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Eine Studie zeigt „Problematische Folgen“ von selbstfahrenden Autos

Fahren ohne Lenkrad und Gaspedal. (Foto: General Motors)

Selbstfahrende Autos haben viele Vorteile, es sind aber auch eine ganze Reihe „problematischer Folgen“ zu erwarten, wie Forscher in einer Studie herausgearbeitet haben.

Schon in zehn bis 20 Jahren könnten mehr selbstfahrende als von Menschen gelenkte Autos auf unseren Straßen unterwegs sein. Die Auswirkungen dieser Revolution werden aber noch unterschätzt, warnen Forscher der TU Wien, der Boku Wien und der University of Leeds in einer Studie. Zwar eröffneten selbstfahrende Autos Chancen, aber das Mobilitätsverhalten werde komplett verändert – „mit teilweise problematischen Folgen“, wie es in einer Mitteilung der TU Wien heißt.

Selbstfahrende Autos: Sogar Kinder können sich zur Schule chauffieren lassen

So dürfte die Anzahl der mit dem Auto zurückgelegten Kilometer pro Person steigen, prognostizieren die Forscher. Dieser Vorwurf wird auch beim Thema Carsharing regelmäßig laut. Hier wie da könnte der öffentliche Personennahverkehr unter Druck geraten, denn die Zugänglichkeit zum Autofahren steigt. Bei selbstfahrenden Autos ist die Besonderheit, dass sich sogar Kinder dann mit dem Auto zur Schule fahren lassen könnten.

Ein weiteres Problem: Im selbstfahrenden Auto könnten die nicht mehr aktiven Fahrer die Zeit für die Arbeit oder Freizeitaktivitäten nutzen und sich daher auf längeres Pendeln zum Arbeitsplatz einlassen. Damit würde auf Dauer die problematische Zersiedelung des ländlichen Raums weiter verstärkt, heißt es von den Wissenschaftlern. Auch der Umgang mit Parkplätzen müsse neu überdacht werden.

Elektro-Bulli I.D. Buzz soll auf autonomes Fahren vorbereitet sein
VW I.D. Buzz. (Bild:Volkswagen)

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Insgesamt könnte die Zahl der pro Person zurückgelegten Kilometer dank selbstfahrender Autos laut den Modellen der Forscher um 30 bis 40 Prozent steigen. „Die Nutzung öffentlicher Verkehrsmittel sowie die zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurückgelegten Strecken gehen hingegen um fünf bis 20 Prozent zurück“, warnt Günter Emberger von der TU Wien. Eine einfache Lösung für diese und weitere Herausforderungen gebe es nicht. Allerdings müsse man sich schon heute darüber Gedanken machen und politisch darauf reagieren, so Emberger.

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3 Reaktionen
Markus

Die 20-30% mehr Mobilität werden es sicher werden. Es ist ja schon jetzt so, das durch alle Formen der E-Mobilität deutlich mehr gefahren wird als bisher.

Beispiel: Man fährt jetzt noch öfter in die Berge um mit dem E-Bike den Berg zu erklimmen. Alles stecken die vorher nicht gefahren wurden. Zudem sinkt die Hemmung wieder wie früher, weil Elektro komplett gut für die Umwelt ist.

Das Anliegen ist positiv, wird aber neue und sicher größere Probleme erzeugen, weil die einzige Lösung weniger Mobilität sein müsste.

Zudem könnte es gut sein, das der ÖPNV ein Flottenagent wird, also viele Fahrzeuge zu einem Mobilitätsangebot verbindet.

Antworten
FranX

Das sich auch Kinder in ein selbstfahrendes Auto hinters Lenkrad setzen können ist ja Quatsch. Das Eingreifen und selbst fahren wird gerade am Anfang noch sehr wichtig sein. Dazu benötigt man immer noch einen Führerschein.
Das der individual Verkehr steigt und der unaktraktive öffentliche Verkehr dann sinkt ist vorauszusehen. Da muss dann der ÖPNV attraktiver werden (z.B. Kostenlos oder mehr Service (Internet, online Tickets usw.))

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Titus von Unhold

Dass man eingreifen können muss und deshalb einen Führerschein benötigt ist alleine schon deshalb unwahrscheinlich, weil die Fahrzeuge diese Möglichkeit gar nicht mehr bieten werden. Zudem ist es sicherer für alle wenn Maschinen fahren statt Menschen. Das private fahren wird sehr schnell verboten werden.

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