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Linux-Unterstützung für Apples Dateisystem: Entwickler arbeitet an freiem APFS-Treiber

(Foto: Ondrej Prosicky / Shutterstock)

Ein Linux-Entwickler arbeitet an einem Open-Source-Treiber für Apples Dateisystem APFS. Somit können Linux-Nutzer zumindest lesend auf APFS-Dateisysteme zugreifen. 

Im Juni 2016 hat Apple sein Apple File System (APFS) vorgestellt. Der Nachfolger von HFS+ erhielt zuerst Einzug in iOS mit Version 10.3 und kam mit Version 10.13 dann auch auf macOS. Das Dateisystem ist vor allem für die Nutzung auf SSD optimiert, funktioniert aber auch mit klassischen Festplatten.

Der größte Vorteil von APFS kommt beim Kopieren von Daten zum Tragen. Speicher wird dabei nicht doppelt belegt, ändert sich eine Datei, werden nur die geänderten Blöcke auf das Laufwerk geschrieben. Auch die Verschlüsselung von Volumes, Dateien oder Metadaten ermöglicht APFS. Unter Linux war das Dateisystem bisher allerdings nur mit einem proprietären Treiber nutzbar, das ändert sich jetzt.

Kernel-Entwickler erhofft sich reges Testen seines Treibers

In einer Mail an die Kernel-Mailingliste kündigt Entwickler Ernesto A. Fernández jetzt die Arbeit an einem Open-Source-Treiber für den Linux-Kernel an, der schon getestet werden kann. Bisher kann mit dem Treiber nur lesend auf APFS-Dateisysteme zugegriffen werden. Auch die Verschlüsselung oder die Kompression werden noch nicht unterstützt, sonst sei der Funktionsumfang aber relativ vollwertig. Fernández erhofft sich jetzt reges Testen der Community, um den Treiber weiter verbessern zu können.

Der Code des Treibers liegt auf GitHub, im Documentation-Ordner finden sich Informationen sowohl für Kernel-Entwickler als auch für Nutzer.

Passend dazu: APFS – Das sind die Vorteile von Apples Next-Gen-Dateisystem

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