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EMUI 9: Neue Nutzeroberfläche von Huawei wird flüssiger und aufgeräumter

Huawei EMUI 9. (Foto t3n.de)

Mit dem Update auf Android 9 wird Huawei für eine Vielzahl seiner Smartphones eine neue Nutzeroberfläche einführen. In Berlin gewährte das Unternehmen am Rande der IFA einen ersten Blick auf EMUI 9.

Huawei wird mit dem Launch des Mate 20 eine neue EMUI-Version auf Basis von Android 9 Pie an den Start bringen, die durch ein übersichtlicheres Design, schnellere App-Starts und eine flüssigere Nutzererfahrung punkten soll.

Sechs Jahre EMUI – weltweit 350 Millionen aktive Nutzer

EMUI gibt es seit sechs Jahren. (Foto: t3n.de)
Huaweis EMUI gibt es seit sechs Jahren. (Foto: t3n.de)

Huaweis EMUI ist auf jedem der Geräte des Unternehmens vorinstalliert und wurde vor sechs Jahren eingeführt. Als derzeit zweitgrößter Smartphone-Hersteller der Welt kommen damit einige Geräte zusammen: Dem Unternehmen zufolge hat EMUI – Stand Juni 2018 – 350 Millionen täglich aktive Nutzer, die auf 216 Länder verteilt sind. Zwischen 2017 und 2018 wuchs die Anzahl der Nutzer um 60 Millionen an. Mit jeder neuen EMUI-Version kamen stets neue Funktionen hinzu, die ihren Weg auch zum Teil in Googles Android-Version geschafft haben. Dazu zählten etwa das F2FS-Dateisystem oder das App-Background-Management, so Huawei.

EMUI hat weltweit 350 Millionen täglich aktive Nutzer. (Foto: t3n.de)
EMUI hat weltweit 350 Millionen täglich aktive Nutzer. (Foto: t3n.de)

Mit der neuen EMUI–Version bringt Huawei auch wieder zahlreiche neue Funktionen, die zuerst auf dem Mate 20 (Pro) zu finden sein werden, das am 16. Oktober in London enthüllt wird. Das Unternehmen nannte aber auch schon erste Kandidaten, die auch mit EMUI 9 und damit auch Android 9 ausgerüstet werden.

Kleine Übersicht der Entwicklung der EMU-Kernfunktionen. (Foto: t3n.de)
Kleine Übersicht der Entwicklung der EMU-Kernfunktionen. (Foto: t3n.de)

Am Wochenende hat Huawei die Registrierung für eine öffentliche EMUI-9-Beta gestartet. Nutzer eines Huawei P20 und P20 Pro, eines Mate 10 und Mate 10 Pro sowie eines Honor 10, View 10 und Play können sich anmelden. Die Plätze sind jedoch stark begrenzt: Pro Gerät gibt es für den deutschen Markt lediglich 100 Plätze.

EMUI 9: Weniger Einstellungen, einheitlicheres Design

Unter EMUI 9 soll die Anzahl der Einstellungen um zehn Prozent reduziert werden – es bleiben immer noch 843. (Foto: t3n.de)
Unter EMUI 9 soll die Anzahl der Einstellungen um zehn Prozent reduziert werden – es bleiben immer noch 843. (Foto: t3n.de)

Mit der neuen Nutzeroberfläche will Huawei die Anzahl der verschiedenen Systemeinstellungen auf die erste Menüebene begrenzen, um die Software übersichtlicher zu gestalten. Nur die wichtigsten Einstellungen sollen dort zu finden sein, während weniger genutzte Funktionen in Untermenüs wandern. Ferner will Huawei Funktionen zusammenlegen und doppelt erscheinende komplett streichen. Auf diesem Wege sollen die bislang 940 Einstellungsoptionen auf „lediglich“ 843 reduziert werden.

EMUI 9. (Foto: t3n.de)
EMUI 9 soll in der Bedienung konsistenter werden . (Foto: t3n.de)

Darüber hinaus zielt Huawei mit seinem größeren EMUI-Update darauf ab, das Design der Nutzeroberfläche zu vereinheitlichen und es damit konsistenter erscheinen zu lassen. Teil dessen ist, die wichtigsten Schaltflächen der vorinstallierten Huawei-eigenen Apps stets an den gleichen Positionen zu verorten. Auf diesem Weg sollen die in einer App erlernten Bedienungsabläufe auch in anderen Apps eingesetzt werden können, wodurch User sich besser orientieren können sollen.

EMUI 9 soll die Komplexität der Nutzeroberfläche reduzieren. (Foto: t3n.de)

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EMUI 9 soll den Nutzer überdies zurück zur Natur bringen: An vielen Stellen wie etwa der Telefon-App, will Huawei Szenen aus der Natur einbringen und zudem Sound-Elemente wie Regen, fließendes Gewässer und Ähnliches für Benachrichtigungen und mehr einsetzen. Des Weiteren integriert Huawei „echte“ Geräusche aus der Umwelt. Als Beispiel demonstrierte das Unternehmen die Wecker-App, die unter EMUI 9 das Ticken einer Uhr simuliert, beim Einstellen der Uhrzeit gibt es ein sich drehendes mechanisches Zahnrad zu hören.

EMUI 9: Wenige Änderungen am Design des Homescreens

Wer sich auf eine radikale Umgestaltung des Homescreens einstellt, dürfte jedoch enttäuscht werden, denn Huawei bleibt bei der Gestaltung der App-Icons dem bestehenden Aussehen treu. Mit dem überwiegenden Beibehalten des Aussehens sollen Nutzer das UI auch weiterhin als ihr vertrautes EMUI wieder erkennen.

Angelehnt an Android 9, aber laut Huawei konsequenter umgesetzt, ist die Gestensteuerung von EMUI 9. Die von Google eingeführte Navigation geht dem Unternehmen nicht weit genug, sodass der Tictac-förmige Button gestrichen wird. Die Gesten in EMUI 9 sind mit denen von Googles Pie-Update weitgehend identisch, allerdings erweitert Huawei sie um eine Zurück-Wischgeste, die Android 9 fehlt. Google nutzt für die Zurück-Navigation einen Button.

EMUI 9 vs EMUI 8: (Foto: t3n.de)

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EMUI 9 bringt Performance-Schub

Apps sollten unter EMUI 9 schneller starten, das System flüssiger laufen. (Foto: t3n.de)
Apps sollten unter EMUI 9 schneller starten, das System flüssiger laufen. (Foto: t3n.de)

Nicht nur beim Design, sondern auch unter der Haube hat Huawei geschraubt. Mit dem Update auf Android 9 respektive EMUI 9 soll das System um knapp 13 Prozent flüssiger als unter EMUI 8 operieren, Apps merklich schneller starten.

Mit dem großen Update wird Wochen nach der Ankündigung der ersten Version des GPU-Turbo-Updates Version 2 in EMUI integriert, die offenbar dem im Zuge der IFA angekündigten neuen Kirin-980-Chip einen weiteren Leistungsschub verpassen soll. Gaming sei mit 60 fps möglich – der Snapdragon 845 erreiche diese Werte nicht. Vergleichswerte mit dem bald erscheinenden Snapdragon 8150 (SDM 8150), der wie der Kirin 980 im Sieben-Nanometer-Verfahren produziert werden soll, gibt es noch nicht.

Mit EMUI 9 wird der GPU-Turbo in Version 2.0 veröffentlicht. (Foto. t3n.de)
Mit EMUI 9 wird der GPU-Turbo in Version 2.0 veröffentlicht. (Foto. t3n.de)

Durch erweiterte KI-Funktionen sei es mit dem Kirin 980 und der darin integrierten Dual-NPU laut Huawei möglich, nicht mehr nur 500 sondern 1.500 Szenen in Echtzeit erkennen zu können. Ferner stehe die Objekterkennung auch für Videos bereit.

Digital Wellbeing: Huawei hat eigene Lösung in petto

EMUI 9: Ein erster Blick in die Digital-Wellbeing-App.(Foto: t3n.de)

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Huawei ist wie Apple und Google um das digitale Wohlergehen seiner Nutzer bemüht. Entsprechend arbeitet das Unternehmen an einer eigenen Digital-Wellbeing-Lösung, die Google eigentlich mit Android 9 einführen wird. Mit dem Tool können Nutzer überprüfen, wie viel Zeit sie in Apps verbringen, Zeitlimits für Apps setzen und mehr.

Die Eigenentwicklung sei in erster Linie für den chinesischen Markt konzipiert worden, zudem sei sie optisch an das neue EMUI-Design angepasst. Einer Sprecherin zufolge werde noch geprüft, ob das Tool die Lösung Googles auch in anderen Märkten ersetzen werde.

Android 9 und EMUI 9: Huawei Mate 20 zuerst – endlich verbesserte Update-Strategie?

Das Mate 20 kommt mit rückseitigem Fingerabdrucksensor und kleiner Notch.
Das Mate 20 wird das erste Huawei-Smartphone mit der EMUI 9. (Renderbild: Venja Geskin)

Während eine Handvoll Nutzer sich für die Beta anmelden können, soll es noch eine Weile dauern, bis EMUI 9 auf den auf dem Markt befindlichen Geräten landen wird. Denn zuerst wird das am 16. Oktober erscheinende Mate 20 Android 9 Pie erhalten, danach ist der Rest an der Reihe. Zum „Rest“ der Geräte gehören entsprechend die Modelle, für die Huawei die EMUI-9-Beta bereitstellt. Das Unternehmen sagt aber, dass weitere Modelle es bekommen sollen. Laut Huawei-Blog gehören etwa auch die Mate 9 und die P10-Reihe dazu. Wie es um weitere bestellt ist, bleibt abzuwarten – es heißt aber immerhin, dass Huawei sich von seiner enttäuschenden Ein-Major-Update-pro-Gerät-Politik in diesem Jahr verabschiedet hat und alle Geräte der P- und Mate-Serie zwei Jahre lang mit Updates versorgen will.

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