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Stack Overflow: Deutsche Entwickler fühlen sich unterbezahlt

(Bild: Shutterstock / Africa Studio)

Mit 45.000 bis hin zu 50.000 Euro sehen sich Entwickler in Deutschland teilweise unterbezahlt. Am Arbeitsplatz und selbst in der Freizeit wird gecodet, das Gehalt bleibt aber unscheinbar. 

Das ergab eine nicht repräsentative Umfrage der großen Entwickler-Community Stack Overflow, an der rund 60.000 Nutzer teilnahmen. Die Ergebnisse wurden am 22. März 2017 vorgelegt. Teilgenommen haben Programmierer aus 213 Ländern, darunter auch 5.221 aus Deutschland. Über die Hälfte der in Deutschland Befragten (52 Prozent) gaben an, dass sie sich teilweise unterbezahlt fühlen, 11,6 Prozent sehen sich deutlich unterbezahlt.

Das Durchschnittsgehalt (Medianwert) in Ostdeutschland liegt bei 49.200 Euro, in Norddeutschland bei 45.000 Euro und im Süden der Bundesrepublik bei 50.000 Euro. Ein Programmierer in Nordamerika erreicht laut Medianwert 87.275 US-Dollar.

Höhere Spezialisierung = Höheres Gehalt

Höhere Spezialisierungsgrade bringen höhere Gehälter: Bereiche, in denen gut bezahlt wird, sind Machine Learning mit durchschnittlich rund 55.000 Euro sowie mathematische oder statistische Bereiche oder Data Science mit rund 52.000 Euro Jahresgehalt. Web-Entwickler und Desktop-Entwickler, wie es die meisten deutschen Befragten sind, verdienen zwischen 46.000 und 47.000 Euro pro Jahr. Schlusslicht in der Studie sind Designer mit 39.000 Euro. International ist die Rolle des DevOps mit 66.158 US-Dollar am besten bezahlt.

Die Zufriedenheit mit dem Beruf ist bei den Entwicklern relativ hoch: Auf einer Skala von eins bis zehn (1 = überhaupt nicht zufrieden; 10 = absolut zufrieden) findet sich rund die Hälfte der Befragten zwischen sieben und acht Punkten wieder.

Offen für Angebote

Doch neun Prozent suchen aktiv nach einem neuen Job und 59,4 Prozent sind offen für Angebote. Verglichen mit den internationalen Angaben sind deutsche Entwickler weniger wechselwillig: Immerhin 13 Prozent suchen global aktiv nach einem neuen Job. Überraschend ist, dass 77 Prozent der Befragten aus Deutschland das Programmieren auch als ihr Hobby angaben.

Die beliebteste Programmiersprache ist ein weiteres Jahr lang Javascript: 41,3 Prozent der Teilnehmer sagten, dass Javascript ihnen am besten gefällt, gefolgt von Python (32,7 Prozent), Java (31,4 Prozent), SQL (30,5 Prozent) und C# (27,3 Prozent). Wenig angesehen sind Perl, Erlang, Groovy und Coffeescript mit jeweils 2,9 und 2,8 Prozent.

Viele Entwickler sind Autodidakten: 93 Prozent der befragten Deutschen gaben an, sich ihre Fähigkeiten zumindest teilweise selbst beigebracht zu haben. Erlernt haben sie diese mit Hilfe der fachlichen Dokumentationen (83,3 Prozent) und den Antworten auf Plattformen wie Stack Overflow Q&A (79,6 Prozent). Weitere 34,2 Prozent haben durch Online-Kurse ihren Bildungsstand erreicht.

Autor des Artikels ist Achim Sawall.

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