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Von einflussreich bis furzig: Die Google-Updates seit 2000

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Google-Updates aus dem Jahr 2011

Mit dem Panda-Update, das ab Februar 2011 ausgerollt wurde, startete Google eine großflächige Qualitätsoffensive. Das Update zielte vor allem auf Content-Farmen und Seiten mit dünnem Content, einem hohen Werbeanteil und anderen Qualitätsproblemen ab. Betroffen waren etwa zwölf Prozent der englischsprachigen Suchanfragen. Im Verlauf des Jahres wurde das Update global ausgerollt und neunmal angepasst.

Im Juni 2011 geben Google, Yahoo und Microsoft an, mit schema.org einen gemeinsamen Standard für strukturierte Daten zu nutzen. Die sollen Crawlern dabei helfen, die Inhalte einer Seite noch besser zu verstehen, und ermöglichen das Anzeigen von Rich Snippets.

Mit den Expanded Sitelinks ändert Google im August 2011 wieder einmal das Aussehen der Suchergebnisse. Das Update betrifft zunächst vor allem Suchanfragen zu Marken. Es wird nun nicht mehr nur eine URL in den Suchergebnissen angezeigt, sondern darunter auch weitere wichtige Unterseiten der Domain.

Google Expanded Sitelinks

Die Expanded Sitelinks wurden im August 2011 ausgerollt. (Bild: Google)

Das Freshness-Update im November 2011 sorgte dafür, dass abhängig von der jeweiligen Suchanfrage aktuellere und neuere Ergebnisse bevorzugt werden. Betroffen waren laut Google etwas sechs bis zehn Prozent der Suchanfragen. Im gleichen Monat gab Google ein Update-Set bekannt, das mehrere kleinere Änderungen umfasste. Unter anderem werden für wenig verbreitete Sprachen Suchergebnisse aus dem Englischen übersetzt.

Google-Updates aus dem Jahr 2012

Das Page-Layout-Update im Januar 2012 nimmt das Verhältnis von Inhalt und Werbeanzeigen im direkt sichtbaren Bereich einer Seite (above the fold) ins Visier. Müssen User zu lange scrollen, um zu den wichtigen Inhalten einer Seite zu gelangen, wirkt sich das negativ auf das Ranking aus.

Im Februar 2012 integrierte Google mit dem Venice-Update erstmals Inhalte aus Google Places in die Suchergebnisse und wertete so die lokale Suche weiter auf. Ein ganzes Bündel von 50 kleineren Updates schob Google im März 2012 an. Dabei wurden unter anderen die Analyse von Linktexten und die Identifizierung von hochwertigem Content verbessert.

Mit dem Penguin-Update präsentierte Google im April 2012 die nächste tierische Algorithmus-Änderung. Das Unternehmen ging damit hart gegen Webspam vor. Betroffen waren vor allem Seiten, deren SEO-Techniken den Webmaster-Guidelines widersprechen. Etliche kleinere Anpassungen erfolgten im Laufe des Jahres.

Im Mai 2012 stellte Google den Knowledge-Graph vor. Damit wurden weiterführende Informationen und ergänzende Objekte zu einer Suchanfrage in die Suchergebnisse integriert. Im Dezember 2012 wurde der Knowledge-Graph auf nicht-englischsprachige Suchergebnisse ausgeweitet.

Knowledge Graph

Der Knowledge-Graph im Mai 2012. (Bild: Google)

Seiten, die gegen das Urheberrecht verstoßen, wurden im August 2012 durch das Pirate-Update abgestraft. Etwa zur gleichen Zeit bestätigte Google ein Set von 86 kleineren Updates, die vor allem vertrauenswürdigen Seiten einen Ranking-Vorteil verschafften. Im August wurde außerdem die Anzahl der auf der ersten Seite angezeigten organischen Suchergebnisse von zehn auf sieben verringert.

Das EMD-Update (Exact-Match-Domain) im Oktober 2012 verringerte deutlich die Bedeutung von Exact-Match-Domains, also Domains, die genau das Keyword beziehungsweise die Keyword-Kombination in der URL enthalten. Im Oktober erfolgte zudem ein zweites Page-Layout-Update, das eine verbesserte Version den ersten Updates darstellte.

Google-Updates aus dem Jahr 2013

Auch in diesem Jahr erhielten das Panda- und das Penguin-Update mehrere Aktualisierungen, die eine noch bessere Abstrafung von Webspam ermöglichten. Im Mai 2013 meldeten zahlreiche Seitenbetreiber zudem teils starke Sichtbarkeitsverluste. Da von Google kein Update bestätigt wurde und die Änderungen viele ganz unterschiedliche Seiten betrafen, spricht man vom Phantom-Update.

Im Juni 2013 führte Google mit dem Payday-Loan-Update eine Algorithmus-Änderung ein, die vor allem besonders spam-belastete Nischenseiten abstrafte, um die Suchergebnisse für spam-anfällige Suchen wie beispielsweise „Kredit“ zu verbessern.

Eine weitere Verbesserung der semantischen Suche führte Google mit dem Hummingbird-Update im August 2013 ein. Der neue Algorithmus soll Suchanfragen noch besser interpretieren können, um nicht nur einzelne Suchbegriffe, sondern die mögliche Suchintention des Users bedienen zu können.

Google-Updates aus dem Jahr 2014

Die erste Jahreshälfte 2014 stand ganz im Zeichen der Weiterentwicklung von Panda, Penguin und Payday-Loan, um Seiten mit hochwertigen Inhalten noch besser in den Suchergebnissen zu berücksichtigen.

Im Juli 2014 zog mit dem Pigeon-Update ein weiteres Tier in den Google-Zoo ein. Das Update verknüpfte den Kernalgorithmus enger mit dem lokalen Suchalgorithmus, um so für Suchanfragen mit örtlichem Bezug noch relevantere Ergebnisse liefern zu können. Ende des Jahres wird Pigeon auch in Großbritannien, Kanada und Australien ausgerollt.

Mit einem Sicherheits-Update im August 2014 macht Google die sichere Verschlüsselung von Websites zum Ranking-Signal. HTTPS-Seiten werden künftig bevorzug. Vier Jahre später geht Google schließlich dazu über, im Chrome-Browser HTTP-Seiten als unsicher zu markieren.

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