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Software & Infrastruktur

ElementaryOS: Linux-Distro orientiert sich an OS X

ElementaryOS setzt sich vor allem durch seine Oberfläche und die Wahl der mitgelieferten Programme von dem meisten großen Linux-Distributionen ab. Dabei erinnert die Oberfläche nicht zufällig an OS X.

ElementaryOS basiert auf Ubuntu und ähnelt OS X. (Screenshot: Kennethsime / Wikiemedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0)
ElementaryOS basiert auf Ubuntu und ähnelt OS X. (Screenshot: Kennethsime / Wikiemedia Commons Lizenz: CC BY-SA 3.0)

ElementaryOS: Von der Programmsammlung zur Linux-Distribution

Das Elementary-Projekt entstand im Jahr 2007. Damals designte Daniel Foré einige Icons für Ubuntu bevor er einen Theme für die Linux-Distribution erstellte. Zusammen mit einem Entwickler, der sich „ammonkey“ nannte, begann Foré den beliebten Dateimanager Nautilus zu überarbeiten. Foré kümmerte sich um das Design und schon bald fragten andere Entwickler an, ob sie unter dem Elementary-Banner Open-Source-Apps mit einem starken Fokus auf Design entwickeln dürften.

Um die ganzen Apps gemeinsam ausliefern zu können, entstand daraus ElementaryOS. Auf Basis von Ubuntu entwickelte das Team seit März 2011 eine eigene Linux-Distribution. Das User-Interface ähnelt dabei in vielen Dingen dem von OS X. Die aktuelle Version namens Luna wurde am 11. August 2013 veröffentlicht.

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ElementaryOS: Linux-Distribution mit Dock und anderen OS-X-Features

Als Desktopumgebung setzt ElementaryOS auf Pantheon. Dazu gehört mit Plank auch eine Kopie des aus OS X bekannten Docks. Als Browser setzt man weder auf Firefox noch auf Chromium sondern auf Midori. Der Open-Source-Browser basiert auf Webkit und arbeitet sehr ressourcenschonend. Als E-Mail-Client wird Geary mitgeliefert.

Apple-Nutzer dürfen sich auch aufgrund des mitgelieferten Audio-Players gleich heimisch fühlen, da der nicht wenige Ähnlichkeiten zu iTunes aufweist. Vermutlich sind die Ähnlichkeiten zu OS X aber auch keine schlechte Idee. Dadurch wird zumindest Mac-Nutzern der Umstieg recht einfach gemacht. Wobei Elementary-Gründer Foré nicht müde wird, auch auf die Unterschiede zu OS X hinzuweisen. Wer sich selbst ein Bild machen will, kann die Linux-Distribution kostenfrei auf der ElementaryOS-Webseite herunterladen.

via www.wired.com

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7 Reaktionen
Dirk

Nette Idee. Es wäre super, wenn Linux so einfach wie Mac OS X werden würde. Grafisch kann Mac OS X nicht bei allen Funktionen Win übertreffen (es übertrifft Win in vielem, aber nicht bei allem, vielleicht auch weil es möglichst intuitiv und einfach sein soll, jedoch kann man das Fehlende mit dem FreeBSD Unix Unterbau ausgleichen, wenngleich FreeBSD-Fundamentalisten behaupten, dass MacOS X angeblich nichts mit Unix zu tun hat, aber dagegen spricht die von Haus aus vollständige POSIX-Kompatibilität, Apple hat Cups eingeführt, hat von Konqueror in Safari essentielle Bestandteile, was Apple dann als Webkit förderte, worauf Safari, Chrome und viele Browser basieren, es fördert die Verwendung von OpenGL, weshalb es nun Steam auch für Linux gibt ...).

Ich hoffe, dass die in Linux viele Klicks ersparen können, auch wenn es per grafischem Design nicht an Mac OS X herankommen wird.

(Hintergrund: Ich fing mit DOS 6.22 an und wurde bis Win 98SE frustrierter mit Übergang zu Win NT 4 (endlich stabil, aber unterstützte kaum etwas). Deshalb nutzte ich Linux und wurde ein Linux-Fundamentalist. Dann verwendete ich Mac OS X und sah, dass ich wegen Win nun bei Linux mir viele Scheuklappen aufgesetzt hatte. Jetzt sehe ich, dass für einfache Funktion Mac OS X einfacher als alle Betriebssysteme ist (auch Win!) und eine stabile gute Unix-Basis besitzt.

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lampe2

Nur weil man ein Dock in der mitte hat ist man kein OSX clone :/
Waere das Dock auf voller breite waere es dann ein Windows Clone?

Was nicht erwaehnt wird ist das der Fenster Manager auf libmutter basiert und kein compiz benutzt wird z.b.

Ja elementary os basiert auf ubuntu aber nur auf der Minimal CD.

und es ist halt nicht nur ein theme.

gratz lampe2 (elementary os's contractor dev)

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Hicks

Ich frage mich, wo der wirkliche Nutzen liegt. Jeder kann jedes Linux-System mit den Elementen und Designs einrichten und gestalten wie er will. Da gibt es keinerlei Einschränkungen. Das hier ist in meinen Augen lediglich eine vorinstallierte schlechte Kopie, eines kommerziellen Systems, das ich persönlich nicht mal gut finde. Auf einem Mac muss ich gefühlt doppelt so viel rumklicken als auf anderen Systemen, um das selbe zu erreichen. OSX hat da ganz besonders schöne Nerv-Eigenschaften im Detail. Ich bleibe lieber bei meiner KDE/Compiz-Kombination, die sich an mich anpasst.. und nicht umgekehrt.. ;)

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blub

@Michael
das find ich interessant, weißt du vielleicht woran das liegen kann, dass eOS schneller als Ubuntu läuft, obwohl es doch auf letzterem basiert?

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Michael

Inzwischen ist es knapp 1 Jahr auf meinem Notebook und läuft absolut sauber, die Kinderfehler aus den Betas sind weg und mit elementary Tweaks kann man das System noch an sich anpassen.
Es sieht auf den ersten Blick aus wie OSX, ich finde man sollte es aber nicht damit vergleichen, eOS geht einen ganz eigenen Weg, und versucht nicht irgendwas zu kopieren.
Es läuft auf meinen Geräten deutlich flüssiger als Ubuntu selber.

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Dirk Hermanns

Ich glaube auch nicht, dass Elementary OSX 1:1 kopieren möchte. Aber für mich ist es immernoch eine schicke Alternative zu Ubuntu und Co. mit einem Hauch OSX. Nutze ich schon knapp ein halbes Jahr auf meinem Laptop und ist einigermaßen Stabil. Sollte man sich auf jedenfall mal ansehen.

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Benny Lava

Auf den ersten Blick ganz nett, aber wenn irgendwie fehlt die Eleganz von MacOS. Es sind eben die vielen Details, die ein Design perfekt machen. Und die stimmen einfach bei Elementry nicht. Von der Schrift bis zu den Abständen.

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