Ratgeber

Was sind eigentlich relationale Datenbanken?

Seite 2 / 2

Relationale Datenbanken: Das Entity-Relationship-Modell

Dieses Modell ist ein Entwurfsverfahren, um schon beim Datenbankentwurf dafür zu sorgen, dass sich eine konsistente und redundanzfreie Datenbank ergibt – es wird zwischen drei verschiedenen Modell-Typen unterschieden:

  1. 1:1-Beziehung: Jede Entität ist höchstens einer anderen zugeordnet
  2. 1:n-Beziehung: Einer Entität stehen keine, eine oder mehrere Entitäten gegenüber
  3. m:n-Beziehung: Auf beiden Seiten stehen mehrere Entitäten in Beziehung zueinander

Das Prinzip der Normalisierung

Durch die ganze Anschrift in einem Datenfeld ist, ist eine Sortierung nach der PLZ nicht möglich.

Durch die ganze Anschrift in einem Datenfeld ist eine Sortierung nach der Postleitzahl nicht möglich. (Grafik: t3n)

Bevor Schlüssel vergeben werden, müssen Tabellen in die Normalform gebracht werden. Das bedeutet, um Konsistenz und Redundanzfreiheit zu erreichen, werden Datensätze auf mehrere Tabellen verteilt. Es wird zwischen fünf Normalformen unterschieden – relevant sind nur drei:

1. Normalform

Jedes Datenfeld enthält einen eigenen Eintrag.

Jedes Datenfeld enthält einen eigenen Eintrag. (Grafik: t3n)

Eine Tabelle befindet sich in der ersten Normalform, wenn jedes Datenfeld nur einen Eintrag enthält.

2. Normalform

A-Nr und P-Nr stellen keine funktionale Abhängigkeit her – erst durch die zweite Tabelle.

A-Nr und P-Nr stellen keine funktionale Abhängigkeit her – erst durch die zweite Tabelle. Aufgrund doppelter Namen ist die Tabelle noch nicht redundanzfrei. (Grafik: t3n)

Eine Tabelle befindet sich in der zweiten Normalform, wenn sie sich in der ersten Normalform befindet und alle Datenfelder von einem (zusammengesetzten) Schlüssel funktional abhängig sind.

Die Tabelle „Produkte“ besitzt einen Schlüssel (P-Nr), von dem das Attribut „Produkt“ funktional abhängig ist. Sprich: Zu jeder Produktnummer gibt es genau ein Produkt.

3. Normalform

Durch abhängige Schlüssel sind alle Datenfelder eindeutig identifizierbar – redundanzfrei und konsistent.

Durch abhängige Schlüssel sind alle Datenfelder eindeutig identifizierbar – redundanzfrei und konsistent. (Grafik: t3n)

Eine Tabelle befindet sich in der dritten Normalform, wenn sie sich in der zweiten Normalform befindet und alle Datenfelder, die keine Schlüssel sind, nicht funktional abhängig sind.

In der zweiten Normalform sind die Kundenangaben funktional abhängig – in der dritten Normalform ist das nicht erlaubt. Es könnte vorkommen, dass ein Kunde mit dem selben Nachnamen etwas bestellt, dann würde der eindeutige Schlüssel nicht mehr funktionieren. Daher wird eine weitere Tabelle mit einem neu definierten Schlüssel erstellt.

Viele Tabellen bringen aber auch einen Nachteil – es entsteht eine verschlechterte Lesbarkeit mit jeder neuen Tabelle. Für solche Fälle werden Datenbank-Management-Systeme benötigt, die sich um die Verwaltung und Orientierung kümmern.

Letztes Update des Artikels: 18. August 2017

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

6 Kommentare
Martin Schneider
Martin Schneider

Korrektur: „Tupel“, nicht „Tulpel“.

(Kommentar kann gerne wieder gelöscht werden)

Antworten
Jessy Kösterke

Ai! Danke für den Hinweis – wurde geändert.

Antworten
Daniel Schunk
Daniel Schunk

Hallo,
müsste die Orts-Tabelle in der 3. Normalform nicht auch eindeutige Werte enthalten? Die Tupel von Lahr und Seelbach sind dort dublett.

Antworten
Klotz
Klotz

… sind dort dublett xD

Antworten
Ursinho
Ursinho

Hi,

man darf sich durch den gleichen Text nicht beirren lassen (die Spalte ist weder ein PK-Feld noch „Unique“).
Formal sind zwei verschiedene Orte die zufällig gleich heißen könnten.
Genau so wie Taufkirchen oder Neunkirchen.

Das finde ich kann man guten Gewissens so lassen.

Grüße!

Antworten
Estevan Sobral Bauch
Estevan Sobral Bauch

Zu der ersten Normalform gehört auch die Atomisierung. Deswegen könnte es Sinn machen die Straße von der Hausnummer zu trennen.

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung