Analyse

Wie dir ein Social Intranet hilft, dein Unternehmen agiler zu machen

In der digitalen Transformation gilt sie mittlerweile als Handlungsmaxime für viele Unternehmen: Agilität. Ob im Projektmanagement, im Design Thinking oder auch in der Mitarbeiterführung. Aber was haben Unternehmen davon?

Erfolgsfaktor Agilität – warum eigentlich nicht? Agilität ist als strategisches und organisatorisches Prinzip zunehmend nicht mehr wegzudenken. Als Bausteine und Charakteristika gelten unter anderem:

  • kundenorientierte Organisationsstrukturen
  • teambasierte Abläufe
  • iterative Prozesse
  • Transparenz und Einfachheit
  • kurzfristige Feedback-Mechanismen

Allein die Aufzählung dieser Schlagworte zeigt, dass die Fähigkeit und die Bereitschaft zu Dialog, Kooperation und Wissensaustausch Grundvoraussetzungen für mehr Agilität sind. Die Professorinnen für Unternehmenskommunikation Ulrike Buchholz (Hochschule Hannover) und Susanne Knorre (Hochschule Osnabrück) konstatieren hierzu: „Agile Unternehmen betrachten Vielfalt als eine Voraussetzung für ihre Innovationsfähigkeit und damit Wettbewerbsfähigkeit, selbst wenn sie sich widersprüchlich darstellt und somit womöglich energieraubende Maßnahmen für eine erfolgreiche Zusammenarbeit nach sich zieht. Um diese Vielfalt mit den Anforderungen an Schnelligkeit von Entscheidungen in Eintracht bringen zu können, ist wiederum die Fähigkeit und nicht zuletzt die Befähigung zur Selbstorganisation notwendig, wodurch die notwendige Kollaboration gefördert wird.“

Kommunikative Leistungsfähigkeit als Erfolgsfaktor

Was genau ist damit gemeint? Geht es um „Schnelligkeit“ als Wert an sich, um ein Mehr an Spontaneität, weniger Abstimmungsschleifen in der Konzern-Matrix und ein leidenschaftliches „Einfach mal machen“?

So plump und einfach ist der Weg zur Digitalisierung wohl kaum zu beschreiten. Gerade dort, wo Mitarbeiter autonomer und flexibler agieren sollen, geht es auch um ein wirkungsvolles Begleiten bei der Erfüllung von Arbeitsaufgaben. In diesem Fall bedeutet das: Die kommunikative Leistungsfähigkeit von Unternehmen und den dort tätigen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern entwickelt sich immer mehr zu einem entscheidenden Erfolgsfaktor. Die interne Kommunikation rückt näher an die Wertschöpfung heran. Erfolgreich digital transformiert werden solche Organisationen, in denen die Menschen willens und fähig sind, sich nach innen wie nach außen zu vernetzen und kollaborativ zu arbeiten. Doch genau dieses Verhalten ist für viele Menschen im Berufsleben nach wie vor Neuland. Und wer sich auf unbekanntes Terrain begeben soll, braucht bekanntlich Hilfsmittel, die ihn leiten, lotsen und sicher navigieren.

„Mitmach-Intranets“ fördern neues Denken und Handeln

Eines dieser Hilfsmittel ist ein modernes Social Intranet: Es unterstützt Mitarbeiter dabei, in einer dialogorientierten und agilen Arbeitsumgebung trittsicher zu werden und hat sich zu einem wichtigen Treiber für Agilität entwickelt.

Die Nutzer können aber auch eigene Inhalte erstellen und sich mit den Kollegen vernetzen und Communities gründen. Und das alles niedrigschwellig und in Echtzeit.

„Mitmach-Intranets“ des neuen Typs fußen auf den Säulen Information, Interaktion und Kollaboration. Sie bieten klassische redaktionelle Inhalte, Prozessabbildungen und Dokumentenverwaltung. Die Nutzer können aber auch eigene Inhalte erstellen und sich mit den Kollegen vernetzen und Communities gründen. Und das alles niedrigschwellig und in Echtzeit.

Im Folgenden ein paar konkrete Beispiele, wie solche Plattformen auf agile Prinzipien einzahlen:

Erfolgsfaktor Unternehmenskultur

Social Intranets können als Katalysator des kulturellen Wandels wirken. Ihre Instrumente für Dialog, Vernetzung und Interaktion eröffnen neue Möglichkeiten für die bereichsübergreifende Zusammenarbeit. Hierbei helfen zum Beispiel themenbezogene Gruppenräume und Workspaces, in denen Gleichgesinnte Antworten auf komplizierte Fragestellungen erörtern, in den produktiven Dialog treten oder sich virtuell coachen. Durch die spezifischen Angaben zu Kenntnissen und zur Fachexpertise (Fremdsprachen, Expat-Erfahrungen etc.) können sich Mitarbeiter unternehmensweit als profunder Ansprechpartner profilieren und besser gefunden werden – um im Gegenzug genauso von den Fähigkeiten ihrer Kollegen zu profitieren.

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2 Kommentare
Christoph

Hallo Oliver, spannend, dass du auch einen direkten Zusammenhang zwischen Unternehmenskultur, Agilität und Social Intranets als Enabler herstellst!
Es ist ja interessant, dass Social Intranets einerseits eine gewisse Unternehmenskultur voraussetzungen, diese gleichzeitig aber auch verändern können.
Die Analysten von Avispador urteilten dazu neulich: „Social Intranets bringen einen Kulturwandel in Unternehmen“. Für Interessierte: Auf dem Blog http://www.arbeitsplatz40.de/social-intranet-unternehmenskultur/ findet ihr das Paper kurz zusammengefasst.

Antworten
Renato
Renato

Hallo Oliver
Stimme völlig zu, dass mittlere bis grosse Unternehmen nicht auf klassische hierarchische Linien- oder Programm-Strukturen wegen Entscheidungskompetenzen ganz verzichten können. Dass heisst aber nicht, dass je nach Zielsetzung und delegiertem ‚Driver‘ agile Organisationsmodelle wie Community, Adhocracy, Holacracy etc. ,egal auf welcher Ebene angesiedelt werden können. Für die damit notwendige multidimensionale Sicht, sowie interaktive Kommunikation und Kollaboration braucht es wohl wie von Dir erwähnt, ein leistungsfähiges Instrument wie unseren Social Graph 2.0. Siehe Video und PDF unter http://www.enterpriseknowhow-blog.ch. Viel Spass!

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