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Elektromobilität 2020: Analysten erwarten 20 Prozent Plus bei E-Auto-Verkäufen

Elektroautos laden. (Foto: Shutterstock)

Weil China die finanzielle Unterstützung zusammenstreicht, wird Europa 2020 zum Hotspot für E-Mobilität. Weltweit sollen Analysten zufolge 2,5 Millionen Elektroautos verkauft werden.

Günstigere Batterien, mehr Ladestationen und ein Plus bei den Verkäufen von Elektroautos – die auf Elektromobilität spezialisierten Analysten von Bloomberg-NEF haben in die Glaskugel geschaut und ihre Prognosen für 2020 veröffentlicht. Demnach sollen im laufenden Jahr weltweit 2,5 Millionen Elektroautos verkauft werden. Das bedeutet ein Plus von 20 Prozent gegenüber 2019. Besonders stark sind die Zuwächse in Europa, das sich zum neuen Hotspot für Elektromobilität entwickeln soll.

Elektroautos: Neue VW-Modelle treiben Verkäufe

Grund für den prognostizierten Wechsel ist, dass die chinesische Regierung ihre finanzielle Unterstützung für Hersteller und E-Auto-Käufer zusammenstreichen will. Allerdings soll die Reduzierung der entsprechenden Subventionen weniger stark ausfallen als ursprünglich befürchtet. Auch dank der neuen Modelle von Volkswagen wie dem ID 3 soll die Zahl der verkauften Elektroautos in Europa um 60 Prozent auf 800.000 ansteigen, wie es bei den Bloomberg-Analysten heißt.

Allerdings befinde sich der Bereich E-Mobilität derzeit in der Mitte einer Übergangsphase von einer durch Subventionen getriebenen zu einer aufgrund echter Kundennachfrage und politischer Mechanismen wachsenden Branche, so Bloomberg-NEF-Analyst Colin McKerracher. Daher falle das Wachstum derzeit etwas geringer aus. Die Zukunft sehe laut dem Analysten aber durchaus rosig aus.

Sinkende Preise für E-Auto-Akkus

Als Basis für das künftige Wachstum gelten etwa die stetig sinkenden Kosten für die Akkus – inklusive steigender Effektivität. Der Preis für eine Kilowattstunde soll 2019 um 13 Prozent auf 135 US-Dollar sinken. Gegenüber 2011 bedeutet das sogar einen Rückgang von 89 Prozent. Ebenfalls wichtig ist der weitere Ausbau der Ladeinfrastruktur. Hier rechnen die Analysten mit einem Anstieg der öffentlich zugänglichen Stationen auf 1,2 Millionen. Ende 2019 wurden 880.000 gezählt.

In Deutschland waren laut Zahlen des Energieverbandes BDEW Ende des vergangenen Jahres 23.840 Ladepunkte öffentlich zugänglich. Bis 2030 will die Bundesregierung im Rahmen des sogenannten „Masterplans Ladeinfrastruktur“ deren Zahl auf eine Million erhöhen.

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Ein Kommentar
Augustin

Das wachsende EV Portfolio wird auch dazu beitragen, dass die Nachfrage steigt – ca. 20 neue Elektroautos werden 2020 auf den europäischen Markt kommen. Um die 40 Modelle werden Ende 2020 auf dem Markt sein.
Eine passende Grafik mit den verfügbaren Modellen ist hier einsehbar: https://www.dropbox.com/s/bb7gpm3a4pbv65u/20200111_modern_evs_europe.pdf?dl=0

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