News

Kettenreaktion: Wie ein riesiger Ether-Verkauf den Preis kurzeitig auf zehn Cent fallen ließ

(Grafik: Akarat Phasura / Shutterstock)

Gestern hat jemand Ether im Wert von 30 Millionen US-Dollar verkauft. Das führte zu einer Kettenreaktion, wodurch der Preis kurzzeitig auf 0,10 US-Dollar fiel.

Ethereum: Millionenschwerer Ether-Verkauf lässt Preis kurzzeitig in den Keller sinken

Am gestrigen Mittwoch den 21. Juni 2017 verkaufte jemand über die Handelsplattform GDAX Ether im Wert von 30 Millionen US-Dollar. Dadurch kam es zu einer Kettenreaktion und etwa 800 Stop-Orders und margengesteuerte Auflösungen wurden automatisch ausgelöst. Das Ergebnis: Ether wurde kurzzeitig für nur zehn US-Dollar-Cent gehandelt.

Um etwaige Manipulationen auszuschließen, stellte GDAX daraufhin den Ether-Dollar-Handel vorübergehend ein. Nachdem die Plattform, die vom US-Startup Coinbase betrieben wird, keine Anhaltspunkte für Manipulationen oder Account-Übernahmen finden konnte, wurde der Handel wieder aufgenommen. Auch der Ether-Preis hat sich zwischenzeitlich wieder stabilisiert.

Ethereum: Ein Ether-Verkauf in Millonenhöhe ließ den Preis kurzzeitig auf 0,10 US-Dollar sinken. (Screenshot: Coinbase)

Jemand scheint am Ether-Preissturz verdient zu haben

Wenigstens ein unbekannter Investor scheint von dem massiven Preisverfall jedoch profitiert zu haben: Wie Trustnodes berichtet, hatte jemand eine Kauforder für den Preis von 0,10 US-Dollar, die tatsächlich ausgeführt wurde. Diese Person hat 350 US-Dollar innerhalb kürzester Zeit in mehr als eine Million US-Dollar verwandelt.

Unklar an den gestrigen Vorkommnissen bleibt jedoch, warum jemand Ether im Wert von 30 Millionen US-Dollar auf diese Art verkauft hat. Denn diese Person hätte durch den Verkauf mehrerer kleinerer Beträge sicherlich mehr daran verdienen können.

Ebenfalls interessant:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

3 Kommentare
Max

Letztlich könnte der Verursacher auch das Interesse gehabt haben, eine Stop-Loss-Lawine auszulösen und dann günstig einzusteigen – also den ganzen Markt einfach kurrzzeitig zu droppen.

Antworten
Kurt Paulus
Kurt Paulus

Jetzt mal ehrlich: Was ist der Unterschied zwischen der Zockerei mit Futures oder CFDs und dem „Handel“ von Kryptowährungen? Früher gab es vielleicht mal einen sinnvollen Grund für den Einsatz von BitCoin, aber mittlerweile ist das alles nur noch eine Spielwiese von Hedgefonds, die mit dem Geld der Superreichen zocken.

Antworten
MayesticCat
MayesticCat

Riegel? Hab‘ mal gehört, dass einige Bitcoin-Börsen den Schnellausstieg verweigern um so etwas zu verhindern..

Antworten

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.