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Profi-Anleger fürchten eine neue Dotcom-Blase aufgrund zu vieler Einhorn-Startups

(Foto: Shutterstock)

Gibt es zu viele Einhörner unter den Tech-Startups? Investoren fürchten jedenfalls, dass viele der jungen Firmen überbewertet sind – und dem Markt eine neue Dotcom-Blase bevorsteht.

Knapp 300 Startups mit einer Bewertung von einer Milliarde US-Dollar und mehr – sogenannte Einhörner – zählt eine Liste der Marktbeobachter von CB-Insights. Gut eine Handvoll deutscher Startups sind auch in den Unicorn-Status aufgestiegen, darunter Auto1 und About You. Mittlerweile fürchten Investoren aber, dass viele der jungen Firmen überbewertet seien und eine neue Dotcom-Blase drohe, wie das Handelsblatt berichtet.

Startup-Investoren warnen vor neuer Dotcom-Blase

Ergebnissen der aktuellen Winterausgabe des Global Private Equity Barometers 2018/19 der Firma Coller Capital zufolge fühlen sich drei Viertel der Investoren sich angesichts der großen Zahl an Einhörnern an die Dotcom-Ära erinnert. Ende der 1990er Jahre steckten Investoren sehr viel Geld in Startups und Tech-Aktien – im Jahr 2000 platzte die sogenannte Dotcom-Blase. Jetzt befürchten die Profi-Anleger, dass dem Markt eine neue Dotcom-Blase bevorsteht oder er sich sogar schon inmitten einer solchen befindet.

Immerhin 27 Prozent der befragten Private-Equity-Investoren gehen aber davon aus, dass die Geschäftsmodelle der heutigen Einhorn-Startups deutlich belastbarer seien als jene der jungen Unternehmen in der Dotcom-Ära. Dass derzeit wieder so viel Geld fließt, liegt an der aktuellen Niedrigzinsphase. Die Renditenot halte an, zitiert das Handelsblatt Michael Schad, Partner bei Coller Capital.

Interessant ist auch, in welche Bereiche die Kapitalgeber in den kommenden drei Jahren ihr Geld investieren wollen. Dem Global Private Equity Barometer zufolge stehen Internet- und Softwarefirmen ganz oben auf dem Wunschzettel der Investoren. Ebenfalls stark nachgefragt ist demnach die Healthcare- und Fintech-Branche. Am Ende der Skala finden sich Startups, die sich dem Thema saubere Energien verschrieben haben.

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