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Nicht nur männlich oder weiblich: Emojis könnten vom binären Gender-Denken abrücken

(Foto: Shutterstock)

Bislang werden Menschen als Emoji entweder als eindeutig weiblich oder männlich dargestellt. Der Entwurf eines Adobe-Designers könnte das jetzt ändern.

Emojis: Neuer Entwurf soll Schluss mit binärer Gender-Darstellung machen

2016 hatte Google erstmals einen Lösungsvorschlag unterbreitet.

Nach dem Vorschlag des Adobe-Designers, müssten Emojis nicht mehr zwangsweise eindeutig weiblich oder männlich sein. (Screenshot: Paul D. Hunt / Unicode)

Sein Vorschlag: Das Unicode-Konsortium sollte ein neues Emoji einführen, dessen Äußeres nicht eindeutig feminin oder maskulin ist, und damit einen gewissen Interpretationsspielraum bietet. Dieses Emoji sollte, so der Vorschlag, als Kind, Erwachsener und älterer Erwachsener verfügbar sein. Außerdem sollen sie, wie ihre weiblichen und männlichen Kollegen, über die sogenannten ZWJ-Sequenzen mit verschiedenen Berufsbildern kombiniert werden können.

Emoji-Poster: Die neue Weltsprache auf einem Plakat

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Geschlechtsneutrale Emojis: Unicode-Konsortium bleibt dran

Schon 2016 haben Googles Emoji-Designer angemerkt, dass dem Unicode-Konsortium klar sei, dass noch einiges getan werden müsse, um im Emoji-Bereich für echte Gleichberechtigung zu sorgen. „Die Möglichkeit, eine universelle Sprache zu entwickeln, nehmen wir nicht auf die leichte Schulter“, so das Team in einem gemeinsamen Blog-Beitrag. Über den aktuellen Vorschlag von Paul Hunt könnte noch dieses Jahr entscheiden werden.

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12 Reaktionen
pixunil

Unabhängig von der Genderfrage sehe ich den klaren Vorteil, dass man den Beruf eines Arztes neutral darstellen kann. So wie wir in der Schriftsprache schreiben »Wir suchen eine neue Verkäuferin / einen neuen Verkäufer« oder »Verkäufer (m / w)«, halte ich es durchaus für sinnvoll, wenn man neue Emojis für Situationen erstellt, wo das Geschlecht (egal ob biologisch oder sozial) keine Rolle spielt.

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Melanie Petersen

Sorry Leute, aber darauf, dass es nur zwei Geschlechter gibt, können wir uns leider nicht einigen.

Nicht, dass ihr das wirklich nachvollziehen wollen würdet. Aber falls:
http://www.tagesspiegel.de/wissen/gender-in-der-biologie-es-gibt-mehr-als-zwei-geschlechter/13386730.html

Cheers,
Melanie

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Thomas

In diesem Artikel und anderen in denen es um mehr als zwei Geschlechter geht, wird gerne versucht die Definition des Wortes Geschlecht anders zu verwenden als es die Allgemeinheit definiert hat. Mit Geschlecht teilen wir mit, welche Funktionen zur Fortpflanzung eine Person besitzt. Davon kennen wir zwei.
https://de.wikipedia.org/wiki/Geschlechtsdetermination

Wenn wir wie im englischen von Gender sprechen, also einem sozialen Geschlecht, dann mag es davon möglicherweise mehr als zwei geben. Selbst wenn es davon 50 gäbe, so bliebe dennoch die Tatsache bestehen, dass abgesehen von einigen Missbildungen bei der embryonalen Entwicklung alle diese genders einer der beiden Geschlechter Männlich und Weiblich zugeordnet werden können.

Das Problem mit Diskussionen über dieses Thema ist, wie in vielen anderen Themen, die Definition der Begrifflichkeiten. Das hat erstmal nichts damit zu tun, dass man etwas "nicht nachvollziehen wollen würde".

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Benson

@Melanie: Wir könne uns gern einigen, dass es natürlich verschieden starke Ausprägungen der Geschlechter gibt. Klar sind Gene und Biologie kein Kippschalter. Aber es bleibt eben trotzdem eine Skala zwischen 2 Definitionen.

Ich persönliche finde ja diese Debatte höchst problematisch, denn sie basiert auf der Grundannahme, dass es völlig normal sei, sich als etwas zu fühlen was man offensichtlich nicht ist. (Tut mir leid, dass das direkt so politisch inkorrekt klingt.) Eine Studie von 2014 hat untersucht, wie viele Selbstmordversuche Transgender Leute unternehmen. https://williamsinstitute.law.ucla.edu/wp-content/uploads/AFSP-Williams-Suicide-Report-Final.pdf
Es sind 40%. Diese hohe Quote kann nicht auf Mobbing zurückgeführt werden, denn sie entspricht denen der Juden in NS Zeiten. Niemand kann argumentieren, dass Transgender genauso schrecklich behandelt werden.
40% sind entsprechend der Gruppe von stark Depressiven Menschen. Es erscheint demnach eher eine Geistesstörung zu sein und bedarf Therapie anstatt Operationen... ?

Enzo

Wow, ausschließlich "politisch inkorrekte" Kommentare. Das lässt ja hoffen!

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Thomas

Können wir uns auf den Fakt einigen, dass es nur zwei biologische Geschlechter gibt? Dann sind bereits nur noch die hälfte der Kommentare "politisch inkorrekt"...

Worauf lässt es denn hoffen? Könntest Du das weiter ausführen?

Ich bin jedem Menschen gegenüber neutral. Mir ist es scheiß egal woher jemand kommt, welche Hautfarbe er hat, welchen Gott er anbetet oder welchem Geschlecht er sich zuordnet (mal abgesehen von meinem persönlichen sexuellem interesse) oder eben nicht zuordnet. Wenn ich mich aber anfeinden lassen muss, weil ich mich auf die beiden biologischen Geschlechter beziehe, hört es für mich auf.
Von mir aus kann jede Bewegung und jede Gruppierung ihr eigenes Emoji erhalten, aber ich möchte ebenfalls meine Freiheit genießen dürfen dabei nicht mitmachen zu wollen.

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Enzo

Meiner Meinung nach gibt es ebenfalls nur Mann und Frau. Andere "Geschlechter" sind lediglich Missbildungen. Das meine ich nicht abfällig.

Mir geht dieser übertriebene "Minderheitenschutz" auf die Nerven. Mal abgesehen davon, dass diese Minderheiten dadurch als "anders" gebranntmarkt werden, wird plötzlich der Mehrheit ein Denkschema aufgezwungen.

Ähnlich mit der sexuellen Orientierungen. Vor ein paar Jahren war das Schwulsein noch ein Krankheitsbild, heute wird groß gefeiert, wenn sich jemand "outet". Meinetwegen können Schwule schwul sein, ist mir egal, obwohl es der "Natur" (Thema für sich) widerspricht. Es soll aber nicht als etwas Besonderes vermarktet werden.

Wenn jemandem aufgrund dessen Schaden zugefügt wird, muss das selbstverständlich hart bestraft werden, aber diese Prävention nimmt überhand.

Benny Lava

Es gibt nur zwei Geschlechter.
Wer sich mit der biologischen Realität nicht identifizieren kann, braucht eher einen Psychiater als ein passendes Emoji.

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Enzo

Dem kann ich nur zustimmen. :-)

Antworten
Benson

Also wenn bisher etwas Genderneutral war, dann sind es doch die normalen gelben Smileys die es schon immer gibt. Wer darin eindeutig einen Mann erkennen will und nicht einfach ein "Gesicht" ist wohl schon tief in dieser Gender-Ideologie verrant.
Wenn jemand ankommt und meint, dass die Gelben Smileys ja rassistisch seien, läuft genauso Gefahr wahrscheinlich selbst der Rassist zu sein...

Antworten
Gee

Dieser Genderschwachsinn wird langsam unerträglich - wie die ganzeigen linke Gleichmacherei.
Mann oder Frau das ist biologisch wie emotional eindeutig, bei Divergenz entscheidet im Zweifel eben letzteres, aber so oder so ist das eine eindeutige Sache.

Müssen die Linken ständig irgendwelche von ihnen bestimmten Minderheiten grundlos über die Masse erheben?

Antworten
Ribert

Ui, hat der Gender-Schwachsinn auch hier einzug gefunden.

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