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Elektroautos: Verkehrsminister Scheuer will eine Milliarde Euro zusätzlich für private Ladestationen

(Foto: Frank Gaertner / Shutterstock.com)

Um den Ausbau privater Ladestationen für E-Autos voranzutreiben, fordert Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) eine Milliarde Euro zusätzlich für den Haushalt 2020. 

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) will den Anteil von Elektroautos durch ein Förderprogramm für private Ladestationen erhöhen – und fordert dazu für den Haushalt 2020 eine Milliarde Euro zusätzlich.

Scheuer will sofort eine Milliarde Euro für private Ladestationen

„Wir wollen für die Bürger Ladepunkte und deren Einbau in der eigenen Garage zur Hälfte fördern. Dafür brauchen wir sofort eine Milliarde Euro. Das muss sich im Bundeshaushalt abbilden“, sagte er der Bild am Sonntag.

Laut Ministerium laden die Besitzer ihr E-Auto zwischen 75 und 85 Prozent zu Hause oder am Arbeitsplatz. Deshalb soll der Staat beim Ausbau privater und gewerblicher Ladestationen bis zu 50 Prozent der Kosten übernehmen. Eine normale Ladestation mit Einbau und Netzanschluss soll mit bis zu 3.000 Euro gefördert werden. Für eine Schnell-Ladestation gibt es einen Zuschuss von bis zu 30.000 Euro. Das neue Förderprogramm soll bis Juli in Kraft treten.

Diese Elektroautos gibt es schon – oder erscheinen bald
Klein und flink ist der Cityhopper E-Up. Mit seinem Preis von über 25.000 Euro ist das Modell aber um einiges teurer als der Einstiegspreis des normalen Up. Mit einem 82-PS-Motor ist der Wagen jedoch auch stärker ausgerüstet – aber für einen Kleinstwagen bleibt der Preis äußerst happig. (Foto: VW)

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Fehlende Ladesäulen-Infrastruktur großes Hemmnis für Durchbruch von E-Autos

Bisher ist ein großes Hemmnis für einen Durchbruch von E-Autos, dass es keine flächendeckende Infrastruktur an Ladesäulen gibt. Massiv mehr E-Autos sind wichtig, damit Deutschland seine Klimaziele im Verkehr 2030 erreichen kann. Scheuer hatte am Freitag als erste Maßnahme zum Klimaschutz ein Gesetzespaket für die Ladeinfrastruktur angekündigt.

Laut Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft gab es Ende 2018 insgesamt über 16.100 Ladepunkte in Deutschland – davon zwölf Prozent Schnelllader. Das Wirtschaftsministerium sprach von bundesweit etwa 8.000 öffentlichen Ladesäulen. Die Branche kämpfte zuletzt mit einer auf den ersten Blick unscheinbaren Regeländerung: Ende März lief eine Übergangsfrist ab – seit dem 1. April müssen die Ladesäulen formal dem Eichrecht entsprechen. Das Problem soll zunächst mit einer Umrüstfrist gelöst werden. Unklar ist auch, wie viele dieser Säulen nicht messrechtskonform sind. afr/dpa

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