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Einladung ins Weiße Haus: USA planen 5G-Gipfel ohne Huawei

Trump lädt zum 5G-Gipfel. (Foto: dpa)

Im April soll es ein Treffen mit den Mobilfunkausrüstern Ericsson, Nokia und Samsung im Weißen Haus geben. Die US-Regierung sucht nach Wegen, Huawei von den internationalen 5G-Netzen fernzuhalten.

Wie der US-Fernsehsender CNBC berichtet, soll es Anfang April 2020 zu einem Treffen zwischen Mobilfunkausrüstern, US-amerikanischen Telekommunikations- und Technologiekonzernen und der US-Regierung kommen. Gesetzt soll die Teilnahme von Nokia, Ericsson und Samsung sein. Das verwundert nicht weiter. Immerhin sind sie die einzigen Wettbewerber Huaweis im politisch heiß umkämpften 5G-Markt.

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Hinter den Kulissen: Regierung spricht mit Konzernlenkern

Eine offizielle Bestätigung gibt es bislang weder für den Gipfel als solches, noch für den Termin. Allerdings soll der oberste Wirtschaftsberater der Trump-Regierung, Larry Kudlow, gegenüber CNBC ein entsprechendes Treffen angekündigt haben.

Den Anstoß für den Gipfel könnte ein Gespräch des US-Präsidenten Donald Trump mit dem Microsoft-Chefjustiziar Brad Smith gegeben haben. Letzterer hatte unter anderem gefordert, das Verfahren gegen Huawei nicht weiterhin so „unamerikanisch“ zu führen. Boykottmaßnahmen sollten nicht außerhalb der Rechtsstaatlichkeit stattfinden und stets nur auf einer soliden Basis an Beweisen erfolgen.

US-Regierung will Expertise amerikanischer Konzernlenker nutzen

Über etliche Gespräche mit amerikanischen Firmenvertretern soll die US-Regierung letztlich erkannt haben, dass 5G nicht nur ein Hardware-Problem darstellt, sondern auch auf der Software-Seite neue Chancen und Risken bietet.

CNBC zitiert einen Regierungsvertreter, der sich sehr positiv über die Gespräche mit den amerikanischen Firmenchefs äußert: „Sie sind klüger als wir. Und sie sind Patrioten. Sie wollen den USA helfen, bei 5G führend zu sein. Software und die Cloud werden die Infrastruktur revolutionieren.“

Gipfel soll Regierung Munition im Krieg mit Huawei liefern

Von dem Gipfel verspricht sich die US-Regierung offenbar Informationen aus der Tech-Industrie, die dabei helfen können, verbündeten Ländern Huawei als Netzausrüster auszureden. Die Angst vor Huawei geht in den Vereinigten Staaten so weit, dass zuletzt sogar der Vorschlag aufkommen konnte, Nokia in staatliches Eigentum zu übernehmen. Derweil stufte die Telekom Nokia als für 5G ungeeignetesten Anbieter ein.

Vorwürfe gegen Huawei überzeugen Verbündete kaum

Die US-Vorwürfe gegen Huawei konnten bislang bei den europäischen Verbündeten kaum verfangen. Auch eine zunächst als Smoking Gun eingeschätzte Beweislage erwies sich im Nachhinein als eher schwach. Die inzwischen vorgelegte EU-Sicherheitsempfehlung bleibt vage und empfiehlt kaum mehr, als eine gewisse Vorsicht walten zu lassen.

Passend dazu: 5G-Technik: Huawei sieht sich vor der Konkurrenz

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