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Entwicklung & Design

Was ist eigentlich Stack Overflow?

(Quelle: stackoverflow.com)

Wer ab und zu Software-Probleme im Internet recherchiert, der stolpert früher oder später unausweichlich über die Seite „Stack Overflow“. Aber was ist das eigentlich für ein Portal? Und wieso findet man dort so viele Antworten?

Man kennt das – als ambitionierter Internet-User stößt man fast täglich auf Begriffe, die man schon tausendmal gelesen, bei denen man aber noch nie wirklich verstanden hat, was sich dahinter verbirgt. Oder man hat nur eine ungefähre Ahnung, worum es geht und möchte durch das eigene Halbwissen nicht unangenehm auffallen. Wir bringen Licht ins Dunkel und erklären die Begriffe und Plattformen auf leicht verständliche Weise. Beiträge aus der Vergangenheit: Social Intranet, SSL-Zertifikat, GitHub, Scrum, Tumblr, reddit.

Als mündiger Bürger der digitalen Netzgemeinde weiß man sich bei Computer-Problemen zu helfen: Es wird erstmal gegooglet. In den wenigsten Fällen ist man wirklich der erste Mensch mit einem spezifischen Problem. Wer dabei Schwierigkeiten im IT-Bereich lösen möchte, ganz besonders im Bezug auf Programmiersprachen, der kommt nicht an Stack Overflow vorbei und wird früher oder später via Google auf der Seite landen.

Eine Mischung aus Frageportal, Wikipedia und reddit

Stack Overflow wurde im Jahr 2008 vom Programmierer und Blogger Jeff Atwood gegründet, der auf der Suche nach einer Anlaufstelle für hochwertige Ratschläge von Programmierern für Programmierer war. Also gründete er das Portal als eine Art Mischung aus Frageportal, Wikipedia und reddit. Stack Overflow soll stets die besten und hochwertigsten Antworten für technische und komplexe Fragen bereithalten. Der Name wurde übrigens in einer demokratischen Abstimmung unter den Blog-Lesern von Atwood gewählt. Ein „Stack Overflow“ ist eine spezielle Art von Fehler in einem Programm.

Die Fragen-Übersicht von Stack Overflow: Hochwertiger und technisch anspruchsvoller Rat. (Screenshot: stackoverflow.com)
Die Fragen-Übersicht von Stack Overflow: Hochwertiger und technisch anspruchsvoller Rat. (Screenshot: stackoverflow.com)

Stack Overflow: Eines der ersten Fragen-Portale im Internet

Stack Overflow war eines der ersten, fachlich spezialisierten, Frage-Antwort-Portale im Internet. Inzwischen gibt es hunderte solcher Seiten, von denen einige heute leider als Contentfarmen missbraucht werden. Berühmte Beispiele solcher Portale im deutschsprachigen Raum sind zum Beispiel cosmiq.de oder gutefrage.net. Allerdings sind diese Seiten thematisch nicht fokussiert und die Qualität der Antworten variiert deswegen sehr stark.

Bei Stack Overflow dreht sich hauptsächlich alles um Programmierung. Zwar gibt es auch allgemeine Fragen zur Handhabung und Bedienung von iOS, Mac OS, Windows und Co., aber der Großteil der Inhalte bezieht sich auf Programmiersprachen. Die meisten Einträge gibt es in den Bereichen für Java, C#, Javascript und PHP.

Fragen sollen möglichst konkret und wenig meinungsabhängig sein

Um das Niveau bei Stack Overflow hochzuhalten gibt es einige klare Regeln und Maßnahmen: Fragen bei Stack Overflow müssen sehr konkret gestellt werden. Fragen bei deren Antwort es stark auf die Meinung des Nutzers ankommt sind nicht gern gesehen. Eine schlechte Frage bei Stack Overflow wäre zum Beispiel „Welches Smartphone-Betriebssystem ist das Beste?“. Besser wäre eine sehr spezifische und technische Frage wie „Wie kann ich einen asynchronen Dateiupload mit jQuery realisieren?“

Eine beliebte Frage auf Stack Overflow mit rund 160.000 Aufrufen. (Screenshot: stackoverflow.com)
Eine beliebte Frage auf Stack Overflow mit rund 160.000 Aufrufen. (Screenshot: stackoverflow.com)

Die Community von Stack Overflow organisiert sich selbstständig

Die Community organisiert sich größtenteils selbstständig. Abgesehen von demokratisch bestimmten Moderatoren können sich Nutzer bei Stack Overflow hocharbeiten. Wer die Fragen und Antworten von anderen Nutzern beantwortet. erhält dafür Reputationspunkte. Mit steigender Reputation können sich Nutzer neue Funktionen innerhalb von Stack Overflow freischalten. So kann man erst ab einer gewissen Reputation andere Antworten positiv oder negativ beurteilen, so wird Trollen und Spam-Nutzern das Handwerk gelegt, was die Qualität der Inhalte deutlich steigert. Wer besonders viel Reputation erntet erhält am Ende auch Moderationsrechte.

Der Fragesteller kann außerdem eine Antwort auf seine Frage als richtig markieren. Das heißt nicht zwangsläufig, dass nur diese Antwort korrekt ist, sondern lediglich dass diese spezifische Antwort dem Nutzer weitergeholfen hat. Die akzeptierte Antwort und die Antworten mit den meisten Bewertungen werden optisch außerdem deutlich prominenter dargestellt als der Rest, so dass Benutzer möglichst schnell zur richtigen Antwort finden.

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13 Reaktionen
Ernst Egal

Stack Overflow ist Konkurrenz von Experts Exchange, welches ausdrücklich als solches gegründet wurde, weil im Stack Overflow die Antwort-Kultur mehr als feindlich ist: Wehe dir, wenn du eine unklare Frage stellst, oder eine nicht-technische, oder sonst einen "Verstoß" begehst (eine Frage zu stellen, die bereits beantwortet wurde, ist z.B. so ein Verstoß).

Der Demokratie-Gedanke klingt gut, hat aber seine Probleme. Z.B. können Fragen und Antworten gnadenlos "downvoted" werden, ohne dass das irgendjemand gegencheckt. Und das kratzt dann am guten eigenen "Ruf", den man sich als Viel-Beantworter in solchen Foren hart erarbeitet.

Desweiteren haben die doch glatt Google dazu gebracht, Panda so zu entwickeln, dass sie Toptreffer sind!!!!!! Und das, obwohl viele Fragen unbeantwortet, technisch fragwürdig oder sogar nachweislich falsch sind. Attwood ist halt ein Gutkumpel mit einem der Google-Chefs!

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Dominik

Ich lasse jetzt mal die Finger davon, den Artikel rund um unsinnige Sprachkonstruktionen wie "hauptsächlich alles..." etc. zu zerpflücken - das wäre zum Einen zu einfach, zum Anderen investiere ich die Energie lieber gleich ins Anfeuern beim public viewing. Davon ab haben meine Vorredner hier sehr recht, ganz zu schweigen davon, dass Stack Exchange mittlerweile sogar eine eigene karriereplattform anbietet (und m.E. nach in Zukunft _die_ Karriereplattform sein wird - zumindest im young professionals-Bereich - da die Qualität der von einem Bewerber/einer Bewerberin gegebenen Antworten, aber auch die Qualität der eigenen Fragen ein viel besseres Bild eines Bewerbers geben, als komische Dokumente mit witzigen Zahlen drauf... aber nee, stackoverflow ist ja irgendwie nur gutefrage.net in... ja, was eigentlich? Komplett Anders? Das mal ganz sicher. Zum Rest schweige ich wie erwähnt lieber.

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Moritz Stückler

Hallo Dominik, siehe meine Antwort zur Frage von Armin: Es geht nicht darum, dass Produkt in vollem Umfang zu erklären, sondern Leuten die noch nie davon gehört haben einen ersten Eindruck zu verschaffen.

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Christian Kaps

@Nico Nein du verwechselst das nicht. Stackoverflow ist ein kleiner teil des Stack Exchange Netzwerkes. Mittlerweile gibt es ca. 125 Frage und Antwort Seiten. Eine Übersicht lässt sich hier finden: http://stackexchange.com/sites

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Armin

Super Artikel, der nach der Hälfte aufhört.

Für jeden Upvote oder korrekte Antwort bekommt man Punkte und mehr Rechte, die man hat um selbst Upvotes zu verteilen oder schlecht formulierte Fragen zu editieren.

Diese Punkte und Rechte machen es attraktiv selbst aktiv zu werden und Fragen auch zu beantworten.

Das ist es warum das Portal eine solch hohe Qualität hat und jeder Entwickler beim Recherchieren darüber stößt.

Zudem gehört Stack Overflow zu einem Netzwerk. Weitere Portale mit Spezialisierungen für z.B. Mathematiker oder System Administratoren gibt es dort ebenfalls.

Viel weiter als bis zum ersten Absatz auf Wikipedia wurde für diesen Artikel scheinbar nicht recherchiert :(

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Moritz Stückler

Hallo Armin, die Artikel in dieser Reihe "Was ist eigentlich" sollen die besprochenen Produkte und Platformen nicht vollumfänglich erklären, sondern eine knappe Definition darstellen. Der Artikel richtet sich an Leute, die oft über den Namen stoßen, aber keine Ahnung haben was sich dahinter versteckt. Dass diese Leute von ihrem Level sofort in den Mitmach-Modus wechseln ist eher unwahrscheinlich. Deswegen haben wir BEWUSST nur so viel geschrieben, und keinesfalls bei der Recherche aufgehört. Du bist vermutlich kein Teil der Zielgruppe für diesen Artikel. Aber danke für das Feedback!

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suriyaakudo

Gut erklärt. :-D

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Vomitorium

Ich sag mal ganz frech:
Wer die Seite im Jahr 2014 nicht kennt, sollte besser die Finger von Internet & Co lassen.

Zweitens: Wer die Seite nicht kennt, obwohl er das via Google ganz schnell rausfinden kann und bspw. den Wikipedia-Eintrag lesen könnte, sollte bitte auf alle Fälle ganz ganz dringend die Finger von Internet & Co lassen.

Jetzt könnt ihr mich flamen, freu mich drauf!

Grüße

Antworten
Moritz Stückler

Jeder, der also nicht jede Entwicklungen in den letzten Jahren mitbekommen hat, und deswegen Lücken in seinem Internet-Wissen hat, sollte also gleich die Finger vom Internet lassen, verstehe ich das richtig?

Antworten
Nico

Ich glaube das war die Intension dieses Kommentars von "Vomitorium".

Interessant ist übrigens auch Punkt Zwei: Wer diesen Artikel hier findet und nicht weiß was Stack Overflow ist, soll lieber googeln anstatt diesen Artikel zu lesen, sonst sollten die Finger ebenfalls weg von der Tastatur. Was?

Die "Digital natives" werden erwachsen und wechseln die Seite im Generationskonflikt nach dem Motto: "Früher war alles besser!"

Ich finde den Artikel indes sehr hilfreich, danke dafür.

irgendeinem Spinner

Ich kann mir nicht wirklich vorstellen, dass es Entwickler gibt, die Stackoverflow nicht kennen. Bei der Suche nach einer Problemlösung stößt man früher oder später fast zwangsweise auf die Seite.

Obwohl ich Stackoverflow schon lange kenne und auch schon lange einen Account dort habe, habe ich den Artikel gerne gelesen. Zumindest für Nicht-Entwickler ist er gut um mal den eigenen Horizont etwas zu erweitern.

Nico

Und Stack Overflow ist quasi ein "Unterforum" der Stack Exchange Plattform oder verwechsel ich das?

Antworten
Markus

Immer wieder gerne genutzt!
Danke an die Macher :)

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