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So sieht der Schlachtplan von Elon Musk zur Besiedelung des Mars aus

SpaceX-Gründer Elon Musk. (Foto: dpa)

Elon Musk will den Mars besiedeln? Ein alter Hut. Nur die Strategie blieb bisher eher unklar. In einem neuen Papier konkretisiert der SpaceX-Gründer jetzt die Zutaten für das außerirdische Vorhaben.

Geht es nach Elon Musk, darf eine Reise zum Mars nicht mehr als ein gewöhnliches Einfamilienhaus kosten. Andernfalls sei das Vorhaben des Milliardärs und SpaceX-Gründers, die Menschheit in eine Spezies mit interplanetaren Lebensräumen zu überführen, zum Scheitern verurteilt. Zu diesem Schluss kommt Musk in einem aktuellen Beitrag der Zeitschrift „New Space“, der die nötigen Zutaten für die Umsetzung noch einmal konkretisieren soll.

Elon Musk: „Ein unverschämter Preis“

Wenig überraschend seien demnach vor allem die Kosten noch ein wesentliches Hindernis. Nach heutigem Stand der Technik würde ein Flugticket zum Mars laut Musk mindestens zehn Milliarden US-Dollar pro Nase kosten. „Ein unverschämter Preis“, schreibt Musk, der in ferner Zukunft nicht weniger als 10.000 Mars-Reisen mit tausenden Passagieren abwickeln will. Entsprechend müssten die Kosten auf rund 200.000 US-Dollar gesenkt werden – den Durchschnittspreis eines Einfamilienhauses.

Der SpaceX-Gründer Elon Musk will den Mars besiedeln. (Bild: Spacex)

Inhaltlich basiert das Strategiepapier, das kostenlos heruntergeladen werden kann und mit einigen Schaubildern versehen ist, weitgehend auf jenem Vortrag, den der SpaceX-Gründer im Herbst auf dem International Astronautical Congress abhielt. Dort hatte Musk seine Pläne für eine Marskolonie erstmals vorgestellt.

Auf diese Zutaten kommt es Elon Musk an

Doch wie lassen sich die Kosten für künftige Marsreisen signifikant senken? Laut Musk sind dafür drei Dinge notwendig: Erstens eine vollständige Wiederverwendbarkeit der Raketen, da jede Form der Verschwendung die Kosten um ein Vielfaches erhöht. Zuletzt konnte Musk hier große Fortschritte erzielen. Zweitens müssten die von SpaceX entwickelten Raumschiffe im Weltall nachgetankt werden können, damit auch große Flugstrecken zurückgelegt werden können.

Auch eine Treibstoffproduktion auf dem Mars sieht Musk als essentielle Voraussetzung für den Erfolg seiner Pläne. Immerhin müssten die Raumschiffe auch wieder zur Erde zurückkehren können. Der Treibstoff müsse dort deshalb günstig und einfach zu produzieren sein – dafür sei Methan in den Augen von Musk am besten geeignet. Das Gas kommt auf dem Mars in großen Mengen vor.

Optimistischer Zeitplan

Im weiteren Verlauf des Artikels geht Musk außerdem auf einige technische Details der Raumschiffe ein, die jedoch weitgehend schon bekannt sind. Um die mit 80 Tagen kalkulierte Reisedauer möglichst unterhaltsam zu machen, soll das Raumschiff etwa mit Filmen, Kabinen und einem Restaurant ausgestattet sein.

Was den Zeitplan für die tatsächliche Umsetzung seiner Pläne anbelangt, bleibt Musk auch in dem Artikel eher vage. Zwar präsentiert er einige Grafiken, wonach erste bemannte Marsflüge bereits 2023 stattfinden sollen. In der Vergangenheit haben sich die Zeitpläne von Musk aber häufiger als zu optimistisch herausgestellt.

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