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„Entbündelung“: Amazon Prime steht im Visier der deutschen Monopolkommission

Amazon Prime. (Foto: Trong Nguyen / Shutterstock.com)

Amazon Prime ist ins Visier der deutschen Monopolkommission geraten. Deren Vorsitzender Wambach überlegt eine „Entbündelung auf Produktebene“, um die Macht des E-Commerce-Riesen einzugrenzen.

Im November hatte das Bundeskartellamt nach Beschwerden von Händlern eine offizielle Untersuchung gegen Amazon eingeleitet. Im Mittelpunkt stehen die Geschäftspraktiken auf dem deutschen Marktplatz. Es geht laut der Behörde um mögliche missbräuchliche Geschäftspraktiken auf dem deutschen Marktplatz amazon.de. Jetzt ist Amazons Abodienst Prime ins Visier geraten.

Amazon Prime: Monopolkommission überlegt Entbündelung auf Produktebene

Der Vorsitzende der sogenannten Monopolkommission Achim Wambach hat gegenüber der Zeitung Welt am Sonntag eine Eingrenzung der Macht des E-Commerce-Riesen ins Spiel gebracht. Bei Amazon, so Wambach, könne man „in Richtung einer Entbündelung auf Produktebene denken“. Wambach geht es dabei um die Verknüpfung verschiedener Leistungen bei dem Abodienst.

Eine Eingrenzung der Marktmacht könne ähnlich argumentiert werden, wie dies die EU-Kommission bei Google getan habe, meint Wambach. Dass Android-Hersteller, die einzelne Google-Dienste einbinden wollten, zugleich ein ganzes App-Paket installieren müssten, stelle einen Missbrauch von Marktmacht dar, urteilten die Verantwortlichen in Brüssel. Google erhielt eine Rekordstrafe in Höhe von rund 4,3 Milliarden Euro.

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Amazon soll in Deutschland 2018 einen Umsatz von knapp 9,5 Milliarden Euro erwirtschaftet haben. Fast die Hälfte des gesamten E-Commerce-Handels mit Endverbrauchern in Deutschland werde über Amazon und dessen Marketplace abgewickelt. Mit seinem Prime-Dienst soll Amazon laut Statista 2018 weltweit rund 14,2 Milliarden US-Dollar umgesetzt haben.

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2 Kommentare
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Es ist schon seltsam: es gab ähnliche Projekte wie Google, Amazon, Ebay, Facebook, … sehr früh auch in Deutschland. Nur hier ist so ziemlich alles mittels Abmahnern kaputt gemacht worden. Allein das eine Urteil damals, dass „Impressum“ auf der ersten Bildschirmseite ohne Scrollen zu sehen sein muss, war der Hammer.

Nun im Nachhinein zu jammern, dass die Marktführer aus anderen Ländern kommen (abwarten bis Alibaba, das früher mehr oder weniger so etwas wie eine simple Newsgroup war, hier ankommt, dann sind es nicht nur US Firmen), ist peinlich. Sollen diese Firmen wirklich freiwillig auf Wachstumschancen verzichten?

Wäre man bei uns nicht besser beraten, erst einmal diesen dauernden Abmahnwahn zu beenden, dass man beim Umsetzen von Ideen nicht zuerst Anwälte beschäftigen muss, bevor man sich um die eigentliche Idee kümmern kann? Aber man geht, wenn man sich z.B. das Thema Datenschutz und auch das Influencer Urteil ansieht, weiter denselben Weg: erst mal Neues blockieren oder zumindest den Weg möglichst steinig gestalten.

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