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Elektronische Gesundheitskarte: Gematik lässt T-Systems-Konnektor zu

Patientendaten sollen künftig in einer elektronischen Patientenakte gespeichert werden, auf die Ärzte über die E-Gesundheitskarte zugreifen können. (Foto: Andrei_R/ Shutterstock)

Die Telekom-Tochter T-Systems hat die Zulassung für ihren Konnektor für die elektronische Gesundheitskarte bekommen. Damit sind jetzt zwei Anbieter der Konnektoren auf dem Markt.

Seit 14 Jahren arbeitet die Bundesregierung am Projekt der elektronischen Gesundheitskarte. Über die Karte sollen Ärzte künftig auf eine elektronische Patientenakte zugreifen können. Dafür ist ein Konnektor nötig. Die Telekom-Tochter T-Systems hat jetzt die Zulassung von der Gesellschaft für Telematikanwendungen der Gesundheitskarte (Gematik) für ihren Konnektor bekommen, wie das Handelsblatt berichtet.

Bisher sind auf der elektronischen Gesundheitskarte lediglich Daten wie Name und Geburtsdatum oder die Versichertennummer gespeichert. Schrittweise sollen mehr Anwendungen integriert werden – an der technischen Umsetzung hapert es aber bisher.

Ohne Konnektor kein Zugriff auf Telematikinfrastruktur

Mit einem Konnektor können Ärzte auf die Kartenterminals zugreifen und sind an die zentrale Telematikinfrastruktur angeschlossen – über die Telematikinfrastruktur sind alle Akteure des Gesundheitswesens vernetzt. Bei dem Konnektor handelt es sich um eine Art DSL-Router mit besonders hohen Sicherheitsstandards.

Bisher hat die Koblenzer Compugroup Medical als einziger Anbieter solche Konnektoren verkauft – Ärzte haben die Geräte deshalb nur zögerlich gekauft. Mit zwei Wettbewerbern auf dem Markt könnte sich das jetzt ändern.

Laut den Vorgaben der Gematik müssten schon bis Mitte 2018 alle Arztpraxen und Kliniken in Deutschland an das Telematik-Netz angebunden sein. Das E-Health-Gesetz sieht vor, dass bis Ende 2018 alle Voraussetzungen für eine elektronische Patientenakte stehen. Insgesamt liegt die Bundesregierung mit ihren Plänen zur digitalen Patientenakte aber weit hinter dem Zeitplan.

Die Techniker Krankenkasse und die AOK haben inzwischen digitale Konzepte vorgestellt, die ohne eine elektronische Gesundheitskarte auskommen.

 

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