Ratgeber

Huawei Mate 20 Pro und Co.: Die besten Tipps und Tricks für die EMUI 9

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EMUI-9-Gestensteuerung: Wischen bringt euch ans Ziel

Die EMUI-9-Gestensteuerung gehrt nach einer kurzen Eingewöhnungsphase überwiegend gut von der Hand. (Screenshots: t3n.de)

Die EMUI-9-Gestensteuerung gehrt nach einer kurzen Eingewöhnungsphase überwiegend gut von der Hand. (Screenshots: t3n.de)

Eine gänzlich neue Funktion von EMUI 9 ist die Gestensteuerung, die sich von Googles Pie-Variante massiv unterscheidet. So hat Huawei jegliche Oscreen-Buttons gestrichen und löst alles über Gesten, die eher an iOS 11 erinnern. Um etwa aus einer App auf den Homescreen zurückzukehren , wischt vom unteren Displayrand nach oben in den Bildschirm. Um in die Multitasking-Übersicht zu gelangen, führt die gleiche Bewegung durch, behaltet euren Finger aber auf halber Strecke auf dem Bildschirm. Zum Zurückwischen bewegt euren Finger von einer der Bildschirmseiten nach innen ins Display.

Auch der Google Assistant lässt sich auf eine ähnliche Weise starten – dafür wischt von einer der unteren Display-Ecken nach oben in den Screen hinein. Falls ihr damit nicht zurechtkommt, könnt ihr auch weiterhin die Dreitasten-Navigation nutzen. Es ist indes fraglich, wie lange Huawei sie beibehalten wird, denn Google hatte angekündigt, sie unter Android standardmäßig gegen die hauseigene Gestennavigation zu ersetzen.

EMUI 9: Bitte nicht stören!

Unter EMUI 9 könnt ihr genau festlegen, wann ihr nicht gestört werden wollt. (Screenshots: t3n.de)

Unter EMUI 9 könnt ihr genau festlegen, wann ihr nicht gestört werden wollt. (Screenshots: t3n.de)

Wenn ihr in bestimmten Situationen keine Störungen durch eingehende Benachrichtigungen gebrauchen könnt, solltet ihr den „Nicht-Stören-Modus“ aktivieren. Die Einstellungen findet ihr unter Töne > Nicht stören. Dort besteht entweder die Möglichkeit, den Modus dauerhaft zu starten oder einen Zeitplan anzulegen. Bei Bedarf könnt ihr sogar weitere Zeit- oder Ereignisregeln hinzufügen. Der Nicht-Stören-Modus ermöglicht zudem eine weitere Definition der Ausnahmen – so könnt ihr unter anderem Ausnahmen für den Wecker oder „Wichtige Unterbrechungen“ zulassen.

Falls ihr den Nicht-Stören-Modus häufiger braucht, könnt ihr einen Shortcut in den Schnelleinstellungen hinzufügen. Dafür öffnet die Schnelleinstellungs-Leiste, tappt auf das Stift-Symbol und zieht das entsprechende Icon in die Leiste hinein.

EMUI 9: Homescreen in den Einhandmodus bringen

Mit diesen Gesten verkleinert ihr die Fläche des Screens. Foto: t3n.de)

Mit diesen Gesten verkleinert ihr die Fläche des Screens. Foto: t3n.de)

Seit EMUI-Generationen bietet Huawei einen Einhandmodus für seine Geräte. Der ist weiterhin vorhanden und funktioniert auch mit der Gestensteuerung. Zum Verkleinern des Homescreens müsst ihr euren Finger lediglich von links oder rechts unten diagonal ins Display wischen. Nutzt ihr die virtuellen Buttons, streicht darauf nach links oder rechts.

Stummschalten: Gerät umdrehen

Falls ihr vergessen haben solltet, das Telefon in den Nicht-Stören-Modus zu stellen, und es in einem ungünstigen Moment klingelt, ihr aber nicht dran gehen könnt, gibt es einen praktischen Trick: In Einstellungen > Intelligente Unterstützung > Bewegungssteuerung könnt ihr die Funktion „Umdrehen“ aktivieren, mit dem sich das Gerät stummschalten lässt, indem es aufs Display gelegt wird. Einstellbar ist das Feature sowohl für Anrufe als auch für Wecker und Timer.

EMUI 9: Umdrehen zum Stummschalten. (Screenshots: t3n.de)

EMUI 9: Umdrehen zum Stummschalten. (Screenshots: t3n.de)

EMUI 9: Mehr als QR-Codes – Huawei hat den Scanner aufgebohrt

Die Scan-Funktion ist unter EMUI erweitert worden. Es treten bei der Objekterkennung jedoch noch Fehler auf. (Screenshots: t3n.de)

Die Scan-Funktion ist unter EMUI erweitert worden. Es treten bei der Objekterkennung jedoch noch Fehler auf. (Screenshots: t3n.de)

Mit einem Wisch über das Display von oben nach unten öffnet sich eine universelle Suchfunktion. Neben dem Suchfenster befindet sich ein kleines Icon, das nach einem Tap in älterem EMUI-Version nur einen praktischen QR-Code öffnete. In EMUI 9 ist die Hivision-Funktion erweitert worden, die auf Microsoft-Diensten basiert. Euch stehen fortan zusätzlich ein Echtzeit-Übersetzungs-Tool und eine Objekterkennung à la Google Lens mit Shopping-Option zur Verfügung. Die Objekterkennung kann mit etwas Glück und Geduld sogar Lebensmittel wie Birnen oder Kartoffeln erkennen und den Kaloriengehalt anzeigen.

WLAN-Zugangsdaten schnell weitergeben

Per QR-Code sind die WLAN-Zugangsdaten ohne Getippe geteilt. (Foto: t3n.de)

Per QR-Code werden die WLAN-Zugangsdaten ohne Eintippen einfach weitergegeben. (Foto: t3n.de)

Nicht neu, aber erwähnenswert, ist die einfache Weitergabe des WLAN-Zugangs per Huawei- und Honor-Gerät. In den WLAN-Einstellungen erhaltet ihr beim Tap auf euer WLAN-Netzwerk einen Code angezeigt. Wird der Code auf einem anderen Gerät eingescannt, sind die Zugangsdaten ohne umständliches Getippe übertragen worden. Nicht nur auf Huawei- und Honor-Geräten ist das ohne Zusatzsoftware möglich, sondern auch bei iPhones und iPads mit iOS 11 oder iOS 12 und Samsung-Phones. Bei Smartphones anderer Hersteller müsst ihr eine Zusatz-App installieren.

EMUI 9: WLAN-Verbindung des Smartphones mit anderen Geräten und Nutzern teilen

EMUI 9 bietet eine Wifi-Bridge an, die das Smartphone zum Repeater macht. (Screenshots: t3n.de)

EMUI 9 bietet eine Wifi-Bridge an, die das Smartphone zum Repeater macht. (Screenshots: t3n.de)

Teil von EMUI ist zudem die Funktion „WiFi-Bridge“, die aus eurem Smartphone einen Repeater macht. Mit dieser Funktion könnt ihr die aktuell genutzte WLAN-Verbindung mit Dritten teilen. Das kann etwa nützlich sein, wenn ihr einen kostenpflichtigen Hotspot nutzt und das Netzwerk mit einem weiteren Gerät nutzen wollt. Laut Huawei kann die Funktion auch die WLAN-Signalstärke verbessern.

Mate 20 Pro: Spielereien mit Augmented Reality

Mit Huaweis Mate 20 Pro „3D-Qmoji“ könnt ihr Fratzen machen. (Foto: t3n.de)

Mit Huaweis Mate-20-Pro-3D-Qmoji könnt ihr Fratzen machen. (Foto: t3n.de)

Das Mate 20 Pro besitzt eine Facescan-Technologie, die Apples Face-ID nicht unähnlich ist. Mithilfe des Scanners könnt ihr in der Kamera-App animierte Emoji erstellen, die die Bewegungen eures Gesichts nachahmen und auch erkennen, wenn ihr eure Zunge herraussteckt. In der Kamera-App unter Mehr > AR_objektiv stehen sieben verschiedene Charaktere wie ein Panda, Affe, eine Giraffe und weitere zur Auswahl. In der App könnt ihr aus euren Grimassen animierte GIF erstellen und mit anderen teilen.

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3D-Live-Maker: Huawei lässt die AR-(Zombie-)Puppen tanzen

Mithilfe der 3D-Sensoren auf der Frontseite könnt ihr außerdem 3D-Objekte von Gegenständen erstellen und sie animieren. Hierfür benötigt ihr die App „3D Live Maker“, die in der „Huawei-App-Gallery“, Huaweis eigenem App-Store, bereitgestellt wird.

Der Live 3D-Maker für das Huawei Mate 20 Pro benötigt noch etwas Feinschliff. (Foto: t3n.de)

Der Live 3D-Maker für das Huawei Mate 20 Pro benötigt noch etwas Feinschliff. (Foto: t3n.de)

Um ein Objekt zu scannen, solltet ihr das Mate 20 Pro in einem Winkel von 45 Grad halten und den zu scannenden Gegenstand dann um 360 Grad drehen. Eine Herausforderung beim Scannen: Da die Frontkamera dafür benötigt wird, lässt sich der Scanprozess nicht sonderlich leicht einsehen und kontrollieren. Huawei empfiehlt beim Scan die Verwendung eines Stativs – wir empfehlen zusätzlich ausreichend Licht und viel Geduld. Perfekt funktioniert das Ganze noch nicht, wir wollten die Funktion der Vollständigkeit halber erwähnt haben.

So ähnlich sah leider auch bei uns das Resultat aus:

Ihr habt weitere gute Tipps für Huaweis EMUI 9? Her damit!

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