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Elon Musk macht Produktion des Model 3 zur Chefsache und schläft in der Fabrik

Das Tesla Model 3 in der Außenansicht. (Foto: Tesla)

Mit der Produktion des Model 3 läuft es nicht wie geplant. Jetzt reißt Tesla-Chef Elon Musk die Kontrolle an sich und richtet sich sein Schlaflager in der Fabrik ein.

2.500 Model 3 pro Woche sollten bis Ende März vom Band rollen. Diesem – gegenüber den ursprünglichen Plänen schon gesenkten – Ziel dürfte Tesla zwar nähergekommen sein, es aber trotzdem verpasst haben. Am Montag hatte die Veröffentlichung eines internen Memos, laut dem die Marke von 2.000 Model 3 pro Woche geschafft worden sei, dafür gesorgt, dass die Tesla-Aktie um fünf Prozent nachgab. Einem Bericht von The Information zufolge macht Elon Musk die Model-3-Produktion jetzt zur Chefsache.

„Car biz is hell“: Elon Musk überwacht Model-3-Produktion jetzt persönlich

Demnach hat Musk dem Chef der Entwicklungsabteilung Doug Field, der in den vergangenen Monaten für die Produktion des Model 3 verantwortlich war, die Fäden aus der Hand genommen. Musk will angeblich in der Fabrik schlafen, um die Herstellung des neuen Elektroautos zu kontrollieren. „Car biz is hell“, klagte Elon Musk auf Twitter, wo der Tesla-Chef den Bericht des US-Mediums bestätigte. Allerdings wunderte sich Musk darüber, dass es Medien überhaupt eine Zeile wert sei, darüber zu berichten, dass er als CEO des Unternehmens sich auf den kritischsten Bereich konzentriere.

Der so kritisierte Journalist Amir Afrati versuchte daraufhin, Elon Musk zu einem Interview zum Thema zu überreden. Dabei, so Afrati, könne Musk ihm ja alles darüber erzählen, was er für berichtenswert halte. Musk reagierte per Twitter etwas dünnhäutig: „Hallo, ich muss Autos bauen“, ließ der Tesla-Chef wissen. Bis Ende Juni will Tesla den aktuellen Zielvorgaben nach 5.000 neue Model 3 pro Woche bauen. Ursprünglich sollte das schon Ende des vergangenen Jahres erreicht worden sein.

Bei der Model-3-Produktion stockt es derzeit: Jetzt übernimmt Elon Musk. (Bild: Youtube/Tesla)

Richtig rund läuft es für Tesla derzeit nicht. Das Unternehmen muss sich mit einer Beschwerde der US-Regierungsbehörde National Labor Relations Board über die Arbeitsbedingungen in seinen Fabriken auseinandersetzen, wie Mashable schreibt. In der vergangenen Woche musste Tesla mehr als 120.000 Model S wegen rostgefährdeter Schrauben zurückrufen. Auch der Unfall eines Model X mit eingeschaltetem Autopilot könnte Tesla noch zu schaffen machen.

Elektrofahrzeug: Das Model 3 von Tesla
Tesla: Auf das Model 3 folgt das Model Y – aber erst in zwei bis drei Jahren. (Foto: Tesla)

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