube auf den Stratix 10 von Intel setzt. (Bild: Microsoft)

So soll Microsofts Board für Brainwave aussehen, das unter der Haube auf den Stratix 10 von Intel setzt. (Bild: Microsoft)

Das Projekt enthält außerdem die Microsoft-DNN-Processing-Unit, die im Gegensatz zur Konkurrenz mehrere Datentypen verarbeiten kann. Das soll die Performance aber nicht beeinflussen.

Auch der Software-Stack von Brainwave ist flexibel. Es werden mehrere Deep-Learning-Frameworks unterstützt. Neben dem Cognitive Toolkit von Microsoft soll auch Googles Tensorflow nutzbar sein. Weitere Unterstützungen sollen folgen, wie Microsoft auf seinem Blog schreibt.

Zur genauen Verfügbarkeit macht Microsoft noch keine genauen Angaben, Kunden sollen aber bald mehr Informationen erhalten. Brainwave soll wenig überraschend Einzug in Microsoft Azure erhalten.

via venturebeat.com

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Ein Kommentar
Informatiker

Hallo Johannes,

der Begriff Echtzeit in der Überschrift ist ungünstig. Echtzeit bedeutet, dass man vorher eine Zeitspanne definiert, in der das System reagieren soll. s. https://de.wikipedia.org/wiki/Echtzeit#Definition

Was du vermutlich meinst ist die „simultan zur Realität ablaufende Zeit“

Das bedeutet MS könnte sich einen Reaktionszeitraum von drei Monaten definieren, wenn das System innerhalb der Zeitspanne eine Aktion ausführt, so wäre das in Echtzeit ;)

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