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„Eine der größten Blamagen“ – Peter Altmaier schämt sich für das deutsche Handynetz

Peter Altmaier. (Foto: dpa)

Wirtschaftsminister Altmaier hat in einem Interview das deutsche Handynetz kritisiert. Dessen schlechte Qualität sei „eine der größten Blamagen des Technologiestandorts Deutschland“.

Viele deutsche Handynutzer sind genervt von den Funklöchern im Handynetz in der Bundesrepublik, insbesondere wenn sie im Zug oder Auto unterwegs sind. Dem Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier ist das Problem mit abbrechenden Verbindungen offenbar so peinlich, dass er unterwegs nicht mehr mit ausländischen Ministerkollegen telefonieren will. Er habe sein Büro angewiesen, entsprechende Anrufe nicht mehr ins Auto durchzustellen, erklärte Altmaier beim Game-Changer-Award von Manager-Magazin und Bain & Company.

Handynetz laut Altmaier eine der größten Blamagen des Technologiestandorts Deutschland

Es sei eine der größten Blamagen des Technologiestandorts Deutschland, so Altmaier in dem Interview, dass 99 von 100 Handynutzern überzeugt seien, „dass 4G bei uns ständig nur zusammenbricht“. Altmaier sagte, dass die Bundesregierung bei 4G nachliefern müsse. Aber auch die Betreiber müssten in die Pflicht genommen werden, dass da, wo eine Abdeckung versprochen wurde, trotz höheren Datenverbrauchs auch weiterhin problemlos telefoniert werden könne.

Darüber hinaus werde die Regierung die aktuellen Schwierigkeiten beim Ausbau des 5G-Mobilfunks angehen. Zuletzt waren Mobilfunkbetreiber Sturm gegen Pläne der Bundesregierung gelaufen, eine flächendeckende Versorgung etwa auch in ländlichen Regionen zu fordern. In einem Brandbrief hatten die Manager von Deutscher Telekom, Vodafone und Telefónica Altmaier mit Klagen gedroht. Bis Ende November will die Bundesnetzagentur festlegen, unter welchen Auflagen im Frühjahr 2019 die 5G-Frequenzen versteigert werden.

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In dem Interview mit Redakteuren des Manager-Magazins erklärte Altmaier jetzt dazu, dass beim Ausbau eine Priorisierung notwendig sei. Er wolle sich aber aktuell nicht festlegen, wie diese aussehen solle. „Die einen warten ja nur, dass ich irgendetwas sage, was ländliche Regionen benachteiligt, und die anderen warten nun darauf, dass ich irgendeinen dummen, dummen Vorschlag mache, der dazu führt, dass 5G dort, wo es als erstes gebraucht wird, nicht vorhanden ist“, so Altmaier. Bei der Ausschreibung von 5G werde man jedenfalls noch einmal mit Telefonica, Vodafone und der Telekom reden, um eventuell über staatliche Anreize zu diskutieren, etwa „negative Auktionen“. Dazu müsse aber der Finanzminister ins Boot geholt werden.

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