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Einzelhandel gerät verstärkt ins Visier von Hackern, sagt dieser Cyber-Crime-Report

Hacker wollen den Schaden optimieren und suchen sich lukrative Targets, sagt Crowdstrike. (Bild: Dmitry Tishchenko / Shutterstock)

Der amerikanische Dienstleister Crowdstrike hat seinen Bericht zur Lage der Cyber-Sicherheit im ersten Halbjahr 2019 herausgegeben. Der zeigt, dass die Cyber-Kriminalität massiv steigt.

Crowdstrike verzeichnet demnach eine massive Steigerung gezielter, finanziell motivierter Angriffe. Der Anstieg sei so massiv, dass diese Art der Angriffe, anders als in den Vorperioden, inzwischen die absolute Mehrheit aller dokumentierten Attacken darstelle. Insgesamt erfolgten die häufigsten Angriffe laut Crowdstrike sowohl 2018 als auch 2019 auf Unternehmen der Branchen Technologie, Telekommunikation und Finanzdienstleistung.

Cyber-Crime: Nationalstaatliche Angriffe gekoppelt mit finanziellen Interessen

Im Kontext finanziell motivierter Attacken scheinen sich nationalstaatlich motivierte Angriffe nicht abzuschwächen, sondern würden eher um die finanzielle Komponente erweitert. Laut Crowdstrike sollen sich kriminell motivierte Hacker und Gruppen nun auf lohnende Ziele konzentrieren, statt weit gestreute, aber leicht verpuffende Angriffe zu fahren.

Dabei soll das größte Angreiferpotenzial weiter in China liegen. Ähnlich wie in den letzten Jahren sollen staatlich organisierte Angreifer aus China die aktivsten gewesen sein. Dabei konnte Crowdstrike beaobachten, dass fast alle Branchen ins Visier genommen wurden, besonders aber Chemie, Gaming, Gesundheit, Industrie, Technologie und Telekommunikation.

Der Einzelhandel rückt in den Angriffsfokus der Cyberkriminellen

Auch der Einzelhandel rückt nach Crowdstrike-Erkenntnissen verstärkt ins Visier von Cyberkriminellen. Hier seien E-Crime-Kampagnen, ganz besonders mit erpresserischer Ransomware, überall auf dem Vormarsch. Anders als in den vergangenen Jahren soll sich der Einzelhandel in 2019 zu einem lukrativen Angriffsobjekt entwickelt haben.

Cyber-Crime: Crowdstrike überwacht aktiv bekannte Gefährder

Das Overwatch-Team des kalifornischen Sicherheitsdienstleisters Crowdstrike besteht aus interdisziplinären Spezialisten und überwacht mehr als 120 staatsnahe und kriminelle Hackergruppen, die bekannt für Angriffe auf die Netzwerke von Crowdstrike-Kunden geworden sind.

Auf den Endgeräten der Nutzer werden dabei mit Hilfe einer cloud-basierten und KI-gestützten Plattform mehr als zwei Billionen sicherheitsrelevanter Vorfälle pro Woche erfasst, untersucht und gestoppt. Anhand dieser Datenmengen lassen sich mit Algorithmen Bedrohungsmuster und Angriffstrends erkennen, die Crowdstrike regelmäßig in Berichtsform zusammenfasst.

Das ist Crowdstrike

Crowdstrike ist ein Cybersicherheitsunternehmen, das 2011 gegründet wurde und seinen Sitz im kalifornischen Sunnyvale hat. Im Juni diesen Jahres ging das Unternehmen bei einer Bewertung von 14 Milliarden US-Dollar an die Börse.

Crowdstrike spielte eine zentrale Rolle bei den Ermittlungen, wer 2016 die Systeme des Demokratischen Wahlkampfkomitees gehackt hatte. Das löste Diskussionen um mögliche Wahlkampfbeeinflussungen zugunsten des damaligen Präsidentschaftskandidaten Donald Trump aus. Der Mitgründer und Technikchef von Crowdstrike, Dmitri Alperovitch, hatte den Hackerangriff auf die Demokraten nämlich recht eindeutig dem Staat Russland zugeschrieben.

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