Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

Elektromobilität: Jedes zweite E-Auto wird in China zugelassen

E-Auto-Ladesäule. (Foto: DavidSch/Shutterstock)

Die Zukunft der Elektromobilität entscheidet sich in China. 600.000 Elektroautos sind 2017 im Reich der Mitte verkauft worden. Auf Herstellerseite ist China laut einer Studie ohnehin die Nummer 1. Dieser Artikel ist Teil unserer Themenwoche Zukunft der Mobilität.

„Die Zukunft des Autos wird in China geformt“, hat der Chef des Elektroautobauers Byton, Carsten Breitfeld, im Interview mit t3n gesagt. Die Aussage wird von den Ergebnissen des „Electric Vehicle Index“ der Unternehmensberater von McKinsey untermauert. Der Studie zufolge hat China im vergangenen Jahr seinen Vorsprung im Bereich der Elektromobilität weiter ausgebaut.

600.000 Elektroautos wurden 2017 in China verkauft – ein Plus von 72 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Damit sind etwa die Hälfte aller weltweit verkauften E-Autos im Reich der Mitte neuzugelassen worden. In Europa gab es 306.000 Neuzulassungen, in den USA rund 200.000. Allerdings lagen die Wachstumsraten deutlich unter jenen Chinas. In Deutschland konnte die Zahl der neuzugelassenen Elektroautos gegenüber dem Vorjahr auf 58.000 immerhin verdoppelt werden. Deutschland ist nach Norwegen jetzt der zweitgrößte E-Auto-Markt Europas.

E-Autos: Die Zukunft der Elektromobilität wird in China entschieden

In puncto Produktion von Elektroautos spielt China ebenfalls die erste Geige. Der Anteil der weltweit hergestellten E-Autos liegt bei 41 Prozent. Mit einigem Abstand dahinter folgen Japan (19 Prozent) und Deutschland (18 Prozent). In China können Kunden übrigens unter knapp 100 verschiedenen E-Automodellen wählen – ein weltweit bis dato unerreichter Wert. Der Absatz wird nicht zuletzt durch die chinesische Regierung angekurbelt, die 40 Prozent des Kaufpreises bei E-Autos subventioniert. Zum Vergleich: In Deutschland sind es knapp 20 Prozent. In allen großen Märkten dominieren übrigens derzeit heimische Marken.

Für Byton-CEO Breitfeld dürften die Erkenntnisse der McKinsey-Studie keine Überraschung sein. Dem Experten nach sei alles, was die traditionellen Autobauer gut könnten, in Zukunft weniger relevant. In den künftig wichtigen Bereichen Konnektivität und Software seien chinesische Hersteller Breitfeld zufolge weit besser aufgestellt. Die Menschen dort seien außerdem flexibel und würden neuen Technologien offen gegenüberstehen. Nicht zuletzt sei der chinesische Markt riesig.

China ist die Zukunft, wenn es um Elektromobilität geht. (Grafik: McKinsey)

Neben der Höhe der Kaufprämien sieht McKinsey weitere Faktoren als entscheidend dafür an, ob und wie schnell sich E-Autos in den kommenden Jahren durchsetzen werden. Dazu gehören etwa Vorteile wie kostenfreies Parken, die Ladeinfrastruktur und Regeln für Autos mit Verbrennungsmotor. Für die nächsten Jahre rechnet McKinsey mit einer Modelloffensive. Fast 250 neue E-Automodelle sind der Studie zufolge für 2018 und 2019 angekündigt. Deutschland könnte dann mit rund 1,3 Millionen jährlich produzierten E-Autos zu China aufschließen.

In seinem „Electric Vehicle Index“ untersucht McKinsey seit 2010 die Markt- und Industrieseite der Elektromobilität der 15 wichtigsten Nationen. Die Marktseite – hier ist Deutschland abgeschlagen nur auf Platz zwölf – zeigt, wie groß der Marktanteil bei E-Fahrzeugen ist und welche Anreize sowie verfügbare Autos es gibt. Im Industrie-Index geht es darum, wie erfolgreich die Autoindustrie eines Landes beim Thema Elektromobilität aufgestellt ist. Hier positioniert sich Deutschland derzeit hinter China und Japan auf Rang drei.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.