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Energous Watt Up: Erste drahtlos ladende Geräte sollen Mitte 2018 erscheinen

(Grafik: Energous)

Energous macht Fortschritte mit seiner drahtlosen Ladetechnik. Nach der Genehmigung der FCC will das Unternehmen seine Technik bald an Lizenznehmer freigeben – zwei Jahre später als ursprünglich geplant.

Energous ist mit der Entwicklung seiner Watt Up genannten Fernladetechnik fast fertig. Wie uns das Unternehmen auf dem Mobile World Congress 2018 sagte, sollen die ersten Geräte mit Watt-Up-Technik Mitte 2018 auf den Markt kommen. Die entsprechenden Vorbereitungen sind weitestgehend abgeschlossen. Im Dezember 2017 hat Watt Up von der US-Aufsichtsbehörde FCC die Freigabe erhalten.

Eigentlich sollten die ersten Geräte sehr viel früher auf den Markt kommen. 2015 hatte das Unternehmen eine Marktreife für 2016 in Aussicht gestellt.

Prinzipiell kommt auf die Anwender eine neue Ladetechnik zu. Allerdings ist Energous auch Teil der Airfuel Alliance, die erst kürzlich einen herben Rückschlag hinnehmen musste. Die Zugehörigkeit bedeutet aber zunächst nur, dass Mitglieder der Allianz besseren Zugang zu Watt Up haben.

Nur wenige Geräte können auf Entfernung versorgt werden

Watt Up bietet insgesamt drei Ladestrategien. Demonstriert wurde die kontaktbasierte Ladung mit einem Abstand von maximal 5 Millimetern und 10 Watt. Die Mid-Field-Technik schickt Energie durch die Luft und wurde anhand einer Fernbedienung gezeigt. Die Reichweite beträgt hier 90 Zentimeter. Die Leistungsaufnahme darf allerdings ein paar hundert Milliwatt nicht übersteigen. Mit technischen Details hält sich das Unternehmen noch zurück. Far Field wurde nicht demonstriert und schafft laut Energous 4,5 Meter.

Beim Laden über größere Distanzen kann der Anwender aber keine großen Akkus neu befüllen. Der Einsatzzweck sind eher Geräte, die wenig Leistung aufnehmen. Eine Möglichkeit wäre etwa die Versorgung von Smartwatches. Energous plant, dazu das Armband als Empfangsantenne zu verwenden. In der Umgebung einer Ladestation würde die Uhr also konsequent aufgeladen werden und der Akku müsste nicht mehr so groß sein. Auch batterielose, drahtlose Headsets am Arbeitsplatz wären denkbar.

Zu den Preisen wollte Energous keine Angaben machen. Zumindest für Endgeräte sollen die Kosten aber nicht hoch sein. Sprich: Nicht nur High-End-Marktsegmente sollen mit der Technik arbeiten können. Interessant wird auch der Konkurrenzkampf mit dem Wireless-Power-Consortium hinter dem Qi-Ladestandard. Sonderlich viel Aktivität zeigen derzeit weder die Airfuel Alliance noch Wireless Power. Beide waren auf dem MWC nicht erreichbar.

Autor des Artikels ist Andreas Sebayang.

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