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Elektroautos werden langsam beliebter in Deutschland

(Foto: DavidSch/Shutterstock)

Kommen die Elektroautos jetzt auch auf unsere Straßen? 2017 wurden doppelt so viele Elektroautos in Deutschland verkauft wie im Vorjahr. Für den Leitmarkt in der Elektromobilität reicht das nicht. Das bleibt China.

China und Norwegen bleiben Leitmärkte, aber auf niedrigem Niveau kommt die Elektromobilität auch in Deutschland in Schwung. Das geht aus einer aktuellen Studie des Center of Automotive Management (CAM) an der Fachhochschule der Wirtschaft (FHDW) in Bergisch-Gladbach hervor.

Deutschland soll Leitmarkt in der Elektromobilität werden, bis 2020 sollen eine Million Elektrofahrzeuge auf unseren Straßen unterwegs sein, forderte die Bundesregierung 2009 im Nationalen Entwicklungsplan Elektromobilität. Das zu erreichen, erscheint – trotz der Beteuerungen von Bundeskanzlerin Angela Merkel – mehr als unwahrscheinlich. Leitmarkt bei den Elektroautos ist weiterhin China.

Deutsche kaufen mehr Elektroautos als Briten und Franzosen

Hierzulande tut sich aber etwas: Im vergangenen Jahr wurden 54.492 Plugin-Hybrid- und Elektroautos verkauft, mehr als doppelt so viele wie 2016. Da waren es 25.154. Auch der Anteil hat sich verdoppelt: Er stieg von 0,8 auf 1,6 Prozent. 2017 wurden 29.436 mit Plugin-Hybrid-Antrieb verkauft, ein Plus von 114 Prozent gegenüber dem Vorjahr, und 25.056 Elektrofahrzeuge, 120 Prozent mehr als 2016. Deutschland ist damit weltweit auf dem vierten Platz vor Großbritannien, Frankreich und den Niederlanden.

Marktführer bleibt China – das Land hat die USA 2016 von Platz eins verdrängt. 2017 wurden in China 777.000 Autos mit alternativem Antrieb verkauft. Davon waren 652.000 Elektro- und 125.000 Hybridfahrzeuge. Der Anteil insgesamt ist aber trotzdem gering: Diese Fahrzeuge machen gerade mal 2,7 Prozent aus, 2016 waren es 1,8 Prozent. Wegen Zulassungsbeschränkungen und einer Quote für Elektroautos dürfte der Anteil in den kommenden Jahren weiter ansteigen.

Fast jedes zweite Elektroauto in den USA ist ein Tesla

In den USA ist Tesla der Elektroauto-Platzhirsch.(Foto: Tesla)

Platz zwei belegen die USA, wo knapp 195.000 Elektroautos verkauft wurden. Am meisten profitiert Tesla: 46 Prozent, also fast jedes zweite im vergangenen Jahr in den USA verkaufte Elektroauto, waren Teslas. Auf Platz drei folgt Norwegen mit gut 62.000 Elektroautos, knapp 17.000 mehr als im Vorjahr.

Norwegen bleibt allerdings das Land mit dem höchsten Anteil an Elektroautos überhaupt. 2017 wurden dort erstmals mehr Fahrzeuge mit Hybrid- und Elektroantrieb als solche mit Verbrennungsmotor verkauft – dank massiver staatlicher Förderung der Elektromobilität.

Staatliche Förderungen scheinen ein wichtiges Element zu sein: In den Niederlanden wurde die Förderung für Plugin-Hybride Ende 2016 eingestellt, weshalb die Verkaufszahlen um über die Hälfte sanken: von mehr als 23.000 im Jahr 2016 auf knapp 9.200 im Jahr 2017. Gut möglich, dass die Zahlen in Deutschland auf die 2016 eingeführte Kaufprämie zurückzuführen sind.

Autor des Artikels ist Werner Pluta.

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