Marketing

Wann wird etwas viral?

Eine Infografik von ProBlogger.com fasst zusammen, wann etwas im Internet „viral“ wird, sich also praktisch von allein verbreitet. „Virales Marketing“ ist dabei ein Schlagwort, das schon lange herumgeistert. Kann man das wirklich gezielt herbeiführen? Auf jeden Fall spielen viele Faktoren eine Rolle.

Kleine Warnung vorweg: Die unten verlinkten Infografik ist eher ein schön gestalteter Text. Es gibt also eine Menge zu lesen und zu verstehen. Interessant ist beispielsweise die Liste, warum wir überhaupt etwas weitergeben:

  1. Weil es wahnsinnig witzig ist.
  2. Weil es schlicht unglaublich ist.
  3. Weil es uns emotional berührt.
  4. Weil es zu unserer Weltsicht passt.
  5. Weil es uns zum Nachdenken bringt.
  6. Weil es in den klassischen Medien nicht auftaucht.
  7. Weil es jemanden zum Lächeln bringt.
  8. Weil es dramatisch ist.
  9. Weil es peinlich ist.
  10. Weil es provokant ist.

Die Infografik von ProBlogger.com geht noch auf viele weitere Faktoren und auch konkrete Beispiele ein. Ihr könnt euch die komplette Version nach Klick auf diese Vorschau ansehen:

Design der Infografik von Voltier Digital. Gefunden bei Mashable.

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Eine Reaktion
Tobias Mandelartz

Das ist wirklich witzig und übersichtlich aufbereitet, und das Tolle: Es stimmt. Ich schreibe für Portale im Internet, die sich mit Marketing (und damit auch mit dem inständigen Wunsch, einen viralen Hit zu landen) beschäftigen, und rate den Lesern stets, sich einen potenten Partner als Multiplikator zu suchen. Um diese These zu prüfen habe ich im vergangenen Jahr den Selbstversuch gewagt und ein komplett erfolgloses kleines und harmloses YouTube-Video von einer niedlichen Bärenfamilie "promoted". Was ausreichte, war ein anerkannter und erfogreicher Blogger, in meinem Fall Stefan Niggemeier, der das Video als "Flausch am Sonntag" veröffentlichte. Drei Tage später hatte ich allein aus Brasilien an einem Tag 45.000 Zugriffe, 5 Tage später war es der Nr-1-Clip in einer eher schaurigen US-Entertainment-Show. Innerhalb kürzester Zeit wurde das Video ca 150x verlinkt, diverse Male runtergeladen und als eigener Content präsentiert, und im Laufe der Zeit komplett umgedeutet: Aus der niedlichen Bärenfamilie wurde zunächst eine "Bären-Orgie" und dann ein "Bären-Gangbang". Die Kontrolle darüber, wo und in welchem Kontext das Video erschien, hatte ich bereits nach dem ersten Tag komplett und unwideruflich verloren. In einem (mittlerweile tatsächlich sogar preisgekrönten ) Blog habe ich über einen Zeitraum von einem Monat die weltweite virale Verbreitung mit viel ungläubigem Staunen dokumentiert.

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