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Tweet bringt Elon Musk erneuten Ärger mit der Börsenaufsicht ein

Tesla-Chef Elon Musk. (Foto: dpa)

Tesla-Chef Elon Musk hatte 2018 eingewilligt, erst nach Rücksprache potenziell marktbewegende Tweets abzusetzen. Daran hat sich Musk aber offenbar nicht gehalten. Jetzt hat die US-Börsenaufsicht gerichtliche Schritte beantragt.

Elon Musk kann es offenbar nicht lassen. In einem Tweet erklärte der Tesla-Chef, der Elektroautobauer werde etwa 500.000 Fahrzeuge im Jahr 2019 fertigen. Das Problem dabei: Eigentlich hatte sich Musk 2018 auf einen Vergleich mit der US-Börsenaufsicht geeinigt und damit auch zugestimmt, potenziell marktbewegende Tweets zukünftig von der Behörde absegnen zu lassen. Das ist aber offenbar nicht passiert. Die US-Börsenaufsicht fordert jetzt von einem New Yorker Gericht, Musk wegen Missachtung zu bestrafen.

Bei Tesla ist man der Auffassung, der Tweet hätte nicht genehmigt werden müssen, weil darin nur Aussagen aus den bereits veröffentlichten Quartalszahlen wiederholt worden seien. Allerdings hatte Tesla gegenüber den Aktionären lediglich 400.000 Fahrzeuge als Auslieferungsziel für das Jahr 2019 genannt. Das fiel dann offenbar auch dem Firmenchef auf, der in einem zweiten Tweet zurückruderte und erklärte, dass es sich bei den 500.000 Fahrzeugen um die aufs Jahr hochgerechnete Produktionsrate handeln würde.

Die US-Börsenaufsicht argumentiert jetzt, dass der Tweet damit nicht nur nicht abgesprochen war, sondern auch inhaltlich falsch. „Dies erklärt zweifellos, warum Teslas Wertpapierberater, nachdem sie den Tweet zum ersten Mal zusammen mit der Öffentlichkeit über den Twitter-Feed von Musk gesehen hatten, sofort ein Treffen mit Musk arrangierten, um die korrigierende Aussage zu verfassen“, heißt es in dem Antrag der US-Börsenaufsicht.

Tesla-Chef Elon Musk vs. die US-Börsenaufsicht

Im August 2018 twitterte Musk, er wolle Tesla für 420 US-Dollar je Aktie von der Börse nehmen. Der Milliardär erklärte, die Finanzierung dafür sei gesichert. Keine drei Wochen später ließ Musk den Plan wieder fallen. Das rief die US-Börsenaufsicht auf den Plan. Die Behörde kam zu dem Schluss, dass Musk die Tesla-Investoren entweder bewusst oder durch Leichtsinn getäuscht habe.

Tesla und die US-Börsenaufsicht einigten sich daraufhin auf einen Vergleich. Musk und Tesla mussten je 20 Millionen Dollar bezahlen, die von der Behörde wiederum an die getäuschten Anleger verteilt wurden. Zusätzlich verpflichtete sich Musk dazu, zukünftig alle geschriebenen Aussagen, die möglicherweise Einfluss auf den Aktienkurs von Tesla haben, vorab bei der Behörde genehmigen zu lassen. Außerdem musste Musk seinen Posten im Verwaltungsrat von Tesla für mindestens drei Jahre abgeben.

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