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Zu gut, um wahr zu sein? Elektrosportwagen soll 1.200 Kilometer weit kommen

(Foto: Nanoflowcell)

Der Elektrosportwagen Quantino soll dank eines innovativen Akkus eine Reichweite von fast 1.200 Kilometern erreichen. Ob das stimmt, darf zum jetzigen Zeitpunkt jedoch bezweifelt werden.

Quantino: Das Wunder-Elektroauto aus Liechtenstein

Der Elektrosportwagen Quantino soll in einer Testfahrt mit nur einer Akkuladung eine Strecke von 1.167 Kilometern zurückgelegt haben. Doch das ist noch nicht alles: Der Hersteller Nanoflowcell wirbt auch damit, dass der Akku des Fahrzeugs mit flüssigen Elektrolyten betankt wird. So soll die Aufladung deutlich schneller gehen als bei einem herkömmlichen Akku. Und als wäre das nicht schon aufregend genug, soll die Flüssigkeit für nur zehn Cent pro Liter produziert werden können.

Der Quantino von Nanoflowcell: Kann der Wagen wirklich halten, was der Hersteller verspricht? (Foto: Nanoflowcell)
Der Quantino von Nanoflowcell: Kann der Wagen wirklich halten, was der Hersteller verspricht? (Foto: Nanoflowcell)

So toll die Angaben der Firma auch klingen, einen Beweis dafür gibt es nicht. Schon im März 2016 hatte HZwei, ein Fachmagazin für Wasserstoff und Brennstoffzellen, nach Rücksprache mit Experten Zweifel an der Glaubwürdigkeit der Firmenaussagen angemeldet. Zum Betrieb eines Autos würden gängige Flüssig-Akkus eine zu geringe Energiedichte aufweisen. Sollte Nanoflowcell diese Probleme überwunden haben, wäre es demnach tatsächlich eine Revolution. Allerdings kratzen auch andere Dinge an der Glaubwürdigkeit des Unternehmens.

Nunzio La Vecchia: Der Mann hinter dem Quantino

Der CTO von Nanoflowcell ist Nunzio La Vecchia. Der soll, wie die Schweizer Presse berichtet, nicht nur seinen Doktortitel gekauft haben, sondern wurde auch im Jahr 2014 zur Rückzahlung von 39 Millionen Schweizer Franken an die Familie einer reichen Witwe verurteilt. Das Geld hatte La Vecchia angeblich für die Kommerzialisierung einer von ihm entwickelten Solarzelle erhalten. Das Gericht urteilte jedoch: „In Wahrheit hat er nicht eine hochwirksame Solarzelle, sondern die Geschichte von einer hochwirksamen Solarzelle erfunden, um daraus Kapital zu schlagen.“

Der Quantino von Nanoflowcell: Kann der Wagen wirklich halten, was der Hersteller verspricht? (Foto: Nanoflowcell)

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Wenn Nunzio La Vecchia und Nanoflowcell wirklich das liefern können, was sie versprechen, könnte es den Markt für Elektroautos nachhaltig verändern. Solange es keine Überprüfung der Angaben von unabhängiger Seite gibt, dürfte aber nach wie vor Skepsis angebracht sein.

Ebenfalls interessant: Diese Elektroautos gibt es schon in Deutschland – oder sie erscheinen bald.

via www.golem.de

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