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Edward Snowden lobt Fortschritte bei Verschlüsselungstechniken

Whistleblower Edward Snowden auf der Cebit in Hannover. (Foto: dpa)

Whistleblower Edward Snowden hat sich auf der Cebit per Videoschalte aus dem russischen Exil gemeldet. Er sieht Fortschritte beim Datenschutz – und spricht sich gegen eine Verteufelung der Cloud aus. 

Das Verhalten von Internetnutzern ist nach Ansicht des früheren US-Geheimdienstmitarbeiters und Whistleblowers Edward Snowden weiterhin extrem transparent. Jedoch gebe es Fortschritte bei den Verschlüsselungstechniken wie etwa die wachsende Verbreitung von HTTPS oder der Zwei-Faktor-Authentifizierung. „Der zunehmende Fortschritt bei der Verschlüsselung treibt die Internet-Gauner vor sich her“, sagte Snowden am Dienstag zu den Besuchern der Cebit in Hannover.

Snowden hatte sich vor rund vier Jahren mit umfassenden Material an Journalisten gewandt und in diesem Zuge die Affäre um massenhafte Datenspionage des US-Geheimdienstes NSA ins Rollen gebracht. Nach einer abenteuerlichen Flucht über China hält sich der 33-Jährige heute in Russland auf, wo er Asyl erhalten hat.

„Nur Technologie kann unsere Daten schützen“

Die Hoffnung auf eine Rückkehr in die USA hat Snowden indes noch nicht aufgegeben. „Natürlich, es ist mein Zuhause“, sagte er. „Ich kann aber nicht nach Hause, meine Regierung jagt mich.“ Auf die Frage, ob unter US-Präsident Donald Trump mit einer NSA-Reform zu rechnen sei, reagierte Snowden mit einem Lachen. „Donald Trump hat sich nie als Freund bürgerlicher Freiheiten verstanden“, sagte er.

Ohnehin ließe sich eine staatliche Massenüberwachung nur bedingt durch die Politik verhindern. „Die Sicherheit unserer Daten kann nicht von Gesetzen geschützt werden, sondern nur durch den Einsatz sicherer Technologien“, so Snowden weiter.

Edward Snowden äußert sich zur Cloud

Snowden warnte außerdem vor der Nutzung angesagter Sprachassistenten wie Amazons Alexa oder Apples Siri. Er sprach von einem „Datenschutz-Desaster“. Die damit übermittelten Daten ließen sich kaum absichern. Wem Daten wichtig seien, sollte diese nicht bei einem Cloud-Anbieter speichern. Verteufeln wollte er die Technologie aber nicht. Zwar seien wirklich hochsensible Daten auf lokalen Speichern immer besser aufgehoben, gegen die Ablage von Daten bei Cloudanbietern spreche grundsätzlich aber nichts – unter einer Bedingung: „Die Kosten für das Stehlen der Daten müssen höher sein als ihr Wert.“

Mit Material von dpa

Passend zum Thema: „Edward Snowden – Vernichtet eure Dropbox, vermeidet Facebook und Google“

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4 Kommentare
Michel
Michel

„Spässle gmacht“ Snowdon? wer ist das?…alles was er wirklich kann ist sich selbst zu vermarkten. Das überhaupt jemand auch nur etwas darauf gibt, was dieser Typ zu sagen hat.Mein Sohn weiß mehr als er und der ist 13.Liebe Leute mir fehlen die Worte.
Habt Ihr echt nichts besseres auf Lager…kommt schon

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Jan
Jan

Selten so einen unqualifizierten Kommentar gelesen. Lass das ja nicht deinen Sohn sehen.

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David
David

@ Michel
Du hast echt Null Ahnung ….

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Michel
Michel

ok ok…vielleicht bin ich jetzt jemandem auf die Füße getreten…
Aber:
„Edward Snowden lobt Fortschritte bei Verschlüsselungstechniken“ echt jetzt??!!
ein Lob von wem ?! ist dieser Mann das Maß aller Dinge???Das was er zu sagen hatte hatte er seinerzeit bereits gesagt.Seitdem vermarktet er sich selbst egal wo..zum Thema Datenschutz ist man bei Ihm schlecht beraten.also nochmal sorry..lg

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