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Elektromobilität: Marktanteil von E-Autos in Deutschland steigt auf 1,9 Prozent

Elektromobilität. (Foto: Jan Faukner/Shutterstock)

Die Elektromobilität scheint in Deutschland zu stocken. Das Wachstum bei den E-Autos ist laut Studie unterdurchschnittlich, der Marktanteil steigt um 0,5 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent.

Im Zeitraum zwischen Januar und September sind in Deutschland 50.141 Elektroautos neu zugelassen worden. Das ist zwar gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum ein Plus von 36 Prozent. Im Vergleich zu den übrigen Kernländern handelt es sich aber nur um ein unterdurchschnittliches Wachstum, wie das Center of Automotive Management (CAM) in seiner Branchenstudie Elektromobilität 2018 konstatiert. Der Marktanteil der E-Autos ist demnach um 0,5 Prozentpunkte auf 1,9 Prozent gestiegen.

In China verzeichneten die Elektroautobauer dagegen ein sattes Plus von 80 Prozent. In den ersten drei Quartalen dieses Jahres wurden dort 718.000 E-Autos verkauft. Der Anteil der reinen Stromer und Hybridfahrzeuge an den Neuzulassungen kletterte laut CAM-Studie von zwei auf 3,5 Prozent. China ist damit der weltweit größte Markt für Elektroautos und liegt deutlich vor den USA, wo 228.226 Fahrzeuge verkauft wurden.

Elektromobilität: Nio macht Tesla in China Konkurrenz

Der chinesische Elektroautomarkt wird zu über 90 Prozent von einheimischen Herstellern wie BYD, BAIC und Roewe dominiert, wie CAM anmerkt. Tesla (drei Prozent) und BMW (zwei Prozent) sind da noch die stärksten ausländischen Hersteller. Im Luxusbereich muss sich Tesla allerdings der Konkurrenz des chinesischen Startups Nio erwehren. Seit Verkaufsstart im Juni 2018 konnte Nio von seinem E-Auto-Modell ES8 schon knapp 3.400 Fahrzeuge absetzen.

Die Erfolge von Tesla und Nio am Luxusmarkt für E-Autos sieht Studienleiter Stefan Bratzel als „ernstes Warnsignal“. Es sei höchste Zeit, so Bratzel, „dass deutsche Hersteller in China mit attraktiven Elektromodellen auftreten und auch in diesem Zukunftsfeld Marktanteile gewinnen“. In den USA dominiert wiederum Tesla allein fast die Hälfte des Elektroautomobilmarktes.

Diese Elektroautos gibt es schon zu kaufen
Klein und flink ist der Cityhopper E-Up. Mit seinem Preis von über 25.000 Euro ist das Modell aber um einiges teurer als der Einstiegspreis des normalen Up. Mit einem 82-PS-Motor ist der Wagen jedoch auch stärker ausgerüstet – aber für einen Kleinstwagen bleibt der Preis äußerst happig. (Foto: VW)

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Das mangelnde Modellportfolio koste deutsche Hersteller im Elektrobereich zunehmend Marktanteile, warnen die Studienmacher. „Die Automobilhersteller in Deutschland bereiten zwar eine große Produktoffensive im Bereich der E-Mobilität vor. Allerdings wird eine breite Modellpalette erst in den nächsten zwei Jahren verfügbar sein“, sagt Bratzel. Dann bestehe die Chance auf eine hohe Dynamik bei Fahrzeugzulassungen deutscher Hersteller.

Norwegen ist Musterschüler in Sachen Elektromobilität

Wie ein einzelnes Land die Elektromobilität ankurbeln kann, zeigt das Beispiel Norwegen. Hier wurden zwischen Januar und September 52.022 Elektrofahrzeuge verkauft. Der Marktanteil stieg auf 46,7 Prozent. In dem skandinavischen Land hat also fast jedes zweite neuzugelassene Fahrzeug einen Elektromotor – zu verdanken ist das einer umfangreichen staatlichen Förderung. Das hat natürlich auch seine Schattenseiten. Kritiker etwa beklagen eine Benachteiligung des öffentlichen Nahverkehrs zugunsten der E-Autos.

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Ein Kommentar
W.K.
W.K.

Die eingebettete Präsentation der derzeit erhältlichen e-Autos ist völlig veraltet. Der Preis vom e-Up ist 4000 Euro zu hoch angegeben, der C-Zero hat eine deutlich kleinere Batterie als der I3 … verglichen wird hier mit einem I3 1. Generation vor 5 Jahre, die ZOE hat nicht 2017 ein Update erhalten sondern 2019 … (da habe ich aufgehört mir das anzutun). Wenn man sich nicht die Mühe machen will die Leser wirklich zu informieren sollte man es lieber ganz lassen als so einen Unsinn in die Welt zu setzen.

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