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Elon Musk kündigt erste Flüge der Mars-Rakete an – und spricht über das Scheitern

Archiv: Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk. (Foto: dpa)

Der Star der diesjährigen South by Southwest (SXSW) ist ein Überraschungsgast: Elon Musk. Der Tesla- und SpaceX-Chef konkretisierte seine Marspläne und spricht darüber, dass er fast mit Telsa und SpaceX gescheitert wäre.

Am Sonntagmorgen ab 8:30 Uhr bildeten sich lange Schlangen auf dem Tech-, Musik- und Film-Festival South by Southwest (SXSW) in Texas. Die Teilnehmer der Mega-Konferenz wollten den überraschend auf die SXSW gereisten Tesla- und SpaceX-Gründer Elon Musk sehen, der für 12 Uhr angekündigt war. Doch um 12 Uhr blieb der Bühne erstmal leer – für mehr als eine halbe Stunde.

Musk hatte sich auf Twitter für die SXSW angekündigt. Nach einem rund zehnminütigen Auftritt bei der Premiere der neuen Staffel der HBO-Serie „Westworld“ stellte er sich den per App gestellten Fragen der SXSW-Besucher auf der Bühne. Eine News hatte Musk auch dabei: 2019 soll die von SpaceX gebaute Marsrakete erstmals fliegen. Gleichzeitig räumte Musk aber auch ein, dass er in der Vergangenheit bei Zeitplänen zu optimistisch war.

„Ich habe meine Freunde nicht investieren lassen, weil ich dachte, dass sie ihr Geld verlieren würden. Und fast wären auch beide Unternehmen gescheitert.“

„Wir bauen derzeit das erste interplanetare Raumschiff“, sagt Musk. „Wir werden vermutlich in der Lage sein, die ersten kurzen Flüge in der ersten Jahreshälfte des kommenden Jahres zu machen.“ Die Rakete namens Big Falcon Rocket (BFR) hatte Musk vergangenes Jahr angekündigt – wobei „Falcon“ inoffiziell auch häufig mit einem anderen englischen Wort ersetzt wird, das ebenfalls mit „F“ beginnt.

Elon Musk über direkte Demokratie auf dem Mars

Musk will vor allem deshalb zum Mars, um dort eine Kolonie zu errichten und den Menschen zu einer multiplanetaren Spezies zu machen, falls ein katastrophales Ereignis das Leben auf der Erde auslöscht. Wenn man sich die Geschichte der Menschheit ansehe, sei ein dritter Weltkrieg langfristig nicht unwahrscheinlich – und es könnte der letzte sein, sagt Musk. Eine Marskolonie sei dabei besser als ein Außenposten der Menschheit geeignet, da der Planet weiter von der Erde entfernt sei.

Auch zu einer möglichen Regierungsform auf dem Mars äußerte Musk seine Gedanken: „Der Mars würde vermutlich über eine direkte Demokratie regiert, bei der die Menschen über alles abstimmen. Bei der Gründung der USA gab es diese Möglichkeiten noch nicht – aber auf dem Mars sollte jeder über jedes Gesetz abstimmen“, sagt Musk. Zudem schlug der Unternehmer eine Maximallänge für Gesetzestexte vor und sprach sich dafür aus, dass alte Gesetze leichter abgeschafft werden sollten als neue verabschiedet. „Vielleicht wäre sogar eine Art Haltbarkeitsdatum für Gesetze sinnvoll“, sagt Musk. „Sodass sie automatisch auslaufen, wenn sich niemand darum kümmert, dass sie verlängert werden.“

Auch wirtschaftlich sieht Musk durch die Marsbesiedlung große Chancen. „Es wird eine Explosion von unternehmerischen Möglichkeiten geben“, ist er sich sicher. „Es wird Pizzaläden und Bars auf dem Mars geben.“

So optimistisch war Musk nicht immer – 2008 wären seine beiden Unternehmen Tesla und SpaceX fast gescheitert. „2008 war brutal“, sagt Musk. „Ich hatte die Hälfte des Geldes aus meinem Paypal-Exit in die beiden Unternehmen gesteckt“, erzählt Musk. Dabei glaubte Musk selbst nicht an den Erfolg der Unternehmens. „Ich habe meine Freunde nicht investieren lassen, weil ich dachte, dass sie ihr Geld verlieren würden. Und fast wären auch beide Unternehmen gescheitert.“

2008 standen Tesla und SpaceX vor der Pleite

Musk erzählt von der dramatischen Situation bei Tesla Ende 2008. „Wir haben die Finanzierungsrunde zwei Tage vor Ablauf der Frist um 6 Uhr abends abgeschlossen. Zwei Tage später wären wir pleite gewesen.“ Musk stand damals außerdem vor einer schweren Entscheidung: Steckt er sein verbliebenes Geld in seine beiden Unternehmen oder nur in eins? „Ich wusste: Wenn ich mein Geld aufteile, könnten beide Unternehmen sterben.“ Am Ende investierte er in Tesla und SpaceX – und beide Unternehmen überlebten. „Wären damals aber auch nur Kleinigkeiten anders gelaufen, wären beide Unternehmen heute pleite“, sagt Musk.

Auch ansonsten spricht Musk auf der Bühne freimütig über das Scheitern: Die ersten drei Starts von SpaceX beispielsweise waren Fehlschläge. „Die guten Chefingenieure wollten nicht zu uns kommen – und die schlechten wollten wir nicht. Also musste ich selbst der Chefingenieur sein.“ Am Ende gelang der vierte SpaceX-Start. „Wäre das daneben gegangen, wir wären tot gewesen“, sagt der Unternehmer.

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