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Neue EU-Regel: Elektroautos müssen Geräusche machen

Ladende Elektroautos in Kristianstad in Schweden. Neu verkaufte E-Autos in der EU müssen ab sofort Krach machen. (Foto: Imfoto / Shutterstock)

Schluss mit der lautlosen Elektroauto-Fahrt: Neue Modelle von Elektroautos, die ab dem 1. Juli in der EU auf den Markt kommen, müssen mit einem künstlichen Fahrgeräusch ausgestattet sein. Nach einer Übergangsphase gilt das dann auch für ältere Modelle.

Das Avas (Acoustic Vehicle Alert System) soll im Bereich zwischen Anfahren und einer Geschwindigkeit von 19 Stundenkilometern sowie beim Rückwärtsfahren automatisch ein Geräusch erzeugen, das einem klassischen Fahrgeräusch ähnelt. Damit sollen Fußgänger – insbesondere Sehbehinderte und Blinde – besser geschützt werden, die Elektroautos vor allem bei langsamer Fahrt leicht überhören können. Fahrer haben interessanterweise aber die Möglichkeit, das Avas über einen Schalter zu deaktivieren.

Das betrifft nur neue Modelle von Elektroautos. Modelle, die bereits zugelassen sind, können zunächst unverändert verkauft werden. In genau zwei Jahren, ab dem 1. Juli 2021, müssen dann alle neuen Elektroautos mit Avas ausgestattet sein, nicht nur die neuen Modelle.

Ab 2021 müssen alle E-Autos mit Avas ausgestattet sein

Beschränkt auf bis 19 Kilometer pro Stunde ist die Regelung, weil bei höheren Geschwindigkeiten die Abrollgeräusche der Reifen auch bei Verbrennerfahrzeugen den eigentlichen Motorenklang übertönen.

Das Geräusch muss mit dem eines Verbrennungsmotors der gleichen Klasse vergleichbar sein, darf aber auch nicht ganz genauso klingen wie ein Diesel oder Benziner. Das eröffnet neue Arbeitsumfelder für Sound-Designer, der jeweilige Sound soll zur Marke passen.

Autorin des Artikels ist Kathrin Stoll.

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Ein Kommentar
Ralf
Ralf

Wenn die Verbrennungsmotoren nicht so laut wären, würde man eAutos, Fahrräder, Scooters etc. besser hören.

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