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Nach Streit mit Elon Musk: Grohmann-Chef verlässt Tesla-Tochter

Elon Musk hat Streit mit dem deutschen Unternehmer Klaus Grohmann. (Foto: © Jamie-James Medina)

Als Tesla im November den deutschen Maschinenbauer Grohmann übernahm, planten die beiden Chefs ihre Zukunft noch gemeinsam. Doch nach einem Streit mit Elon Musk musste Klaus Grohmann nun gehen.

Als Klaus Grohmann 1963 eine Maschinenbau-Firma gründete, war Elon Musk noch nicht einmal geboren. Im November übernahm der US-Unternehmer den deutschen Familienbetrieb Grohmann Engineering, der Anlagen für automatische Produktion verkauft. Damals hieß es, man wolle gemeinsam zusammenarbeiten und die „fortschrittlichsten Fabriken der Welt bauen“. Grohmann wechselte als Manager zu Tesla. Doch aus den gemeinsamen Plänen wird offenbar nichts.

„Ich bin sicherlich nicht ausgeschieden, weil ich keine Lust mehr habe.“

Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, hat Klaus Grohmann das Unternehmen im vergangenen Monat verlassen. Grund sollen Streitigkeiten über den Umgang mit ehemaligen Kunden des deutschen Mittelständlers sein. So soll Grohmann es abgelehnt haben, sich auf Tesla-Projekte zu konzentrieren und bisherige Kunden wie Daimler, BMW und Bosch zu vernachlässigen. Quellen betonten gegenüber Reuters, dass der US-Elektropionier seine Produktion mithilfe der neuen Unternehmenstochter hochfahren will. „Ich bin sicherlich nicht ausgeschieden, weil ich keine Lust mehr habe“, zitiert Reuters den 75-jährigen Unternehmer Grohmann.

Elon Musk hat Stress mit der Gewerkschaft

Ein Tesla-Sprecher formulierte es positiver und lobte Grohmann dafür, ein „unglaubliches Unternehmen“ aufgebaut zu haben. „Teil von Grohmanns Entscheidung, mit Tesla zusammenzuarbeiten, war, dass er sich auf seinen Ruhestand vorbereiten und das Unternehmen in gute Hände abgeben wollte“, sagte der PR-Mann gegenüber Reuters. Mit dem Fokus auf Tesla-Projekte habe man sich aber nun „gemeinsam“ entschieden, dass es die richtige Zeit sei für eine neue Management-Generation.

Für Elon Musk ist die Sache damit aber noch nicht ausgestanden. Unter den Mitarbeitern soll der Abgang für Verunsicherung sorgen. „Im November wurde uns noch gesagt, es bleibe alles beim Alten. Ende März waren wir überrascht zu hören, dass er in Ruhestand geht“, so Betriebsratschef Uwe Herzig. Die IG Metall fordert außerdem einen Tarifvertrag von Tesla. Elon Musk äußerte sich vor kurzem dazu und kritisierte, dass die Gewerkschaft seine Mission nicht teile.

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