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Eine Studie beweist: Dieser Mythos über den Lebenslauf ist falsch

Ein aussagekräftiger Lebenslauf entscheidet, ob ein Bewerber zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird. (Foto: Shutterstock-Flamingo Images)

Dass ein Lebenslauf keine zwei Seiten haben sollte, ist ein gängiger Tipp in vielen Ratgebern. Eine Studie beweist, dass dieser Ratschlag unsinnig ist.

Dieser Mythos begleitet uns schon ein ganzes Berufsleben: Der Lebenslauf darf nie länger als eine Seite sein! Nicht nur viele Experten vertreten diese Meinung, sie findet sich auch in unzähligen Bewerbungsratgebern. Dass dieser Ratschlag jedoch seine Schwächen hat, belegt eine neue Studie. Im Rahmen eines Experiments legte die Karriereberatung Resume Go über 400 Führungskräften und Personalern rund 20.000 Lebensläufe vor – darunter ein- sowie zweiseitige Curriculum Vitae (kurz: CV).

Studie: Bewerber mit zweiseitigem Lebenslauf bekamen öfter Zusagen

Ein aussagekräftiger Lebenslauf ist die Eintrittskarte zum Vorstellungsgespräch. (Foto: Shutterstock-Flamingo Images)

Die Personalverantwortlichen sollten die eigens für das künstliche Bewerbungsverfahren erstellten Kandidaten und ihre Lebensläufe beurteilen und eine Wahl treffen, welcher Jobsuchende am besten für ihr Unternehmen geeignet sei. Das Ergebnis: Die Entscheider gaben vor allem den Bewerbern eine Chance, die einen zweiseitigen Lebenslauf eingereicht hatten. Dabei spielte es nicht einmal eine Rolle, ob es sich um Berufseinsteiger oder erfahrene Arbeitnehmer mittlerer Positionen oder des Management handelte.

Von den 7.712 erfolgreichen Bewerbern hatten 5.375 Kandidaten einen zweiseitigen und lediglich 2.337 einen einseitigen Lebenslauf eingereicht. Während Berufsanfänger mit einem zweiseitigen Lebenslauf rund 1,4 Mal häufiger Erfolg hatten, stiegen die Chancen der Bewerber für eine mittlere Position bereits auf rund 2,6 Mal an. Bei Management-Positionen erhöhten sich die Chancen auf eine Jobzusage sogar um das 2,9-fache, wenn die Bewerber einen zweiseitigen Lebenslauf einreichten.

„Viele Experten raten dazu, niemals einen zweiseitigen Lebenslauf zu verschicken.“

„Während die Mehrheit der Karriereexperten glaubt, dass ein zweiseitiger Lebenslauf niemals verwendet werden sollte – es sei denn, ein Arbeitssuchender verfügt über langjährige Vollzeiterfahrung in mehreren Unternehmen – widersprechen unsere Ergebnisse dieser Konvention“, erklärt Peter Yang, Vorsitzender von Resume Go. Die Ursache könnte übrigens darin liegen, dass sich die Entscheider ausführlicher mit dem langen CV beschäftigen – nämlich durchschnittlich 4:05 Minuten statt 2:24 Minuten.

Richtig ist hingegen die Annahme, dass ein Lebenslauf aussagekräftig sein muss und ein Personalverantwortlicher darin einen roten Faden erkennen sollte, um sich im CV zurechtzufinden. Ob das Dokument jedoch ein oder zwei Seiten hat, spielt dabei eher eine untergeordnete Rolle. Bewerber sollten insofern darauf achten, keine unwichtigen Informationen darin zu kommunizieren. Ein Fehler wäre jedoch, relevante Daten zu streichen, um den Lebenslauf künstlich kurz zu halten.

Lücke im Lebenslauf? Das sind die besten Antworten
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Übrigens, viele Informationen in unserem Lebenslauf geben wir nur aus Gewohnheit an oder „weil man das halt so macht“. Das ist nicht immer gut: Wir sagen euch, welche Angaben ihr besser weglasst. Lest auch: Lebenslauf ausmisten – diese Infos können raus!

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