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Elon Musk reißt im Tesla-Autopilot-Team das Steuer an sich

Tesla-Chef Elon Musk. (Foto: dpa)

Elon Musk geht die Entwicklung der Autopilot-Software offenbar nicht schnell genug voran. Der Tesla-Chef soll das Team dahinter umstrukturieren und sich selbst an die Spitze setzen wollen.

Insidern zufolge hat Elon Musk das für seine Autopilot-Software zuständige Abteilung neu aufgestellt. Der Tesla-Chef persönlich soll das Steuer an sich gerissen haben, wie das Branchenportal Electrek berichtet. Der erst vor einem Jahr als Leiter des Autopilot-Teams angeheuerte ehemalige Facebook- und Snap-Ingenieur Stuart Bowers soll demnach einige seiner Verantwortungsbereiche verloren haben.

Tesla: Umstrukturierung beim Autopilot-Team

Im Zuge der kolportierten Umstrukturierung sollen einige der bisherigen Bowers-Untergebenen befördert worden sein, darunter der seit drei Jahren in Teslas Autopilot-Team tätige Softwareentwickler Milan Kovac. Kovac berichtet als neuer Director des Bereiches Autopilot-Software-Engineering bei Tesla jetzt direkt an Musk. Darüber hinaus habe es weiteres Stühlerücken bei hochrangigen Managern der Abteilung gegeben. Einige hätten das Unternehmen verlassen, andere seien befördert worden.

Tesla hat sich bisher zu dem Bericht nicht geäußert. In den vergangenen Jahren sind schon einige der Chefs der Autopilot-Entwicklung gegangen. 2016 etwa hatte der damalige Director des Programms, Sterling Anderson, Tesla verlassen, um ein eigenes Startup im Bereich autonomes Fahren zu gründen. Der Softwareentwickler Chris Lattner, der hinter Apples Programmiersprache steckt, blieb nur sechs Monate an der Spitze der Entwicklung von Teslas Autopilot-Software.

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Tesla hat mit seinem Autopilot genannten Fahrassistenzsystem bisher nicht immer Glück. Immer wieder einmal gibt es Berichte über Unfälle, die von dem Autopilot mitverursacht worden sein sollen. Bei einer Untersuchung wegen eines tödlichen Unfalls war der Tesla-Autopilot aber entlastet worden. Die Entscheidung über eine aktuelle Klage steht derweil noch aus. Anfang des vergangenen Jahres hatte Tesla in einer Studie zum Stand der Entwicklung der Technik für selbstfahrende Autos – wie auch Apple – im Vergleich mit der Konkurrenz schlecht abgeschnitten.

t3n meint:

Eine hohe Fluktuation ist im Softwarebereich und auch bei Tesla nichts Ungewöhnliches. Aber dass Elon Musk, wie zuvor bei den Problemen mit der Model-3-Produktion, die Entwicklung der Autopilot-Software zur Chefsache macht, zeigt, dass der Tesla-Chef damit gar nicht zufrieden ist. Nicht hilfreich sind sicher die extrem ambitionierten Ziele Musks. Schon 2020 sollen autonom fahrende Taxis von Tesla an den Start gehen. Ein weiterer Grund dafür, dass Tesla und Musk immer nervöser werden dürften, ist die zunehmende Konkurrenz, die bekanntlich ebenfalls nicht schläft.

Jörn Brien

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2 Kommentare
Alex
Alex

Fein 1:1 von electrek kopiert, sogar der part t3n meint. Peinlich.

Antworten
Michael
Michael

Naja, nicht 1:1 kopiert, sondern zusammengefasst. Aber sehe ich genauso.
Mal schauen was der Autor sonst so schreibt…

Antworten

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