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Elektroautos: Neue Studie soll zeigen, dass ein fetter Tesla sauberer als ein kleiner Ford ist

(Foto: Citroen)

Eine neue Studie soll zeigen, dass Elektroautos umweltfreundlicher sind als zuletzt behauptet. Ist ein fetter Tesla wirklich sauberer als ein kleiner Ford Fiesta?

Elektroautos: Sauberer als Benziner oder doch nicht?

Eine schwedische Studie zur Umweltbelastung bei der Produktion von Akkus für Elektroautos hat in den vergangenen Monaten für viele Diskussionen gesorgt. Bei der Herstellung der 100-Kilowattstunden-Akkus im Tesla Model S sollen 17,5 Tonnen CO2 entstehen. Ein Benziner könne acht Jahre lang fahren, um dieselbe Umweltbelastung zu erreichen, so die Studienautorinnen. Diesen Ergebnissen tritt jetzt manager-magazin.de mit einer vom MIT erstellten eigenen Studie entgegen.

E-Auto-Ladesäule: Reichweitenstarke Elektroautos haben einen großen CO2-Rucksack. (Foto: DavidSch/Shutterstock)

Demnach soll ein zwei Tonnen schweres Tesla Model X P100D sauberer fahren als ein vergleichsweise verbrauchsarmer Ford Fiesta (Ausführung SFE Ecoboost). Die Rechnung geht so: Bei der Herstellung startet der Tesla mit 13 Tonnen, der Fiesta mit einer Belastung von fünf Tonnen CO2. Nach einer Laufzeit von 175.000 Kilometern hat der Tesla den Rückstand mehr als wettgemacht – mit einem Kohlendioxid-Ausstoß von 35 versus 39 Tonnen (Fiesta). Bei Kilometer 270.000 hat der Tesla sogar 14 Tonnen weniger CO2-Verbrauch. Die MIT-Wissenschaftler haben für ihre Berechnung den deutschen Strommix und beim Benziner auch die Produktion des Kraftstoffes veranschlagt.

„Überraschend“, findet manager-magazin.de. Das Problem: Laut Kraftfahrtbundesamt hat jeder Pkw in Deutschland im Jahr 2016 durchschnittlich 14.015 Kilometer zurückgelegt. Ein fetter Tesla müsste also im Schnitt rund 12,5 Jahre gefahren werden, damit der CO2-Verbrauch unter die Marke eines kleinen verbrauchsarmen Benziners rutscht, wie Mobilegeeks.de betont.

Diese Elektroautos gibt es schon in Deutschland – oder sie erscheinen bald
Audi Q6 e-tron. (Foto: Audi)

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Anders dürfte die Rechnung ausfallen, wenn ein leichteres Elektroauto mit kleinerem Akku und geringerer Reichweite verglichen worden wäre. Zu einem ähnlichen Schluss, nämlich, dass ein kleines Elektroauto oder ein Hybridfahrzeug besser für die Umwelt sind als ein Elektro-SUV wie der Tesla, kamen auch schon die schwedischen Wissenschaftlerinnen.

Elektroautos: Noch viel Einsparpotenzial bei CO2-Belastung

Eine Senkung der CO2-Belastung von Tesla – und anderen Elektroautos – könnte wiederum durch die Herstellung der Akkus mit Ökostrom erfolgen. Tesla behauptet, die Gigafactory ausschließlich mit Ökostrom zu betreiben, hat aber eine entsprechende Anfrage von manager-magazin.de unbeantwortet gelassen. Darüber hinaus könnten die Ladestellen für die Elektroautos ausschließlich mit Strom aus Wind- und Sonnenkraft betrieben werden. Das Einsparpotenzial ist jedenfalls noch groß.

Interessant in diesem Zusammenhang: Elektroautos – Erst in 13 Jahren billiger als Benziner

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