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Android-Vater Rubin will mit randlosem KI-Smartphone den Markt aufmischen

Xiaomi Mi Mix. (Bild: Xiaomi)

Andy Rubin, Android-Erfinder und Ex-Googler, will den Smartphone-Markt beleben. Mitte des Jahres soll er unter der Marke „Essential“ ein High-End-Smartphone mit randlosem Display und KI vorstellen.

Andy Rubin: Essential-Phone als Zentrale für KI-Plattform

Zwei Jahre nach dem Weggang von Google plant der Erfinder des weltweit meistverbreiteten Betriebssystems Android die Rückkehr auf den Smartphone-Markt. Wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Materie vertraute Quellen berichtet, arbeitet Andy Rubin zusammen mit einem 40-köpfigen Team, unter anderem bestehend aus ehemaligen Mitarbeitern von Apple und Alphabet, an einem KI-High-End-Smartphone. Das neue Startup firmiert offenbar unter dem Namen „Essential Products“ und wurde im November 2015 in Kalifornien gegründet.

Rubin könnt sich beim Design des Essential-Phones am Xiaomi Mi Mix orientieren: Wenig Rahmen, viel Display. (Bild: Xiaomi)
Rubin könnt sich beim Design des Essential-Phones am Xiaomi Mi Mix orientieren: Wenig Rahmen, viel Display. (Bild: Xiaomi)

Mit dem High-End-Smartphone soll Rubin in direkte Konkurrenz mit Apple und Google treten. Auszeichnen soll sich das Smartphone des Startups durch ein rahmenloses Design, das womöglich ähnlich kompakt wie das Xiaomi Mi Mix ausfallen dürfte. Laut Bloomberg wird es aus High-End-Materialien bestehen und mit der Zeit zusätzliche Hardware-Funktionen erhalten. Beim Preis soll das Essential-Phone mit 649 US-Dollar am iPhone 7 und dem Pixel-Phone (Test) von Google orientiert sein, heißt es. Ob das Smartphone auf Android oder einer anderen Plattform basiert, ist noch unklar.

Essential-Smartphone mit rahmenlosem Design zum iPhone-Preis

Seit Oktober 2016 bietet Google seine Pixel-Smartphones zum iPhone-Preis an - Rubin will mit dem „Essential“ beiden die Stirn bieten. (Foto: t3n)
Seit Oktober 2016 verkauft Google seine eigenen Pixel-Smartphones zum iPhone-Preis – Rubin will diesen mit dem „Essential“ wohl die Stirn bieten. (Foto: t3n)

Ein Prototyp des Essential-Phones verfüge laut Bloombergs Informanten über ein größeres Display als das iPhone 7 Plus (Test), das einen 5,5-Zoll in der Diagonale messenden Screen verbaut hat – durch das rahmenlose Design könne das Unternehmen allerdings kleinere Abmessungen erreichen. Ferner experimentiere das Startup mit einer ähnlichen Funktionalität wie Apples 3D-Touch auf dem iPhone, mit dem das Display verschiedene Druckstufen erkennen könne. Beim Erscheinungsbild des Geräts teste das Team ein Industriedesign mit Metallrahmen und einer Rückseite aus Keramik.

Android-Erfinder Andy Rubin will mit seinem Startup Essential Mitte 2017 ein neues Smartphone vorstellen.
Android-Erfinder Andy Rubin will mit seinem Startup Essential Mitte 2017 ein neues Smartphone vorstellen. (Foto: Google)

Das Smartphone soll laut Bloomberg als zentrales Bindeglied für ein ganzes Portfolio an vernetzten Produkten aus der Essential-Schmiede fungieren - auch das Segment Heimautomation werde berücksichtigt. Unter anderem arbeite das Essential-Team an einem proprietären magnetischen Konnektor à la Apples Magsafe-Adapter, der das Smartphone einerseits laden, aber auch dazu dienen soll, das Gerät um Funktionen zu erweitern – auch Drittanbieter sollen entsprechende Erweiterungen entwickeln können. Unter anderem arbeite Essential an einer kugelförmigen 360-Grad-Kamera für hochauflösendes Bildmaterial, die sich an das Smartphone anheften lässt, so eine Quelle.

Das Nexus 4 war das letzte Android-Smartphone, das Rubin bei Google angekündigt hatte. Foto : Tinhte.vn
Das Nexus 4 war das letzte Android-Smartphone, das Google unter der Leitung Rubins angekündigt hatte. (Foto : Tinhte.vn)

Bestandteil des Essential-Phones soll, wie es mittlerweile zum guten Ton gehört, ein KI-System sein. Das verwundert bei Rubin indes wenig, denn er versteht KI-Systeme als die nächste große Plattform. Auf der Bloomberg Technology Konferenz im Juni 2016 sagte er: „Neue Computing-Plattformen entstehen alle zehn bis zwölf Jahre“ – „Was wird die nächste Plattform? … Sie dreht sich um Daten und Menschen, die KI-Systemen das Lernen beibringen.“ Es wird damit gerechnet, dass Rubin sein Essential-Phone Mitte dieses Jahres vorstellen wird.

Ob das „Stealth Mobile Company“ Rubins Essential Products ist? (Screenshot: t3n)
Ob die „Stealth Mobile Company“ Rubins Essential Products ist? (Screenshot: t3n)

Andy Rubin hatte sein Android-OS 2005 an Google verkauft, danach leitete er die Android-Abteilung acht Jahre lang und ließ das einst winzige OS zum größten mobilen Betriebssystem der Welt wachsen. 2013 verließ er die Android-Abteilung, um für Google den Robotik-Bereich zu leiten. 2014 kehrte er Google komplett den Rücken. Seine nächste Station war die Gründung des Startup-Inkubators Playground Global, der Projekte aus den Bereichen Künstliche Intelligenz, Robotik und Augmented Reality finanziell unterstützt und begleitet. Essential befindet sich aktuell noch im Stealth-Mode, taucht aber allem Anschein schon als „Stealth Mobile Company“ im Portfolio von Playground auf.

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